Unser Resumée über 45 Tage Neuseeland

Unser Eindruck über die zwei Inseln ist überwältigend. Es wird wohl die grosse Distanz zu allem sein und die Isolation welche diese vielen verschiedenen Extremen in Sachen Natur ausmachen. Auf beiden Inseln drängen sich die Gegensätze aneinander. Fast stündlich ändert sich die Vegetation. Jeden Tag hiessen uns andere Farben und Szenerien wilkommen. Schliefen wir Nachts noch bei knappen 3 Grad in den neuseeländischen Alpen – erreichten uns nächsten Tag milde Temperaturen am Sandstrand welcher sich uns wiederum in mehr als fünf Arten oder Farbtönen präsentierte. Einmal war er vulkanisch schwarz mit blauem Schimmer dann wieder weisslich gelb mit goldenen Nuancen oder dann komplett aus gelb-violett-grünlichen abgeschliffenen Muschelrückständen. Eines weiteren Tages gelangten wir über ausgehärtete Lavaströme zu rauen Klippen, an welchen sich das Tasmanische Meer über Jahrtausende zu schaffen machte und viele magisch anmutende Hölen aushub. Wurde die Last der Höhlendächer zu stark, stürtzten diese ein und hinterliessen Löcher in der Landschaft mit über 100 Metern Durchmesser und gleicher Tiefe.

Es ist ja vielen bekannt, dass sich sowie die Flora auch die Fauna über die lange Isolation ganz eigen entwickelt hat. Durch das Einschleppen von mehreren „Parasiten“ (Ratten von Schiffen, welche widerum mit den in Australien heimischen Opossums vermeindlich bekämpft werden wollten über entlaufene Hauskanienchen oder Wiesel) wurden viele dieser Arten bis fast zur kompletten Ausrottung gefährdet. Heutzutage findet man überall Fallen welche diese Tiere fangen oder eliminieren sollen, um die heimischen Arten zu schützen. Es wird viel Aufwand betrieben, gefährdete Arten wie z.B den Kiwi, den Takahe, die Wekaralle oder mehrere ihrer fliegenden Artgenossen wieder über beide Inseln zu verbreiten und das spürt man. Auch die Kauri-Bäume werden mittlerweile sehr behütet und geschützt. Es werden Hochwege durch den Dschungel gebaut um die Wurzeln dieser Waldtitane zu schützen und Stationen errichtet, wo man sich die Schuhe waschen muss bevor man den Wald betreten darf.

Es wurden erst seit ca. zwanzig Jahren über beide Inseln mehrere Naturreservate errichtet, welche Interessierten öffentlich zugänglich sind und durch das Department of Conservation „gepflegt und gewartet“ oder eben sich selber überlassen werden. An deren Grenzen oder auch mittendrin gibt es meistens eine schlichte Campingzone, was diesem Land schon ein wenig den Titel Camper-Nation zu verleihen scheint. Es scheint uns der richtige Ansatz zu sein (Camping) das Land mit dieser imensen natürlichen Vielfalt der Welt zu präsentieren.

Aus unserer persönlichen Sichtweise haben wir das Campen in Neuseeland überaus genossen in unserem „Self-Contained“ Campervan (heisst: man besitzt eine eigene tragbare Toilette, Abwassertank). Wir haben alle Ecken Neuseelands, welche wir sehen und spüren wollten erreicht und erkundet. Nach 43 Tagen sind wir aber auch sehr froh wiedermal in normalen Betten zu schlafen und uns nicht mehr so viel bücken zu müssen, um z.B das Bett wieder in den Tisch zu verwandeln und zurück. In windischen und regnerischen Tagen waren wir froh ein festes Dach zu haben und jene nur mit Zelt haben uns leid getan. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten haben wir uns aber ans Campingleben angepasst, sogar einen Rythmus angenommen uns ca. alle drei Tege wiedermal eine warme Dusche gegönnt, den Frischwassertank neu gefüllt und den Grauwassertank geleert.

Die „Grossstädte“ Auckland, Christchurch und Wellington wirken aber gar nicht so gross, verglichen mit europäischen Metropolen. Es ist beinahe ein Wunder, wenn man ein Hochhaus sieht. Die meisten Städte sind provinziell und man fährt sehr lange, bis wiedermal ein Dorf kommt. Meist ist man umgeben von unendlich-scheinenden Feldern und unangetasteter Natur. Aber eines können wir bestätigen: Neuseeland hat wirklich mehr Schafe als die 4,2 Millionen Einwohner und wahrscheinlich auch etwa gleich so viele Camper-Touristen.

Wir sind sehr glücklich, dass wir Neuseeland als Start unserer Reise ausgewählt haben und sind dankbar über diese Erfahrung auf der anderen Seite der Welt.

Unsere Ausgaben (2 Personen) in etwa in CHF: Campervan-Miete inkl. Versicherung: (6000), Flug Zürich-Auckland (2000), Essen (1200), Benzin (1200), Freizeit (800), Campingplatzmiete/Hotel (800), Diverses (500). Total für 45 Tage: 12500/45= CHF 277 pro Tag

Byebye New Zealand

Christchurch, Byebye Camper

Christchurch war sehr eindrücklich für uns. Überall standen Abschrankungen und an jeder Ecke standen mindestens 4 Bauarbeiter. Die ganze Stadt ist voll mit lautem Baulärm den ganzen Tag. Überall sind sie die Stadt nach dem schlimmen Erdbeben vom Jahr 2001 wieder aufzubauen. Einige Gebäude sind sehr stark beschädigt, andere stehen brach und sind voll mit Graffittis oder Hausbesetzern. Dann ist da aber auch das schöne Christchurch mit der coolen Neuseeland Kultur – Container mit hippen Kaffees und Modeboutiquen, eigene Brewerys, cool gestylte Camper-Kaffee-Wägen, Kunst auf der Strasse, Strassenmusiker und ein Fluss mitten durch die Stadt mit Erholungsgebiet. Strassenarbeiter die in der Mittagspause zusammen mit Bankern auf den öffentlichen PingPong Tischen gegeneinander antreten. Traditionelle Strassenbahnen und Gondeliere. Ein wundervoller Botanischer Garten den wir jedem ans Herz legen!

Nach 43 Tagen sagen wir BYEBYE zu unserem Camper. Wir sind froh in wärmere Gefielde zu fliegen und freuen uns auf unser neues Abenteuer: Backpacken. Die Abgabe war völlig locker, er hat nicht mal wirklich alles genau kontrolliert. Und wir haben fast 8h geputzt wie die Wilden. Im Vertrag stand, dass man den Camper inwendig sauber abzugeben hat. Aber wir haben das wohl einwenig zu genau genommen. Jedenfalls haben sich dann bei Clarissa sehr starke Rückenschmerzen eingeschlichen, die sie seit 5 Tagen nicht mehr los wird…

Otago Peninsula, Dunedin, Moeraki Boulders

Otago Peninsula

Nordöstlich von Dunedin ist die 35 km lange Landzunge Otago Peninsula. Hier erwarteten uns Berge und Ausblicke auf verschiedene Buchten. An manchen Orten fühlte es sich sogar an, als wären wir in der Schweiz. Hier ist die einzige Möglichkeit, Albatrosse zu sehen. Wir fuhren zur Plattform, aber je 54 NZD waren uns dann doch zu viel Eintritt um diese wundervollen und vorallem riesigen Tiere zu sehen. Hier in Otago Peninsula ist der einzige Brutplatz der Welt. Stattdessen sonnten wir uns am Strand von Portobello und sahen über 1000 Möwen beim Krill essen zu.

Sandfly Bay (Otago Peninsula)

Es ging über riesige und steile Dünen hinab zum Strand wo wir einpaar Seelöwinen beim schlafen zusehen konnten. Ansonsten ist es einfach ein riesiger Strand. Da man ab 15 Uhr nicht bis ans Ende des Strandes gehen sollten, mussten wir irgendwann kehrt machen und wieder zurücklaufen. Ganz am Schluss, entdeckten wir ganz hoch oben einen kleinen Gelbaugenpinguin. Yeah! Danach gings wieder steil die Dünen hinauf.

Dunedin

Diese Stadt ist ein Must-See und hat uns wirklich sehr gut gefallen! Hier konnten wir wieder gratis campen direkt neben einem Zirkus. Als wir dort waren, war auch noch St.Patricks Day und die Pubs waren Orange-Weiss-Grün geschmückt. Da musste natürlich auch bei uns ein Guiness her – also rein ins Pub im Octagon Viertel!

Street Art Trail (Dunedin)

In Dunedin gibt es über 27 Graffittis von diversen Künstlern aus aller Welt. Dazu hat die Stadt einen Trail ins Leben gerufen, wo man die Graffittis nacheinander „ablaufen“ kann. Das liessen wir uns natürlich nicht nehmen. Ausserdem ist es gleichzeitig eine gute Idee um auch die Stadt zu erkunden.

Baldwin Street (Dunedin)

Die steilste Strasse der Welt (gem. Guinness Buch der Rekorde) in Dunedin sind wir natürlich hoch und runter gelaufen. Die Strasse ist 35 Grad steil, was wirklich ganz schön steil ist. Am Besten hat mir persönlich natürlich auch der Gedanke gefallen, dass im jeden Winter zum Schokoladenfestival über 30’000 Jaffas (Schokobonbons) hier die Strasse runter rollen.

Chinese Garden (Dunedin)

Da unsere Reise nicht über China führt, dachten wir schauen wir uns doch den Chinesischen Garten in Dunedin an, es gibt nur eine Handvoll solcher Gärten. Ganze 970 Tonnen Kalkstein wurden für den Bau von Shanghai hierher verschifft.

Natürlich schauten wir uns auch den alten Bahnhof an und gingen einen Kaffee trinken im anscheinend hipsten Kaffee der Stadt: Vogel St. Kitchen (www.vogelstkitchen.co.nz)

Moeraki Boulders

Erstaunlich was die Natur so erschafft.

The Catlins

Slope Point (The Catlins)

Nur ein Monat später sind wir hier, am südlichsten Punkt der Südinsel. Ein kurzer Fussmarsch über Schafweiden führt zum Felsvorsprung. Ein Schild zeigt die Entfernung zum Südpol (4803 km). Die Wolken kommen, es regnet und im nächsten Moment scheint die Sonne wieder. Das Wasser peitscht an die Felsbuchten und der Wind weht uns um die Ohren. Wir blicken zurück auf einen wundervollen Monat Neuseeland und strahlen uns gegenseitig an.

Curio Bay, Fossil Forest (The Catlins)

Die von der Brandung glatt geschliffene Curio Bay ist mit den Resten eines versteinerten Waldes aus der Jurazeit übersät. Überall entdecken wir versteinerte Baumstämme. Sehr eindrücklich!

Tumu Toka, Curio Bay Walkway (The Catlins)

Gleich hinter dem Curio Bay kann man einen Wald betreten, welcher wie auch die Curio Bay, aus der Jurazeit (ca.170Mio Jahre) stammt. Der Looptrack dauerte ca. 15 Minuten und wir sahen den ersten vollkommen schwarzen Piwakawaka. Der Wald unterschied sich ausserdem stark von den Wäldern, die wir bereits gesehen haben. Er war voller verschiedener Pinien.

Florence Hill Lookout (The Catlins)

Dieser Lookout ist grossartig. Eine eindrückliche Panoramasicht die viele Besucher anzieht. Wir waren von all den Eindrücken in den Catlins so erfüllt, dass wir uns hier eine halbe Stunde hinlegten und einwenig schliefen.

Niagara Falls (The Catlins)

Das war wohl nichts. Oder jemand hat sich einen grossen Scherz erlaubt. Oder jemand war so schlau und hat eine kleine Stelle eines Bachs einfach so getauft und daneben eine Bar eröffnet. Wie auch immer, alles was man hier sieht ist ein kleiner Bach mit einem 30 cm ‚Wasserfall‘.

Purakaunui Falls (The Catlins)

Ein 20 Meter hoher, dreistufiger Wasserfall. Stefan (unser Reiseführer) meinte einmal etwas von einem „Autobahntrail“ und dieser hier, beschreibt das ziemlich gut. Viele Menschen die an einem vorbeischiessen, ein Foto machen und wieder gehen. Der Wasserfall an sich war sehr schön, wir waren aber schon so verwöhnt von den gigantischen Marakopa Falls in Waitomo, dass wir diesen hier einfach „ok“ fanden. Der Ort an und für sich ist aber sehr idyllisch, ruhig und erfrischend.

Jacks Blowhole (The Catlins)

Hier durften wir das erste Mal eine Familie Seelöwen beobachten. Ein Seelöwe, drei Seelöwinen und ein ganz kleines Baby am Strand. Zu Jacks Blowhole ging es 20 Minuten lang rauf und runter aber eher mehr rauf. Am Ende erreichten wir das riesige Loch, das eine Höhle war, welche eingestürzt ist. 55m tief, 144m lang und 68 breit. 200 Meter vom Meer entfernt und mit einem unterirdischen Tunnel mit jenem verbunden.

Surat Bay (The Catlins)

Hier war unser Campingplatz, wir gingen noch kurz an den Strand und da lag wieder ein Seelöwe, der hatte sogar eine gelbe Mähne. Ihn interessierten die Menschen um ihn sichtlich wenig, er schlief tief und deckte sich ab und zu mit Sand zu. Heute sind wir über 13’000 Schritte gelaufen….jetzt gehts ins Bett.

Cannibal Bay (The Catlins)

Ihren Namen erhielt die Bucht von einem frühen Entdeckungsreisenden, der Menschenknochen vorfand und daraus auf Kannibalismus schloss. Tatsächlich handelte es sich aber um eine Begräbnisstätte der Maori stellte sich später heraus.

Nugget Point (The Catlins)

Ein Leuchtturm und tolle Felsformationen trifft man hier an. Sowie duzende Robben die sich in Bassins mit Wasser tummeln und miteinander spielen. Ausserdem ein wunderschöner Blick hinaus aufs Meer.

Sonnenaufgang im Camper

Wir gingen auf einen gratis Campingplatz. Die Aussicht war spektakulär. Wir liessen den Vorhang offen, am Abend schien der Mond rein und am morgen, wurden wir von dem wundervollen farbigen Sonnenaufgang geweckt. Wunderschön!

Fazit: Die Catlins sind wirklich sehenwert und ein MUST-DO!

Te Anau, Milford Sound

Bird Sactuary (Te Anau)

Die Schweizer können sich am Tourismus der Neuseeländer noch eine grosse Scheibe abschneiden. Alle Sehenswürdigkeiten sind top gekennzeichnet und sauberst präsentiert. Auch die Bird Sactuary war tiergerecht eingerichtet.

Lake Gunn Nature Walk (Milford Sound)

Dieser Trail ist ein Must-Do meines Erachtens. Er ist wirklich grossartig. Erst spaziert man durch einen märchenhaften mit Moos überzogenen, unbeforsteten Wald und in der Mitte des Trails erreicht man den Lake Gunn. Der bislang schönste und authentischste Wald den wir gesehen haben in Neuseeland. Unser Zeltplatz war direkt an dem Trail und auch absolut empfehlenswert. Helen ist dort Ranger und selbst morgens um 6 als wir abfuhren Richtung Milford Sound und es geregnet hat, war sie bestens gelaunt.

Mirror Lakes (Milford Sound)

Muss man nicht gesehen haben… wir glauben, dass sich hier ein Neuseeländer einen Spass daraus gemacht hat, Touristen zu veräppeln, wir mögen uns aber auch täuschen… 🙂

Homer Tunnel (Milford Sound)

Bevor man durch den einspurigen Homer Tunnel fahren kann, wartet man an der Ampel um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Dort warten ca. 6-8 Kea Papageie, die einem aufs Auto springen und scharf sind auf den Gummi vom Scheibenwischer. Der Tunnel ist 1200 Meter lang wurde 1953 fertig gestellt und eine ziemlich raue aber sehenswerte Angelegenheit.

Milford Sound

Sandfliegen wohin man sieht. Macht man ein Foto, sitzt bereits eine auf der Hand. Und weil ich so vermummt war, setzte sich doch tatsächlich eine auf meine Lippe und voilà, ich kann sagen, das ist mein erster Stich auf der Lippe. Falls es jemanden interessiert: Es juckt nicht auf der Lippe, fühlt sich aber sch… an.

So…zum Milford Sound gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Muss man gesehen haben! Wir dachten erst da sei vielleicht noch ein Dörfchen in dem man gemütlich mit Wifi Kaffee trinken kann aber in Milford Sound gibts eigentlich „nur“ einen Hafen mit etwa sechs Schifffahrtsanbietern, ein Informationszentrum mit Kaffeeangebot (Wifi kostet allerdings 10 NZD für 1 GB) und einen Campingplatz. Und natürlich noch einem Trail und einem Lookout.

Wir fuhren morgens um 9 Uhr mit dem Schiff „Milford Heaven“ des go Orange-Anbieters für je 48 NZD rund um die Milford Sound. Das Schiff hielt an zwei Robben-Plätze und fuhr direkt unter einen riesigen Wasserfall. Alles in allem ein guter Entscheid. Die gleiche Fahrt um 12 Uhr kostet übrigens schon 85 NZD und danach wirds wieder etwas günstiger. Aber Morgens um 9 Uhr kommt man am günstigsten weg.

Ausserdem machten wir noch den 5-minütigen Spaziergang zum Aussichtspunkt und der Piopiotahi Foreshore Walk (30 Min.) vom Parkplatz zur sandigen Küste durch einen Südbuchenwald.

Brewery, Geburtstag, Arthur’s Pass, Lake Tekapo…

Monteith’s Brewery, Greymouth

In Greyhound besuchten wir die Brauerei „Monteith’s“ und nahmen an einer Führung Teil mit anschliessender Degustation von 6 verschiedenen Bieren. Natürlich alles nur 2dl aber wir gingen danach trotzdem spazieren anstatt direkt loszufahren. So besichtigten wir Greymouth, eine kleine Stadt die schon oft überschwemmt und immerwieder aufgebaut wurde. In der Hafeneinfahrt/Flussmündung sollten sogar Hector Delfine zu sehen sein – die wir natürlich sehen wollten aber in diesem Moment nicht zugegen waren.

Geburtstag

Am 7. März war Christof’s Geburtstag. Vielen Dank für die lieben Nachrichten! Wir haben den Tag unspektakulär gestartet dann aber um so herausragender mit einer Flasche Rotwein beendet.

Arthur’s Pass

Leider regnete es am Vormittag, als wir den Arthur’s Pass überquerten, aber dieser Pass ist auf jeden Fall ein Must-Do! Einfach wundervoll die Landschaft, die Aussicht und die Gegend an sich.

Lake Tekapo, Lake McGregor

Auf Clarissa’s Bucketlist stand gross auch der Lake Tekapo, der angeblich seine Farbe ändern soll, je nach Wetter und Zeit. Wir nächtigten auf einem DOC-Campingplatz und liefen einwenig um die beiden Seen. Die Bilder sprechen für sich.

Mount Cook, Lake Pukaki

Den grössten Berg Neuseelands mit sagenumwobenen 3724m Höhe wollten wir nicht von nahem sehen, schliesslich kommen wir ja aus der Schweiz. Wir fuhren aber trotzdem zu Peter’s Lookout und staunten nicht schlecht über die wunderbare Kombination aus dem türkisenen Lake Pukaki im Vordergrund und dem herrschaftlich, trohneden Mt. Cook im Hintergrund mit seiner Schneekuppe. Es war ein Bild wie aus einem Jahreskalender.

Rocky Mountain, Lake Diamond

Ebenfalls auf der Bucketlist war der Diamond-Lake-Track. Dass dieser Wanderweg aber unglaublich steil hoch geht, stand nirgends beschrieben. Es war nur immer die Rede von: „worth every sweat“. Ganz hoch geschafft haben wir’s leider nicht, da traute sich Clarissa die letzten Meter dann doch nicht mehr hoch, aber die Aussicht war schon da atemberaubend hinab auf den Lake Wanaka. Die Nacht am Fusse des Rocky Mountain auf einem gratis Campingplatz mit Plumpsklo, war nicht so atemberaubend sondern sehr kalt und einwenig ungemütlich. Vor allem am Morgen, wenn der Atem in der Luft Dampf erzeugt und man in die kalten Hosen rein muss.

Wanaka, Stuart Landsborough’s Puzzling World

Es war phänomenal. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Der eine Teil stellt verschiedene Arten und Wege der Illusion und der Übertölpelung der menschlichen Wahrnehmung und Optik dar. Dies mit 3D-Bildern, Gemälden,Typographien oder in einem gewissen Winkel stehenden Räumen in welchen einem das Gefühl vermittelt wird, dass der Schwerkraft ein Streich gespielt wird und Kugeln aufwärts zu rollen scheinen oder ein Stuhl auf welchen man sich setzen kann welcher entgegen der Schwerkraft nach oben gleitet. Auch wird einem aufgezeigt, wie Peter Jackson den Hobbit klein und in der gleichen Szene Gandalf enorm grösser wirken lässt. Alles genial! Der zweite Teil besteht aus einem Labyrinth mit vier verschieden farbigen Türmen in den vier Ecken. Das Labyrinth das man angeblich nach 60 Minuten (leicht) oder 90 Minuten (schwer) machen kann, schafften wir in 30 Minuten mit dem alten Trick (einfach immer links gehen).

Was wir so gelernt haben:

– Es gibt hier keine Waschmaschinen die 40 oder 60 Grad waschen. Es wäscht einfach alles nur „cold“. That’s it.
– Wenn das Navi sagt: „Die Fahrt dauert 2 Stunden“, dauert sie eigentlich 4 Stunden.

Die ersten Tage auf der Südinsel

Marfells Beach

Wahnsinn dieser Ort. Wir hatten das Meer direkt vor unseren Füssen.

Von der Ostküste an die Westküste

Da Aufgrund von Erdbeben noch nicht alle Strassen nach Kaikoura befahrbar sind, haben wir beschlossen, erstmal an die Westküste zu gehen. Darum sind wir heute fast über 5h gefahren. Abgefahren am Sandstrand, angekommen am Steinstrand.

Von der Nordinsel auf die Südinsel

Wellington

Vor zwei Tagen quartierten wir uns in Wellington ein, gingen einwenig in die Stadt und schlenderten durch die Strassen. Ab und zu gönnten wir uns einen Kaffee oder ein Bier an trendigen Locations. Auf dem Campingplatz trafen wir auf eine Deutsche die alleine durch Neuseeland reist und bereits länger auf reisen ist. Sie meinste sie habe bereits Wörter in englisch im Kopf und nicht mehr auf Deutsch und dass sie beginnt die Sprachen zu mischen und sie diese Leute früher eigentlich gar nicht mochte mit diesem „Slang“. Ich glaube uns geht es nach den neun Monaten dann gleich.

Heute (2.3.) fuhren wir von der Nordinsel mit einer riesigen Fähre nach Picton auf die Südinsel. Schon um 5.45 Uhr klingelte unser Wecker, um halb 7 Uhr waren wir vor Ort in Wellington und checkten ein. Es gibt zwei Anbieter für die Überfahrt – Bluebridge und Interislander. Wir fuhren mit Bluebridge. Es gab leider eine Verspätung von 45 Minuten, der Parkeinweiser meinte irgendwas wegen Buschbränden. Die Fahrt selber war sehr angenehm und dauerte ca. 3.5h. Wir hatten uns fälschlicherweise darauf eingestellt, dann auf der Fähre im Auto zu chillen und frühstücken. Das Dumme war nur: Wir durften gar nicht im Auto bleiben. So verliessen wir einwenig überstürzt unser Auto und hatten dann irgendwie doch alles im Auto vergessen. Egal, die Überfahrt war herrlich, erfrischend, sehr windig und sehr schön. Da wir so früh unterwegs waren, sahen die Menschen rundherum zerknautscht und wuschelig aus. Find ich irgendwie immer ne sehr schöne, angenehme Stimmung. Mit der Fähre ging es mitten durch die Malborough Sounds, eine wunderschöne Umgebung mit vielen kleinen Buchten.

Picton -> Abel Tasman National Park

In Picton angekommen, machten wir uns erstmal ans Mittagessen. Dann fuhren wir los Richtung Abel Tasman National Park. In Havelock (der Hauptstadt der Grünlippenmuscheln) kauften wir uns natürlich auch noch 1 Kilo solcher riesen Muscheln und fuhren dann weiter Richtung Marahai. Unser Zeltplatz hier ist „Marbe Hills Resort“ mitten auf einer Herde voller Schafe, Igel, Fliegen und tausenden Fruchtfliegen.

Was wir gelernt haben:

– Wenn ein Dorf angeschrieben ist mit: „Welcome to Manaia, THE BREAD CAPITAL“ und oben ein riesen Brot ist (wie bei uns die Bratwürste oder Gipfel) bedeutet das nicht zwingend, dass auch eine Bakery vorhanden sein muss… oder dort auch irgendwo Brot angeboten wird…

Miesmuscheln, schwarzer Sand, Rivendalle,…

Miesmuscheln sammeln (Urenui Beach)

Eines frühen Abends gingen wir an den Strand, dort sahen wir einem Mann zu, der immer Dinge vom Boden aufnahm und in einen Eimer warf. Christof ging daraufhin auf ihn zu und bemerkte sofort: Der Mann sammelte Muscheln. Natürlich begann er sofort auch zu sammeln und nach einpaar Stunden hatte er ein paar Miesmuscheln zusammen. Am Abend kochten und assen sie genüsslich in einem leckeren Tomatensud.

Mana Bay, Patea Beach (Patea)

Wieder ein riesig, langer schwarzer und unendlich scheinender Sandstrand. Auch hier liefen wir solange wie möglich. Da man stets ein Auge auf Ebbe und Flut haben sollte, kehrten wir so nach zwei Stunden wieder zurück.

Blyth Street (Wanganui)

Hier übernachteten wir gratis auf einem öffentlichen Parkplatz mitten in Wanganui. Wir sahen über die ganze Stadt und es gab zwei Aussichtspunkte auf die wir bei Sonnenuntergang raufgestiegen sind. Auch wenn es kein „offzieller“ Campingplatz im klassischen Sinne war sondern nur ein Parkplatz, war er doch tiptop und wir haben wieder für unser Budget gespart.

Rivendalle (Upper Hutt)

Die Stadt der Elben im Herr der Ringe Film. Wer möchte nicht gerne einmal dort sein? Natürlich sind wir dahin gefahren, doch dann die Enttäuschung, der Trail geht nur 10 Minuten und eigentlich sieht man genau gar nichts ausser die fünf Bäume, die im Film vorkommen sollen. Ein Tor steht noch da aus Plastik (kein Original) aber das ist dann auch schon alles. Zum Glück gibt es aber von dem Ausgangspunkt mehrere verschiedenlange Trails die man machen kann und so haben wir drei Trails gemacht (10 Minuten/15 Minuten und 1h). Dann haben wir den halben Nachmittag am Fluss gechillt und Clarissa versuchte es mit Staumauern. Wie gesagt: Versuchte.

Was wir so gelernt haben:

– Wenn steht: Bakery. Bedeutet es nicht unbedingt, dass es dort auch Brot gibt. Meistens gibt’s da einfach Pie’s oder Sandwiches. Wenn steht: Italian Bakery, gibt es das beste Brot in Neuseeland. Woraufhin wir uns natürlich fragten: Whaaaaat? Really Italian?… Com’on… wer schonmal in Italien war, weiss dass das Brot da nicht wirklich gut ist oder alles gezuckert.
– Bier und Tabak sind extrem teuer. 6 Bier kosten 15 NZD. 30 Gramm Tabak kosten 52 NZD.
– Sonnencreme: Ein 30’er reicht nicht. 50’er müssen her!

Huka Falls, Prawn Fishing, Lake Taupo, heisse Quellen, Erdbeben, Glühwürmchen, und und und

Nachdem wir uns ein paar Tage Entspannung gegönnt haben, machten wir uns auf den Weg Richtung Lake Taupo. Natürlich gingen wir im Lake Taupo mehrmals schwimmen! Dadurch konnten wir uns Zeltplätze mit Dusche sparen und gratis campen.

Huka Falls (Lake Taupo)

Die Huka Falls sind nur ca. 6-8 Meter hoch, doch schiessen dort 140000 liter Wasser pro Sekunde hinab und ist deshalb eine grosse Touristenattraktion. Wir sahen ein paar wilde Junge mit den Kajaks den Fluss hinunter treiben/paddeln. In Neuseeland ist alles sehr schön gemacht und gepflegt so, dass jeder gut dahin kommt. Wirklich jeder. Somit ist der Wasserfall auch ziemlich mit Touristen vollgespickt.

Prawn Fishing (Lake Taupo)

Was für eine Gaudi! Wir stolperten per Zufall über Shawn the Prawn, ein Park in dem man Garnelen fischen kann. Was wir dann auch taten und so fischten wir uns mehrere Stunden lang ein gutes Nachtessen zusammen. Ein Junge schenkte uns seine 6 gefangenen und so kamen wir auf 13 gefangene Prawns. Die kochten wir anschliessend beim Campingplatz und assen sie genüsslich.
(Link zu Shawn the Prawn)

Käfer, Käfer und nochmals Käfer (Lake Taupo)

Der Campingplatz wurde (gem. Inhaber) an jenem Abend heimgesucht von tausenden von Käfern. Es wimmelte in den sanitären Anlagen nur so davon. Wenn man aufs WC ging, machte es unter den Schuhsohlen immer „knrtschknrtsch“. Christof fand ausserdem einen Blumentopf voll nur mit diesen Käfern.

Mine Bay (Lake Taupo)

Mit der Barnaby machten wir einen Segelturn zu dem bekannten Felsen Mine Bay (Maori Felsenkunst, 1976-1980). Christof sprang mit ein paar anderen vom Boot in den Lake Taupo und gönnte sich damit eine erfrischende Abkühlung bevor es dann in der prallen Sonne wieder zurück zum Hafen ging.

Hot Pools (Lake Taupo)

Am Schluss unseres Lake Taupo Abenteuers, gönnten wir uns ein Bad in einer heissen, natürlichen Quelle in natürlich geformten Becken. Das Wasser sprudelte mit guten 40-50 Grad aus dem Boden und war nur für kurze Zeit „geniessbar“. Danach sollte man ein wenig weiter runter in den kalten Fluss, in welchem diese heisse Quelle dann mündet, um im Wechselbad seinen Keislauf ein wenig anzukurbeln.  Da dieser Ort gratis und öffentlich zugänglich war, waren auch dementsprechend viele Leute da. Trotzdem eine super Erfahrung!

Erdbeben (Lake Taupo)

Zweimal schüttelte die Erde unter unseren Füssen. Mit einer Stärke von 3.8! Sowas hatten wir bis jetzt noch nie erlebt und die anderen Camper, bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht. So standen wir da in der Dunkelheit und unter uns wackelte der Boden. (Link zum Erdbeben)

Waitomo Caves (Waitomo)

Die Glühwürmchen an der Decke in der Höhle konnten wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn der Ausflug einwenig teuer war, er hat sich definitiv gelohnt. Eine Decke voller Glühwürmchen, wie ein Sternenhimmel und wir mit dem Boot auf dem Fluss. Es war einfach Wahnsinn und erneut erstaunte uns die Natur. Entdeckt wurde die Höhle von Häuptling Tane Tinorau 1887, damals liessen sie sich auf einem Floss aus Flachsstämmen auf dem Waitomo-Fluss mit Kerzen in die Höhle hineintreiben. Waitomo ist ein kleines Dorf mit nur 50 Einwohnern. Leider durfte man in der Höhle keine Fotos machen, damit die Glühwürmchen nicht gestört werden, was absolut verständlich ist.

Ruakuri Cave (Waitomo)

Stalaktiten und Stalagmiten soweit das Auge reicht, fantastische Kalksteinformationen, unterirdische Flüsse, Maori-Legenden, versteinerte Muschel und das 1.5h lang! Wir liefen nonstop geführt durch die Höhle und es war nicht einmal langweilig ganz im Gegenteil, wahnsinn! Eine riesige Höhle und so unglaublich eindrücklich. Ruakari bedeutet „Die Höhle der Hunde“.

Piripiri Cave (Waitomo)

Eine Höhle einwenig ausserhalb von Waitomo, die wir dank unserem Reiseführer (Stefan Loose) gefunden haben, in wenigen Minuten Fussweg durch den Busch, erreicht man irgendwann eine kleine dunkle Höhle. Mit unseren Stirnlampen stiegen wir hinab und erkundeten die Höhle.

Marakopa Falls (Waitomo)

Gem. Reiseführer ein 30 Meter Wasserfall nicht weiter spektakulär beschrieben. Nach wenigen Minuten zu Fuss durch den Busch erreichten wir einen wunderschönen Wasserfall mitten im Urwald. Meines Erachtens tausendmal schöner, als die Huka Falls die überlaufen sind mit Touristen. Wahnsinnig eindrücklich.

Ruakuri Bushwalk (Waitomo)

Diesen Wanderweg haben wir am Nachmittag gemacht. Man geht gebückt unter Vorsprüngen hindurch und schlängelt sich durch kurze Tunnel, bis man eine riesige Höhle erreicht, wo der Fluss für kurze Zeit unter der Erde verschwindet. In unserem Reiseführer stand, dass man den Weg unbedingt auch Nachts machen soll und so warteten wir auf dem Parkplatz bis es dunkel war. Dann liefen wir los und der Weg war märchenhaft beleuchtet von unzähligen Glühwürmchen.

Three Sisters and Elephant (Pukearuhe)

Schwarzer Sand soweit das Auge reicht. Die Three Sisters and Elephant haben wir per Zufall über Instagram entdeckt und sie sind auf jeden Fall eine Reise an die Küste wert! Eine Felsformation aus drei alleinstehenden Felsen (die drei Schwestern) und ein Fels, der aussieht wie ein Elefant. Fast keine Touristen und ein riesiger, langer und schwarzer Strand.

Was wir so gelernt haben

– In Neuseeland gibt es „Heugümper“ die an den Höhlendecken kleben, die etwa so gross sind wie eine Hand und einwenig aussehen wie Spinnen
– Glühwürmchen (resp. die Larve einer Pilzmückenart) machen 20-30 Schleimfäden, die sie als klebrige „Angeln“ ein paar Zentimeter herabhängen lassen. Angezogen von dem blau-grünen Licht, locken sie Insekten an, die sie dann nach oben ziehen und verschlingen. Nach 9 Monaten sind sie so gross wie ein Streichholz, verpuppen sich 13 Tage lang, schlüpfen als Mücke (ohne Mund – die einzige Funktion ist es sich zu vermehren), paaren sich, legen ca. 120 Eier und sterben.
– Ein Stalaktit wächst in einem Jahr nur 1 cm3
– Waitomo bedeutet „Wasser, das in ein Loch im Boden eindringt“
– Immer Wasser dabei haben – wirklich immer
– Die Sternbilder hier sind alle auf dem Kopf. Orion macht einen Kopfstand.
– Gewöhnlich sagt man hier immer „hi how are you?“ oder „hi how’s going“ und dann haltet man einen kleinen Chat über das Wetter oder Befinden.

Hobbiton

Matamata (Hobbiton)
Am Morgen hat es noch richtig fest geregnet. Wir standen locker auf, tranken erstmal einen Kaffee und studierten einwenig darüber nach, was wir heute tun könnten. Wir luden unseren kanadischen Parklplatznachbarn, da dieser nur im gemieteten Kleinwagen unterwegs war auf einen Kaffe ein und quatschten einwenig mit ihm. Kaum von unserem kurzeitigen Nachbarn verabschiedet kam ein Deutscher zu uns, ob wir seine Autobatterie aufladen könnten, seine Schwester hatte bereits eine Hobbiton-Tour gebucht.

Für uns war die Sache gelaufen, der Regen war einfach zu stark. So fuhren wir in Richtung neuer Campingplatz. Auf halber Strecke öffnete sich die Wolkendecke und die Sonne kam zum Vorschein. Da änderten wir unsere Meinung und fuhren ebenfalls Richtung Hobbiton. Wir kauften uns ein Ticket und unternahmen die abenteuerliche Reise ins Auenland.

Geführt als Gruppe, durften wir immer etwa 20-30 Meter gehen, einige Fotos machen und mussten danach weiter gehen. Das Auenland ist schön gemacht und sehr gepflegt. Gerade als unsere Führung zu Ende war, begann es wieder zu regnen – was für ein Glück.

Was mich noch Wunder nahm: Wir zahlten 79 NZD pro Person (x 40 Menschen = 3160 NZD pro Gruppe) und es gibt täglich 11 Gruppen (= 34760 NZD) gibt im Jahr über 12 Millionen Umsatz. Nicht schlecht für so ein Filmset oder?

Danach fuhren wir zu unserem günstigen Parkplatz, zahlten unsere 6 NZD und übernachteten wieder am gleichen Ort wie Nachts zuvor. Morgen leisten wir uns einen schönen und teuren Zeltplatz.

Te Puia

Rotorua -> Matamata
Beim aufwachen plätscherte der Regen sanft auf unser Camperdach und da dachten wir schon: Unsere Pläne fallen wohl ins Wasser. Aber nach dem Sprichwort: „Es gibt kein schlechstes Wetter – nur schlechte Kleideung“ machten wir uns erwartungsvoll auf den Weg zu „Te Puia“, zahlten je 66 NZD Eintritt und liefen im Regen zum „Prince of Wales Father geyser“, „Pohutu geyser“ und „Keruru geyser“. Te Puia in Rotorua ist eines der dichtesten und zugänglichsten Geothermalgebiete der Welt. Der Pohutu Geysir ist der Grösste in der südlichen Hemisphere. Er erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern. Der aus den natürlichen Öffnungen in der Erdkruste aufsteigende Schwefelwasserstoff sorgt dafür, dass ein Geruch von faulen Eiern in der Luft liegt, der allerdings nach ein paar Minuten schon nicht mehr wahrgenommen wird. Hier gibt es nicht nur Geysire sondern auch blubbernde Schlammlöcher und heisse Thermalquellen.

Ausserdem gibt es keine bessere Gelegenheit für eine Einführung in die Werte, Traditionen, Tänze und Gesänge der Maori. So haben wir uns eine solche Aufführung inklusive dem taditionellen Wilkommens- und auch Kriegstanz (Haka) angesehen.

Danach gins weiter in Richtung Matamata, wo das Auenland aus dem Herr der Ringe Film liegt. Unser Campingplatz ist eigentlich ein Parkplatz vor einem Museum, mehr brauchen wir aber im Moment auch nicht. Es ist regnerisch. Hoffentlich wird das Wetter morgen einwenig besser!

Cathedral Cove

Whitianga -> Mount Maunganui (Tauranga)
Heute standen wir auf und fuhren zum Cathedral Cove. Eine Bootstour zu den Cathedral Cove kostet 97 Dollar, das wollten wir uns sparen, darum sind wir alles gelaufen. Rauf und runter und rauf und runter. Nach etwa 1,5 h kamen wir am Cathedral Cove an, natürlich war es nicht so, wie auf den Bildern im Internet (quasi menschenleer).

Aber nichts desto trotz, ein wunderschöner Ort mit einem riesiggrossen, vom Meer ausgewaschenen Durchgang. Der Sand extrem fein und das erste Mal, dass es so gut wie keine Muscheln am Strand hatte. Das Wasser war sehr kalt, aber dadurch auch sehr erfrischend. Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass Christof sein erstes Bad, auf diesem Trip, im Meer genoss. Der Rückweg schlang sich wieder durch die zirpenden Wälder zurück.

Dann fuhren wir los Richtung Mount Maunganui und hier schlafen wir nun am Fusse des (vorerst) erloschenen Vulkans. Die Stadt Tauranga ist ausserdem Heimat des wichtigsten Ostküsten-Hafens Neuseelands.

Krank…

Trounson Kauri Park -> Miranda
Heute hatten wir eine lange Strecke vor uns. In Miranda auf dem Parkplatz angekommen, nahmen wir uns Zeit zum lesen. Clarissa hat sich erkältet und hat einen geschwollenen Hals heute bleiben wir im Womo und kurieren uns einwenig aus.

Miranda -> Whitianga
Am nächsten Tag wurde es noch schlimmer und Clarissa lag flach mit 38.2 Fieber.

Cape Reinga, Weipoua Forest & der erste Kiwi

Frühmorgens um 7 Uhr wurden wir wach und standen bei Sonnenaufgang auf. Mit einem Kaffee in der Hand, betrachteten wir nicht nur den Sonnenaufgang, sondern bestaunten auch eine Familie Cormorane, die neben dem Fluss auf einem Baum sassen.

Dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Cape Reinga. Meistens sind die Strassen hier im Norden sehr leer und nur ein Auto alle 20 Minuten kreuzt den Weg. Cape Reinga ist der nördlichste Punkt von Neuseeland. Es war sehr eindrücklich und spirituel.

Danach fuhren wir in Richtung Weipoua Forest, wo wir uns den „lord of the forest“ – Tane Mahuta ansahen. Ein Kauri Baum mit 13.8 Meter Umfang und 51.5 Meter Höhe. Atemberaubend!! Ein Stück weiter erwarteten uns Jahrtausende stehend, die „four sisters“ und der „father of the forest“ – Te Matua Ngahere. Ein Weiterer Kauri Baum mit 16.4 Meter Umfang und 29.9 Meter Höhe. Dabei trafen wir auf vier Schweizer aus Affeltrangen, die Maja (Christofs Schwägerin) kennen. Sie sei sogar mit dem Bruder in die gleiche Klasse gegangen. Die Welt ist soooo gross und doch so klein.

Nach sovielen Eindrücken, fuhren wir in Richtung Campingplatz, mitten in einem Kauri-Wald. Auf der Strasse hierhin, überquerten mehrere Kaninchen die Strassen, nach zehn hörten wir auf zu zählen. Am Camping angekommen, kam ein Typ auf uns zu „i’ll shoot some rabbits tonight“. Er habe bereits am Nachmittag 25 Stk. geschossen und werde am Abend nochmals ein paar schiessen. Wir kochten uns eine Gemüsepfanne und gingen mit vollem Bauch mitten in der Nacht auf einen Spaziergang . „Night Bush Walk“ heisst der Trail und mit unseren Stirnlampen (auf die wir rote Folie kleben mussten, damit die Kiwi’s nicht erschrecken) liefen wir in den dunklen Wald los. Immer wieder horchten wir auf…..nichts. Wieder ein wenig laufen…..horchen….nichts. Nach etwa 1.5h Stunden hörten wir auf einmal etwas rascheln und wir blieben stehen. Da war etwas!?! Es war einwenig unheimlich, da es klang, als wäre da etwas richtig Grosses unterwegs. Wir stellten uns einen Kiwi eigentlich etwa so gross wie ein Huhn vor. Lange blieben auf der gleichen Stelle stehen, doch sahen noch immer nichts. Plötzlich, wie aus dem Nichts, lief uns ein Ranger mit einer 15-köpfigen Truppe im Anhang und mit einer besseren Lampe bestückt über den Weg, er zündete auf den Kiwi und da sahen wir ihn kurz. Der Ranger sagte: „Oh that’s a big one. Never have seen one this size before“. Die Gruppe zog dann weiter aber wir blieben an dem Kiwi dran, schliesslich hatten wir ihn nur kurz gesehen. Und tatsächlich, da lief der Kiwi direkt unter Christof durch (wir liefen auf einer Erhöhung (Brücke)). So nah! Wahnsinn! Der Kiwi war etwa so gross wie ein Truthahn, die wir hier übrigens auch regelmässig am Strassenrand sehen. Dann folgten wir dem Trail weiter und verliefen uns im Wald… haha. Wirklich wahr. Zum Glück trafen wir wieder auf den Ranger und er konnte uns den Weg zurück zum Campingplatz erklären. Müde fielen wir ins Bett.