Indonesien kurz und knapp

  • Indonesien besteht aus über 17000 Inseln und ist damit der grösste Inselstaat der Welt.
  • Indonesien hat drei Zeitzonen, wir mussten mehrmals die Zeit umstellen auf unserer Reise.
  • auf vielen Toilletten gibt es kein WC Papier, dafür aber einen Schlauch. Man putzt sich dabei mit der linken Hand! (Ich hoffe inständig keinen Durchfall zu kriegen.)
  • es kommt oft vor, dass man ein Foto mit dir machen möchte. Wenn du ja sagst, kommen meistens noch mehr Leute die auch ein Foto möchten. Oder sie versuchen ‚unbemerkt‘ ein Foto von dir zu machen.
  • Die meisten Männer haben mindestens einen langen Zeigfingeringernagel an der linken Hand, einen langen kleinen Fingernagel oder einen Daumennagel. Dieser ist dann recht spitz in der Form. Ich habe gelesen, es sei ein Zeichen von Luxus(er muss keiner handwerklichen Arbeit nachgehen) und/oder ein Zeichen der Tugend Geduld bzw.Ausdauer.
  • es gibt die ’normalen‘ Sitztoiletten, häufiger sind aber die aus Frankreich bekannten Hocktoiletten mit Eimer und Schöpfkanne.
  • Indonesier lieben Nelkenzigaretten! Am liebsten eine Packung pro Tag und meist 31 mg Teer(!)
  • wenn sich jemand vorstellt oder verabschiedet, geht seine Hand nach dem Händeschütteln immer direkt auf die Brust. Bedeutet sowas ähnliches wie: Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft.
  • rauchen kannst du fast überall, ob im Restaurant oder im Auto. Die meisten Männer rauchen schon als Teenager. Zigarettenwerbung ist hier auch noch erlaubt z.B. mit dem Claim: Never quit!
  • wenn dich ein Indonesier kreuzt auf dem Weg, streckt er seinen Arm gestreckt nach unten und geht gebückt an dir vorbei. Das ist ein Zeichen von Respekt (Entschuldigung).
  • auf ein normales Moped passen gut 5 Personen (z.B. 2 Frauen und 3 Kinder Indonesia-Size). Auch sonst wird das meiste per Motorrad transportiert. Das jüngste Kind, das wir gesehen haben alleine auf dem Moped, war ein etwa 11 jähriger Junge.
  • jeder Indonesier hat ein Motorrad. Genauso häufig sind freilebende Hunde, Hühner oder Vögel im kleinen Käfig.
  • das Essen isst man mit Löffel und Gabel (kein Messer) oder mit der rechten Hand.
  • Jeder Touranbieter ist auch mit ‚Tourist Information‘ angeschrieben. Also aufpassen ob man wirklich in ein offizielles Tourist Info reinläuft oder gerade ‚die Falle zugeschnappt‘ hat.
  • das gängigste Bier in Indonesien ist Bintang Pilsener (330ml oder 1L/4.7%). Gibt’s auch als Bintag Radler (330ml/2%).
  • Wäsche kostet meistens 20’000 Rp. pro 1 KG.
  • Mückensprays gibt’s in zwei Sorten: Offfff (stinkt chemisch, Sprühdose ) und Soffell (gibt’s in div. Düften, fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an (Öl) und riecht auch gut und das Beste: es wirkt!)
  • Holzpenise (z.B.mit Flaschenöffnerfunktion) in allen Grössen gibt es fast überall zu kaufen. Warum auch immer…
  • Fast alle Katzen haben nur einen halben, leicht verkrüppelten Schwanz (Inzest).
  • Im Strassenverkehr gibts keine Regeln. Auch auf der Autobahn nicht. Es wird in der Mitte gefahren oder links überholt. Dafür wird einfach immer gehupt, wenn man überholt, eine Kurve macht oder jemand am Strassenrand läuft. Trottoirs gibt’s übrigens auch meistens keine oder mit Motorräder vollgestellt.
  • Indonesier lieben Smalltalk. Fast immer kommen die gleichen Fragen nach Namen, Land, Verheiratet. Und danach lächeln sie dich einfach an, weil sie eigentlich doch kein englisch sprechen können.
  • auf all den besuchten Inseln haben wir nur einmal (Ubud) etwas mit Avocado erhalten, obwohl es fast in jeder Menukarte erwähnt ist (Avocadosalat, Avocadojuice)(war keine Saison)
  • Indonesier sind wirklich sehr herzliche und unglaublich friedvolle und liebenswerte Menschen. (Ausser sie möchten dir etwas verkaufen oder dir eine Tour/Guide anbieten, dann hauen sie dich gerne über’s Ohr.)
  • Kaffee wird lose ins Glas getan, mit heissem Wasser aufgegossen und einwenig stehen gelassen bis sich der Kaffee gesetzt hat. Dann trinkt man bis man zum Kaffeesatz am Boden kommt und lässt den Satz stehen (Village-Coffee).
  • In Lombok gibt’s Lombok-Kaffee, in Bali heisst er Bali-Kaffee und in Flores natürlich Flores-Kaffee.
  • Fast jede Familie besitzt einen Hund und fast jeder Hund hat Flöhe. Wobei ich leider noch keinen ohne Flöhe gesehen habe.
  • Indonesier schminken sich weiss im Gesicht, wenn sie ’schöner‘ sein möchten. Sie bleiben gerne im Haus, damit sie nicht braun werden. Je heller die Haut, desto Schöner (sagen sie).
  • Indonesien hat ein gewaltiges Plastik-Abfall-Problem! Die Menschen sind zuwenig aufgeklärt, werfen Abfall achtlos weg, z.B. ins Meer, der Plastik liegt überall herum!
  • Jede Insel hat seine eigene Sprache, die ‚Übersprache‘ ist Indonesisch. Die Sprachen sind sich überhaupt nicht ähnlich sondern unterscheiden sich sehr voneinander. In Indonesien gibt es 742 Sprachen und Dialekte!
  • farbige Plastiksäcke werden an Holzstecken angemacht um Vögel auf dem Feld zu verscheuchen.
  • Inlandflüge sind selten pünktlich. Man wartet eine Stunde oder mehr. (Beispiel: bei uns war der Flug statt um 14.15 erst um 15.30 Uhr oder auch statt um 17:20 Uhr erst um 18:30 Uhr und nochmals 40min warten im Flugzeug.)
  • ein Hotel-Angestellter in Lombok verdient im Monat etwa 1.5 Mio. Das sind 100 Franken im Monat. Damit zahlt er seine Familie, Essen, Haus und die damit verbundenen Rechnungen.
  • mal ist es kalt, mal warm, mal windets, mal brennt die Sonne, mal ist es herunterklimatisiert – du schwitzt aber eigentlich immer und weisst dabei nicht ob du Fieber hast oder nicht.
  • nur reiche Indonesier leben in Bali. Viele Ausländer kaufen billiges Land, bauen billig Resorts oder Restaurants, haben billige Angestellte und verdienen viel Geld. Immer mehr Touristen kommen, die Landpreise steigen, Lebenskosten steigen,… die Einheimischen können es sich nicht mehr leisten, ziehen weg.
  • wenn ein Mädchen dir die Hand gibt, drückt sie die Handfläche danach auf ihre Stirn. Wenn man älter ist, küsst man den Handrücken (nur Familiär). Durch den Handkuss wird Respekt und Hochachtung einer höhergestellten Person entgegengebracht.
  • Die Einheimischen in Flores und Lombok sind wirklich unglaublich liebenswürdige Menschen. Manchmal hat man das Gefühl, dass sie die Wörter ’stehlen‘, ‚gefährlich‘ gar nicht kennen oder auch ‚das gehört mir‘. Sie teilen alles mit jedem und jeder ist immer herzlich willkommen im Haus (für Kaffee und Tee).
  • Du kannst wählen zwischen tagsaktiver Dengue Mücke oder abendaktiver Malaria Mücke… am Besten immer etwas dabei haben. (Mückenschutz heisst übrigens: obat nyamuk). Ob man die Malaria-Prophilaxe nehmen soll oder nicht bleibt einem selbst überlassen, wir haben darauf verzichtet und haben Paare getroffen, denen es jeden Tag sehr schlecht ging, weil sie die Pillen nahmen und die darum damit aufhörten, aber auch Personen die keine Nebenwirkungen hatten. Wir reisten nach dem Prinzip: Sollte jemand von uns Fieberanzeichen haben, würden wir direkt ins nächste Spital fahren.
  • Miniameisen auf dem Boden, im Bad und ab und zu auch im Bett sind hier so normal wie Abends die Geckos an der Wand.
  • Wenn wir andere Backpacker kennenlernen und wir sagen, dass wir aus der Schweiz kommen, werden wir hingestellt als wären wir Millionäre denen das Geld nur so zugeschoben wird. Dass wir für diese Reise 10 Jahre gespart haben, wenn wir zurück sind kein Geld mehr haben und wir (da kinderlos) mehr für uns reisen – das will niemand wissen oder interessiert die Wenigsten.

 

Flores kurz und knapp

  • es gibt kleine Busstransporte (Bemos), wenns drin keinen Platz mehr hat, sitzt man auf das Dach. Es ist aber möglich als Backpacker rumzureisen.
  • du kannst kein Moped mieten um von ‚A‘ nach ‚B‘ zu fahren, du musst leider immer zu ‚A‘ zurück um es wieder abzugeben.
  • die Menschen sind wirklich sehr liebenswürdig und nett.
  • die meisten Mädchen und Frauen sind sehr scheu und kichern immer hinter vorgehaltener Hand.
  • die Kinder rufen meistens ‚Hello Mister‘ oder ‚Bule‘ was soviel heisst wie weisser Mensch oder Tourist. Meistens kommen Kinder neugierig auf einen zu um einen einfach anzuschauen.
  • die meisten alten Frauen haben einen roten Mund, sie kauen immer Beetlenuts. Vor dem Haus sieht man immer rote Flecken, da sie von Zeit zu Zeit ausspucken.
  • vergesst Wifi auf der Insel, kauft euch eine Telekomsel SIM-Karte (ab 80000 Rupien) falls ihr Daten braucht. Das angebotene Wifi in den Restaurants funktionniert meistens nicht. In meinem Fall war ich einfach 6 Tage ohne Internet unterwegs – auch easy 😉
  • wenn jemand stirbt, wird ein Baum auf die Strasse gesetzt, damit jeder der vorbei fährt weiss, dass jemand gestorben ist. Das Grab wird dann direkt neben dem Haus gebaut. Meist werden die Gräber überdacht, ausserdem werden sie mit Plättli verschönert und ab und zu ziert ein Abbild von Maria den Grabstein. So oder so wird wohl mehr Geld in die Gräber investiert als ins eigene Haus. Wenn man eingeladen wird, werden auch die Verstorbenen vorgestellt: ‚This is my mother‘ (nicht ‚was‘).

 

Bali kurz und knapp

  • Bali’s Hauptstadt Denpasar ist nicht der Ort an dem Touristen sind, diese sind in Kuta und Legian. Wenn man aber einem Einheimischen erzählt, dass man im Zentrum Denpasar war, sind alle stets beeindruckt.
  • die Taxifahrt vom Flughafen nach Kuta abends kostete uns 120’000. Man kann aber auch 600’000 ausgeben. Die Taxifahrer unterscheiden sich. Die mit den blauen Hemden sind sehr viel teurer. Wenn man weiss wie, kommt man sogar mit 60’000 durch. (dazu den Flughafen verlassen und einpaar Meter weiter laufen) Blue Bird Taxi
  • ein tolles App um einwenig rumzukommen ‚Go-Jek‘. Sehr zu empfehlen! Eine Autofahrt von Kuta nach Denpasar hat uns gerade mal 35’000 Rupien gekostet. Mit dem Moped gehts auch zum halben Preis und dann noch viel schneller – top und macht Spass!
  • Benzin wird hier in Absolut Wodka Flaschen an der Strasse verkauft. Das bläuliche ist das bessere, das gelbe das billige Benzin.
  • Kuta hat drei Religionen die hier zusammen leben, Hindu, Moslem und Christen – der Unterschied zu vielen anderen Städten ist wohl, dass sie hier sehr friedlich miteinander leben und die Religion untereinander nicht so sehr eine Rolle spielt.
  • Es gibt unzählig viele Götter im Hinduismus, dabei gibt es ein paar uns bekanntere wie z.B. Brahma, oder das Sujet von unzähligen Tattoos (Ganesha – der Elefantenkopf).
  • ein Sarong kostet ca. 200’000 Rp. Wir haben uns übers Ohr hauen lassen und zahlten 500’000 Rp. (am Besten immer vorher nachforschen wieviel etwas kostet.)

 

Gilli’s kurz und knapp Gili’s

  • die Überfahrt von Bangsal (Lombok) nach Gili Trawangan kostet 15’000 Rp. (public boat) Man kanns natürlich auch teurer haben, Anbieter hat’s wie Sand am Meer und wenn man sich vorher nicht vorbereitet, wird man von denen gekonnt abgefangen, bevor man zum offiziellen Ticketschalter kommt.
  • Gili bedeutet ‚kleine Insel‘
  • Im Landesinnern jeder Gili Insel gibt es einen gigantischen Abfallberg mit dem ganzen Abfall, den die Touristen am Strand in den Resorts verursachen. Dieser wächst und wächst von Tag zu Tag.
  • An manchen Orten steht ‚Turtle Point‘. Man muss aber nicht da schnorcheln um Schildkröten zu sehen – sie sind überall anzutreffen (sagte uns eine Einheimische) – stimmte dann auch.
  • auf allen Gili Inseln gibt es keine richtigen Strassen. Darum unbedingt mit dem Rucksack reisen, Rollkoffer sind absolut fehl am Platz.
  • Es gibt kein Süsswasser auf der Insel (ausser in Plastik Flaschen) darum sind die Duschen und der Pool ebenfalls mit Salzwasser.
  • Fortbewegung: zu Fuss, mit dem Fahrrad oder einem Cidomo (Pferdekutsche/Horsecar)(wobei ich pers. niemals damit fahren würde, da mir die Pferde leid tun.)
  • Die Insel wird auch Gili Tralala genannt (anscheinend weil besoffene Australier den Namen nicht mehr korrekt aussprechen können.)

 

Good to know

Selamat Pagi – Guten Morgen
Selamat Siang – Guten Tag (10-12 Uhr)
Selamat Sore – Guten Tag
Selamat Malam – Guten Abend
Selamat tingal – Bye
Apa kabar? – Wie gehts?
baik-baik (saja) – Gut
tidak – nein
Terima kashi – Danke
Permisi – Entschuldigung
saya tidak mau – kein Interesse
apakah anda bisa bicara bahasa inggris? – Sprechen sie Englisch?
hati hati – langsam langsam
ayam – Huhn
babi – Schwein
gila – crazy/verrückt
angin – Hund
bule – weisse Haut (Tourist)
pisang – Banane
Orang-Utan – Waldmensch
Orang-Gila – Verrückter Mensch
Gula-Gila – Zuckerverrückt

Am besten lernt man folgendes: Apa kabar? Siapa nama kamu? Nama saya clarissa, saya orang swiss. Umur berapa?

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