Eine Reise durch die Schweiz

Taminaschlucht (Kanon St.Gallen)

Heute geht es für uns los. Die Taminaschlucht ruft. EIn lang ersehnter Wunsch von Clarissa. Durch das Schöne Bad Ragaz, vorbei an der Ausstellung Bad Ragartz geht es für uns den Berg hoch Richtung Pfäffers. Dort angekommen, stellen wir unseren Camper ab und gehen zu Fuss weiter. Der erste Weg geht steil nach unten, sehr steil. Aber wir schaffen es und erreichen irgendwann den normalen Weg der zur Taminaschlucht führt. Hier fährt auch ein Postauto. Oben an der Therme angekommen, wechseln wir eine zehner Note in 5 Liber um. Soviel kostet der Eintritt in die Taminaschlucht. Endlich ist es soweit und wir betreten das Drehtor. Weit geht es in die Schlucht hinein. Das Sonnenlicht bricht an den Felsen. Das Wasser tobt.
Weiter geht es für uns zur Naturbrücke. Danach geht es steil den Berg hinauf Richtung Ragol, ein kleines Dörfchen, resp. zwei Bauernhöfe mit einer Postautohaltestelle. Der Weg hinauf ist sehr steil direkt an der Felswand entlang. Hier geht man ca. 300 Treppenstufen hinauf. Wer nach links oder rechts schaut, sollte keine Höhenangst haben oder sich nur auf die Treppe konzentrieren. Ich frage mich den ganzen Weg hinauf: Was wenn diese Treppen nicht halten und an was sind diese Treppen überhaupt angemacht? Oben angekommen ist es 14.16 Uhr. Der nächste Bus fährt um 15.44. Wir beschliessen zu „stöppeln“ und tatsächlich, ein alter Herr nimmt uns mit zurück ins Dorf, wo unser Camper steht. Wir fahren weiter Richtung Walensee. Hier in Walenstadt campieren wir eine Nacht beim See-Camping. Ein Schwumm im Walensee lassen wir uns nicht nehmen. Das Wasser ist warm und tut gut.

Seerenbachfälle (Amden, Kanton St.Gallen)

Am nächsten Morgen fahren wir los Richtung Weesen. Dort am Hafen, parkieren wir unseren Camper und gehen weiter mit dem Schiff zur ersten Haltestelle. Beetlis. Von dort laufen wir an praller Sonne hinauf gen Wasserfall Seerenbachfälle. Der zwei Höchste Wasserfall der Schweiz. Oben angekommen, zeigt es sich wie in der Taminaschlucht, fast kein Wasser. Wir laufen zurück, das nächste Schiff fährt erst in zwei Stunden, zum Glück gibt es hier ein Restaurant, wir Essen und gehen danach hinunter zum See. Natürlich haben wir die Badehosen nicht dabei, das hält uns aber nicht auf uns so springen wir mit der Unterwäsche hinein in die kalte See.  Wundervoll! Daraufhin kommt das SChiff, wir steigen ein, fahren zurück nach Weesen und erinnern uns dabei an die Überfahrt in Neuseeland.

Klöntalersee (Kanton Glarus)

Danach fahren wir weiter zum Klöntalersee. Hier lacht uns der See bereits entgegen und wir schmeissen uns in die Badeklamotten. Mit dem Schnorchel erforsche ich den See und entdecke zwei Egli-Fische. Einwenig schwimme ich ihnen nach. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen, Steine, Matsch und strahlend blaues und klares Wasser. Man kann meterweit sehen. Herrlich! Am nächsten Tag machen wir uns auf für eine Uferwanderung. Ein kleiner, schön gemachter Weg führt dem Ufer entlang durch den Wald. Es geht alles gerade aus. Ab und zu führen kleine Wege hinunter zu kleinen Buchten. In der Mitte der Strecke, gehen auch wir einmal herunter, schmeissen uns in die Badehosen und springen rein in das erfrischend kalte Bad. Der See ist sehr klar und glatt wie ein Spiegel. Das Wasser scheint türkis und wir geniessen es hier zu sein. Danach geht es für uns wieder weiter. Es begegnen uns über hundert kleine Frösche/Kröten und an manchen Orten, wimmelt es so sehr, dass wir aufpassen müssen, wohin wir den nächsten Schritt setzen. Irgendwann erreichen wir eine Steinschneise und hören einen Wasserfall. Unsere Neugier wächst und wir gehen der Schneise nach bis wir den Wasserfall sehen und dann gehen wir so nah heran, bis wir fast darunter stehen und nass werden vom herunterfallenden Wasser. Wundervoll! Das gibt uns erneut einen Backflash an unsere Erlebnisse in Vietnam und Indonesien. Wir laufen glücklich zum Ende des Weges, das Postauto fährt erneut erst eine Stunde später, erneut vertreiben wir uns die Wartezeit im Restaurant mit Essen (EIN RIESEN GORDONBLEUE!) und dann geht es für uns zurück zum Camper. Kurz darauf fängt es an zu Regnen, ich decke mich mit der Decke zu und schreibe Blog.

Rigi Kaltbad (Vitznau, Kanton Luzern)

Eigentlich wollten wir ja auf den Rigi. Der Himmel war aber so bewölkt, dass wir beschlossen haben, einfach mal einen Tag Wellnessen zu gehen. Und zwar auch auf dem Rigi. Von Vitznau aus ging es mit der Seilbahn ging es für uns 1450 m.ü.M. hinauf. Oben erwartete uns ein 35 Grad warmes Bad, Duft-Dampfbad, Kristallbad, Tee und jede Menge Entspannung pur. Das war wundervoll und hat echt gut getan. Danach fuhren wir einmal um den Vierwaldstettersee nach Buochs zum nächsten Campingplatz. Hier hat es einen Kanuverleih, der Sunrise und Sunset-Kanu-Touren anbietet, das wollen wir unbedingt machen. Leider hat uns hier aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Kanufahren fiel buchstäblich ins Wasser.

Aareschlucht (Meiringen, Kanton Bern)

Die Aareschlucht lege ich wirklich jedem ans Herz. Mir hat dieser Ausflug unglaublich gut gefallen. Man läuft beinahe 35 Minuten lang durch die ganze Schlucht. Ich fand es sehr eindrücklich! Auf der anderen Seite kann man entweder wieder alles geradeaus zurück laufen, mit der Bahn gratis zurück fahren oder man wandert oberhalb der Schlucht zurück. Wir haben uns natürlich fürs wandern entschieden und liefen wiedereinmal mehr menschenleer durch Wald und Wiesen zurück zum Camper. Wir sind vom Westeingang zum Osteingang spaziert.

Reichenbachfall (Meiringen, Kanton Bern)

Danach ging es mit dem Drahtseilbähnli extrem steil hinauf zum Reichenbachfall. Hier stürzt sich Sherlock Holmes in die Tiefe. Und auch hier gibt es wieder viel zu wandern, wenn man denn möchte. Ansonsten wartet man am Besten einfach, bis das Bähnli wieder kommt. Wir sind bis zum Restaurant Zwirgi hochgelaufen und haben uns dort Trottinetts ausgeliehen, mit denen wir dann inerhalb von wenigen Minuten ins Tal heruntergefetzt sind. Das hat enorm Spass gemacht und würde ich jederzeit wieder tun! Zum Schluss gabs den ersten Schwumm im extem kalten Brienzersee.

Giessbachfälle (Brienz, Kanton Bern)

Von unserem Campingplatz (Aaregg) aus, machen wir uns zu Fuss auf den Weg in Richtung Giessbachfälle. Auf Wanderwegen und teils einer uralten Strasse aus Steinen geht es quer durch den Wald, stets aufwärts. Wir lieben es beide, alleine durch den Wald zu wandern. Auf der ganzen Strecke, kommt uns kein anderer Mensch entgegen, erst als wir in der Nähe der Wasserfälle sind, häufen sich auf die Begegnungen. Wir hören die Fälle schon von weitem und nähern uns nach 1h30min Fussmarsch gespannt. Über 14 Stufen stürzt der Giessbachfall hinunter in den Brienzersee. An einer Stelle, kann man über eine Brücke, sogar unter dem Wasserfall hindurch gehen. Sehr eindrücklich. Von weitem sieht man auch das Hotel und Restaurant. Wahnsinn wie ein Schloss in einem Traum. Wir essen hier lecker und gehen danach zu Fuss zum See hinunter, wo wir das Schiff in Richtung Brienz nehmen. Wir sehen uns Brienz kurz an und laufen danach dem See entlang zurück zum Campingplatz. Jetz haben wir uns einen Schwumm im kalten Brienzersee verdient.

Blausee (Kandersteg, Kanton Bern)

Schon viele Bilder habe ich auf Instagram von diesem See gesehen, kein Wunder wollte ich hin, so schön waren sie. 8 Franken Eintritt, bereits zwei Car’s stehen da. Eine Touristenfalle? Beim Eingang entdeckt man eine Tafel, verschiedene Wege führen zum See. Alle Touristen gehen der geteerten Strasse entlang. Wir entscheiden uns einfach immer Links zu gehen, solange bis wir den See erreichen (Bridge-Path). Ab also durch den Wald auf wunderschönen Waldpfaden! Die Steine sind mit Moos überwachsen, die Sonne strahlt durch die Bäume und Blätter und man kann die Strahlen förmlich anfassen. Es ist ruhig und man hört nur das Rauschen der Bäume. Als wären wir alleine. Kein einziger Mensch weit und breit. Wir laufen weiter und erreichen irgendwann ein Lama-Gehege. Dann geht es für uns weiter und schliesslich sehen wir ihn… den Blausee. Sobald die Sonne reinscheint, verändert sich seine Farbe. Er ist wunderschön und unglaublich klar. Sobald fallen einem die beiden Arten von Forellen auf. Regenbogen und Lachsforellen schwimmen hier nebeneinander. Einpaar Kinder werfen Brot hinein. Wir laufen um den See. Das Blau ist wirklich faszinierend. Wir passieren eine Brücke, von hier aus kann man eine Frauenstatue sehen. Der Legende nach war hier einmal ein Liebespaar, er stürzte eines Tages über eine Felswand zu Tode, sie weinte dann am See jeden Abend. Eines Tages fand man ihr Boot und ihren Körper auf des See’s Grund und man sagt, dass sich das Wasser den blauen Augen der Frau anpasste. Dann erreichen wir den „Instagram-Stein“ auf dem jeder Instragram-Influencer sein Bildchen macht mit einer Pose. Es stehen bereits drei Girls bereit mit Mini-Röckchen und überschminktem Gesicht. Jede stellt sich alleine auf en Stein, während die anderen Fotografieren oder ihr eigenes Bild bereits posten. Es ist spannend um zuzusehen, wie viel Fake auf Instagram produziert wird. Aber eines ist wirklich echt, die Farbe dieses See’s ist absolut beeindruckend. Danach gehen wir auf dem „Canyon“-Path zurück, ein wunderschöner Pfad der unter verschiedenen Steinen hindurch geht. Wirklich schön gemacht. Am Schluss kaufen wir uns eine Forelle im Shop und düsen weiter mit dem Zug im Lötschbergtunnel in Richtung Wallis.

Unterirdischer See (St-Léonard, Wallis)

Die grösste Wassergrotte Europas wurde erst 1943 entdeckt und ist erst seit 1949 auch für Touristen zugänglich. Der See ist 300 Meter lang, 20 Meter breit und an der tieften Stelle sogar 10 Meter tief. Wir lösen ein Ticket und müssen kurz warten. Dann wird das Boot mit uns und ca. 20 anderen Touristen gefüllt. Wir steigen ein, los geht die Fahrt. Der Bootsführer redet in französisch und deutsch, wirft ab und zu einpaar Witze rein, die er – wie man merkt – schon 1000 Mal gemacht hat. Am Ende des Sees, wendet er das Boot nicht, so sieht man auf der Rückfahrt nochmals genau die gleiche Seite. Wer die Tour macht, sollte sich meiner Meinung nach für die rechte Seite entscheiden, dort sieht man mal noch einpaar Forellen und ein versunkenes Boot. Das ganze dauert etwa 20 Minuten. Wir gingen bei Regen rein und kamen bei Sonne wieder nach draussen. Perfekt! Geschlafen haben wir dann gleich auf dem Parkplatz bei der Grotte. Zwar keine Dusche, dafür nur 10.- die Nacht.

Les bisses du valais (Nendaz, Wallis)(Suonen-Weg)

Heute morgen wachten wir früh auf und fuhren nach Sion. Dort am Bahnhof stellten wir unseren Camper ab und machten und mit dem Postauto auf in Richtung Haute-Nendaz poste. Von dort folgten wir einem der acht Suonen-Wege. Einer der 13 schönsten Wanderwege der Schweiz. Und tatsächlich, der Pfad wird permanent begleitet von den Wasserläufen. Es geht in Richtung Planchouet (Bisse du Milieu). Es geht meistens geradeaus oder leicht aufwärts. Meistens sind wir in den Wäldern, es ist angenehm warm und wir kommen gut voran. Am Anfang der Strecke, haben wir noch zwei andere Personen gesehen, danach waren wir auf dem ganzen Weg alleine unterwegs. Nach etwa zwei Stunden haben wir Planchouet erreicht, jetzt kommen wir zum angenehmen Teil der Route – jetzt geht es nur noch geradeaus und abwärts (Bisse vieux). Es ist ein wirklich schöner Weg und obwohl wir bald drei Stunden am Wandern sind, sind wir immer noch fitt. Am Wegrand kommt man ab und zu an Figuren aus Holz vorbei oder sieht ab und zu ein schwarzes Eichörnchen. Am Ende kommen wir in Haute-Nendaz télécabine an und fahren mit dem Postauto zurück nach Sion. Weiter gehts für uns zum TCS Campingplatz les Illes.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.