Unser Resumée über 60 Tage Australien

Gedanken im Vorfeld, Erfüllte Erwartungen

Wie erwartet hiess uns über die gesamte Ostküste ein dichtes touristisches Netzerk wilkommen. Begonnen hat alles in den Grossstädten Melbourne und Sydney. Diese Metropolen sind bis nach Europa wohlbekannt. Sie sind und wirken jung, progressiv und explodierend! Sie sind sehr gut auf Touristen ausgerichtet mit teils gratis öffentlichem Verkehr und Kulturangeboten (Museen). Der öffentliche Verkehr ist mit Zonen und zusammegefassten Zahlungssystemen vorbildlich organisiert. Es machte sehr grossen Spass sich in diesen Metropolen zu bewegen und die CBD’s (Stadtzentren) zu erkunden. Die Australier über die gesamte Distanz (Melbourne-Cairns) sind freundlich und zuvorkommend. Je nördlicher/tropischer man kommt desto gemütlicher (laid back) werden sie. Ich glaube dies ist vergleichbar z.B mit der Deutschweiz und dem Tessin (in der nördlichen Hemisphäre einfach umgekehrt).

Brisbane ca. in der Mitte von Melbourne und Cairns unterscheidet sich dadurch von Melbourne und Sydney, dass es nicht direkt an der Küste liegt. Sie bietet hingegen mehrere wunderschöne Riversides am Bribane River, welcher sich mit mehrenen Windungen durch das Zentrum schlängelt. Ansonsten gleicht sie ihren grossen Schwestern Melbourne und Sydney sehr wohl. Wer in diesen Städten nach indigener Kultur oder die Aborigines erwartet, wird enttäuscht. Irgenwie scheinen sich diese zurückgezogen zu haben oder wurden vertrieben. Ich tippe eher auf Letzteres. Weiterlesen

Cairns, Great Barrier Reef

„OMG! We were swimming with a turtle!“ Wow! Das war der absolute Hammer! Aber beginnen wir von vorne…

Cairns, Australien BBQ

In Cairns angekommen, steuerten wir auf unser Hostel zu und wurden herzlich empfangen obwohl das Office eigentlich schon zu war. Der erste Eindruck war so gut, dass wir am nächsten Tag schon beschlossen, hier zu bleiben. Ein wirklich tolles und symphatisches Hostel (Travellers Oasis). In Cairns selbst, haben wir fast alles angeschaut. Von der bekannten Esplanada, mit der Lagoon (ein grosses Freibad Salzwasserkrokodilfrei), zum Shopping Centre (mit über 150 Läden), zum Rustys Markets (ein fixer Früchte- und Gemüsemarkt) über den Night Market (fixer Verpflegungsmarkt). Natürlich versuchten wir eines Abends auch ins Partyhostel Gilligans zu kommen, vergassen aber die ID zuhause (keine ID, kein Einlass). In Cairns trafen wir auch wieder auf Alyssa, die wir auf unserem Whitsundayisland Segelturn kennengelernt, auf Magnetic Island wiedergesehen und jetzt in Cairns erneut getroffen haben. Ausserdem packten wir die Chance, an einem Australien BBQ teilzunehmen und assen neben reichhaltigen Salaten auch Krokodil, Emu und Kängeruh Fleisch. Weiterlesen

Townsville, Magnetic Island «Maggie»

Townsville

Zu Townsville gibt es nicht viel zu sagen. Wir waren Montags dort – und Montags haben alle Läden geschlossen. Unser Backpacker-Hostel „Reef Lodge“ war ausserdem so wundervoll, dass wir lieber da unsere Zeit verbrachten, als in Townsville selbst. Natürlich sahen wir uns die Highlights von Townsville „The Strand“ sowie die Flinders Street an.

Magnetic Island, Horshoe Bay, Bungalow Bay Koala Village YHA

Vier Nächte verbrachten wir auf dieser wundervollen Insel und erlebten ein noch schöneres Australien! Diese Unterkunft sowie diese Insel kann ich nur jedem ans Herz legen, der nach Australien gehen möchte! Aber beginnen wir von vorne. Mit der Fähre fuhren wir von Townsville (20 Minuten) nach Magnetic Island. In Nelly Bay hält die Fähre, von dort gehts direkt mit den Bus Richtung Horshoe Bay (ca. 15 Min.).

Am ersten Tag schauten wir uns den Horshoe Bay Strand an, gingen einkaufen und lebten uns in unserem kleinen und gemütlichen Bungalow ein. Wenn man hier ein Doppelzimmer mietet, erhält man einen kleinen Bugalow mit einem Bett und einem Kühlschrank, umsäumt von Palmen und Weiterlesen

Airlie Beach, Whitsunday Islands (3 day sailingtrip)

Nach einer entspannten Zeit in Rainbow Beach, ging es für uns wieder weiter Richtung Norden. Airlie Beach war unser nächster Stopp. Wir buchten wieder unseren Greyhound-Trip und fuhren um 16 Uhr in Rainbow Beach los. Um 18 Uhr trafen wir dann in Hervey Bay ein und hatten drei Stunden Aufenthalt. Wir entschieden uns Essen zu gehen und wollten, da wir von Junkfood umzingelt waren (MCDonalds, Subway, Hungry Jacks, Dominos’s usw…), unbedingt einmal KFC ausprobieren. Sagen wirs so; wir werden wohl nie mehr in einen KFC gehen. (No more words to say)

Um 21 Uhr, mit schwerer Kost im Magen, reisten wir dann wieder weiter mit dem Bus durch die Nacht nach Airlie Beach. Es war unsere dritte und letzte Nacht in einem Greyhound. Man kann nicht sagen, man gewöhnt sich dran oder dass es irgendwann gemütlicher wird, nein, irgendwie bleibt es unbequem und am nächsten Tag ist man fix und foxy. Um 11 Uhr trafen wir dann in Airlie Beach ein. Nach ca. 14h sitzend im Bus, waren wir froh frische Luft zu schnuppern und unsere eingerosteten Gelenke zu strecken. Da wir immer näher zum Äquator gelangen wird das Klima immer feuchter und wärmer. Wir zogen in unser neues Hostel ein, welches sich gegenüber der Busstation, ein wenig in den Hang gebaut befindet (Backpackers by the Bay) und legten uns erstmal einwenig in die Hängematte. Airlie Beach ist nicht wirklich gross, es erinnert uns leicht an Byron Bay. Wohin man auch schaut hier in Airlie Beach ist die Zerstörung, Weiterlesen

Rainbow Beach, Fraser Island

Rainbow Beach

Bis heute weiss ich noch nicht, warum der Rainbow Beach so heisst. Eigentlich sagen sie, aufgrund des verschieden farbigen Sandes, einige Sagen wegen der Aborigines-Legende (Murrawar and the rainbow), wir sahen beim Sonnenuntergang die Regenfarben im Himmel und fanden dass er darum vielleicht so heisst und gestern als es regnete, sahen wir einen Regenbogen am Rainbow Beach. Fakt ist: Es ist ein Beach wie viele andere. Und das Dörfchen ist extrem klein. Hier kann man nichts tun als sich erholen, entspannen, planen oder lesen. Wer was erleben oder Party haben möchte, geht wohl besser nach Hervey Bay oder Noosa. Wir haben die Ruhe und Hängematten genossen.

Fraser Island

K’gari (Paradies) nannten die lange Zeit auf der Insel ansässigen Ureinwohner die Insel. Seit 1992 ist die Insel Unesco-Weltnaturerbe. Jährlich kommt eine halbe Million Besucher auf die Insel. Der Strand ist dabei die Autobahn. Wer alleine die Insel erkunden will, kann es gleich vergessen oder hat sehr viel Geld. Ein Ausflug alleine auf die Insel lohnt sich nur, wenn man mindestens zu Viert ist, da es doch sehr teuer kommt und aufwendig ist (Genehmigungen, Vehicle Service Permit, Camping Permit, 4WD Fahrzeugmiete, Sicherheitsinstruktionen etc.). Weiterlesen

The best and worst Backpacker-Hotels in Australia (East Coast)

We’ve stayed in planty of Hostels all over the eastcoast of Australia. Some have been great, some disgusting and some weren’t really memorable. We rate from 1* (really bad) to 6* (best). Just to remember: We are both 35 years old and have other interests/requirements than 18-25 year old Backpackers… We always had double rooms, which makes a difference too.

5* United Backpackers, Melbourne, Victoria
+ bar in the ground floor for meet some other Backpackers
+ in the middle of the city
+ cool designs everywhere
+ keycard entry
+ large kitchen with cool stylish interieur and enough space for the food
– really loud from the outside at night
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4* Space Hotel, Melbourne, Victoria
+ comfortable beds
+ gym and movie theater
+ large kitchen – free coffee, sugar and tea
+ rooftop deck with amazing view
+ keycard entry
+ near the city
– some open food in the kitchen, smelled really bad and there have been cockroaches everywhere
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
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6* Eva’s Backpacker, Kings Cross, Sydney, New South Wales
+ very nice rooftop deck
+ fridge and tresor in double room
+ you feel like at home
+ nice new bathrooms
+ two keys for two person
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice location (Kings Cross)
+ with night light
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1* Astra Motel, Manly, Sydney, New South Wales
+ Marc is a cool guy
+ nice location (near the beach)
– one key for two person
– strange people there
– really bad kitchen
– little curtyard with nasty plastic chairs
– never have seen someone cleaning
– a lot of bugs everywere in the kitchen espacially at night
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4* Aquarius, Byron Bay, New South Wales (Partyhostel)
+ nice location (near the beach)
+ free dinner included in price
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
+ 500 MB free Wifi per day
– one key for two person
– most backpackers here are 18-25 years old
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5* Banana Benders, Brisbane, Queensland
+ great location (near bus station and greyhound, very queit)
+ very cool curtyard/terrace (every table has an energy …)
+ you feel like at home
+ nice tv room
+ all you need in the kitchen
+ great playlist all day long (remarkable!)
+ cleaned daily (!really good!)
– a little bit loud because of the street
– only 100 MB free Wifi per day
– one key for two person
– there exist better showers…
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4* Bunk Backpackers, Brisbane, Queensland (Partyhostel)
+ big kitchen with everything you need – free coffee, sugar and tea
+ your own bath and toilett in a double room (if you want)
+ cool location (club, bars, chinatown)
+ with swimmingpool
– only 30 min free Wifi per day
– so/to many backpackers – you’re just 1 of 200
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
– there is no place, where you can be alone
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5* Pippies Beachhouse, Rainbow Beach, Queensland
+ nice and always proper kitchen but also very small
+ free coffee, sugar and tea
+ free unlimited Wifi but very slow
+ very nice hammocks
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
– one key for two person
– most of the backpackers are there only for one night
– often loud in the evening (partygirls)
– tables are often sticky and grubby
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4* Backpackers by the Bay, Airlie Beach, Queensland
+ free coffee, sugar and tea
+ 500 MB free Wifi per day
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
+ with your own little front garden/terrace and two chairs
– one key for two person
– the room light is to glaring and bright (no night lights)
– location is ok but to many stairs
– tables are often sticky and grubby
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5* Reef Lodge, Townsville, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice chilling oasis in the middle of townsville
+ fridge in double room
+ free unlimited Wifi
– one key for two person
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4* Bungalow Bay YHA, Magnetic Island, Queensland
+ very friendly staff
+ bungalows are so cool!
+ best place to get in contact with animals
+ fridge in double room
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
– very slow and really bad Wifi only in the common area
– no free coffee, kitchen always messy
– one key for two person
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6* Travellers Oasis, Cairns, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ you feel like at home
+ free coffee, sugar and tea
+ free oil, salt, pepper and other ingredients you need to cook
+ very fast and unlimited Wifi (!)
+ very friendly and helpful staff
+ fridge and tresor in double room
+ very nice hammocks
+ with night light
+ with swimmingpool
– one key for two person

Brisbane «Brissie»

So gings weiter für uns Richtung Brisbane, von den Locals herzlich auch „Brissie“ genannt. Für einmal kostete uns die Fahrt nicht eine Nacht sondern nur ein paar Stunden im Greyhoundbus. Brisbane gilt nach Sydney und Melbourne als nächstkommende aufstrebende Metropole Australiens. Bekannt ist die Stadt u.a für ihre vielen Grünflächen, die sich darauf befindenden public Barbequespots und den Fluss dem Brisbane River welcher sich mit mehreren Richtungswechsel und Windungen durch die Stadt schlängelt.
Im Transit Center an der Upper Roma Street in Brissie angekommen, machten wir uns auf um unser Hostel das „Banana Benders“ aufzusuchen, welches sich zu Fuss nur 10 Minuten vom Busbahnhof befindet. Rund ums Banana Benders reiht sich Backpacker an Backpacker. Sowiso schon leicht auf der Anhöhe gelegen, hat jedes Hostel seine eigene Dachterasse, welche eine herrliche Aussicht auf das CBD Brisbane’s bietet. Wie sich dann herausstellte, vermochte unser Hostel mit einer wunderschönen und offenen Terasse, aber genau auf die entgegengesetzte Richtung zu den hügeligen suburbs zeigend, zu punkten. Alles in allem machte das Banana Benders einen sehr guten und chilligen Eindruck, welcher sich dann die folgenden Tage mit etlichen Bekanntschaften festigte. Hey Chris, Jordi, Pol, Sara und Pipa… it was very nice to meet you… wish you all the best for your following plans and travels!! Weiterlesen

Surfers Paradise

Alle, für uns in Frage kommenden, Backpackerhostels in Surfers Paradise waren ausgebucht (Ostern), so wichen wir auf ein mehr oder weniger günstiges Hotel aus. ((P.S. Wir buchen wenn möglich ein Doppelbett-Zimmer für uns beide, in einem Hostel für 70-100 AUD mit externer Toilette/Bad das man mit anderen teilt). Ein EInzelbett in einem 4er-, 6er-, 8er-Schlag, kostet meistens ca. 30 AUD für 1 Person. Also ist das Doppelzimmer eigentlich nur minim teurer. Zum Vergleich: das Hotelzimmer kostet uns 260 AUD die Nacht (beide)…

Wir kamen in das Zimmer rein und waren erstmal sprachlos. Woooooow! Wahnsinn! Was für ein Luxus! Wir haben zwei(!!) Doppelbetten, einen Stuhl, ein Sofa, einen EIGENEN Wasserkocher, einen eigenen Kühlschrank, Safe, Kleiderschrank, TV und einen Balkon und das krasseste: Ein eigenes Badezimmer. Haha. Die Härte! und noch besser: Alles ist tiptop sauber und geputzt. Und für zwei Nächte „unser alleine“ ohne dass wir teilen müssen. 🙂 Das erste Mal seit längerer Zeit, wo ich mich dreckiger fühle als das Zimmer :-). Hihi. Ich schwebe gerade in einem riesigen Glücksgefühl.

Das Leben als Backpacker stört uns in keinster Weise. Wir wissen uns schon zu helfen. Sich dann aber wiedermal etwas zu gönnen ist halt gerade deswegen umso schöner und man geniesst dies entsprechend! So nun aber zu Sufers Paradise.

Wir kamen Nachmittags an, bezogen unser Zimmer (WAHNSINN) und liefen dann erst mal zum Strand. Dann schlenderten wir durch das Zentrum vor unserer Haustür, gingen unseren „Brunch“einkaufen, assen z’Nacht (den Gegebenheiten entsprechend gabs heute „Fertignudelsuppe“). Nach einer „Verdauer-Sport-Zigarette“ 😉 gingen wir Minigolf spielen. Es war sehr spassig. Am Schluss spielten wir beide auf 55 Punkte.

Nachdem wir super geschlafen haben und uns das Sonnenlicht weckte, standen wir auf, frühstückten, lagen an den Swimmingpool vom Hotel, schlenderten durch die Shoppingmeile, gingen einkaufen, und liefen dann am Strand entlang zum Main Beach. Bei Sonnenuntergang drehten wir und liefen zurück Richtung Hotel. Hier erwartet uns nochmals eine schöne Nacht in frischen Betten bevor wir morgen dann wieder aufbrechen nach Brisbane.

Was nehmen wir mit von Surfers Paradise? Ich empfand Byron Bay viel gemütlicher, schöner und sehr viel charmanter als Surfers Paradise. Hier wächst ein Wolkenkratzer am Anderen, der Strand ist zwar riesig, die Wellen sind aber zum Schwimmen (Heisst ja auch Surfers- und nicht Bathers-Paradise) schon weniger angenehm, da sie einfach wirklich sehr hoch sind und wild. Die Sonne geht hinter den Wolkenkratzern unter, dementsprechend hat es schon sehr früh nur noch Schattenplätze am Strand. Die Innenstadt schreit nach Vergnügen/Tourismus, überall wird was „with a lot of fun“ angeboten, jeder Souvenierstand gleicht dem anderen (und es hat sehr viel). Fast schon verzweifelt versucht man im Zentrum zwischen den vielen Hochhäusern (was ja trotzdem in Kombination mit dem Strand sehr eindrücklich wirkt) mit tiefgehaltenen Shoppingmalls (auch im Renaissance-Stil) ein wenig Flair zu schaffen. Doch zu billig, zu Fake für unseren Geschmack. Viele Leute (Australier und von Überall), viele gleiche Surfer-Shirts und am Strand viele tausend Touristen. Der Strand ist aber auch der Hammer! Der Sand ist so zart wie Puderzucker. Wirklich wundervoll um darauf zu laufen!

PS: Happy Birthday Mamma…schön haben wirs trotz schlechen wifi-Bedingungen geschafft an deinem Ehrentag zu Face-Timen..!! Alles nur Beste für das kommende Jahr!!

Byron Bay, Nimbin

Die Fahrt nach Byron Bay ging sehr gut. Knapp 13h sind wir, von Sydney aus, mit dem Greyhound Bus über Nacht gefahren. Da die Plätze jeweils vom Fahrer zugeordnet werden und wir letztesmal nicht nebeneinander sassen, machten wir es diesesmal anders. Wir merkten uns die beiden Zahlen und ich setzte mich einfach neben Christof. Als dann der entpsrechende (nennen wir ihn „Russ“) sich hinsetzen wollte, fragten wir ihn, ob es ihm gleich wäre, wenn wir die Plötze tauschen würden. Natürlich kein Problem, und so konnten wir nebeneinander sitzen. „:En geile Siech!! Tiptop! „Russ“ trafen wir übrigens zufälligerweise danach nochmals 3 (!!!) Mal in Byron Bay’s Gegend. Das erstemal am Strand, Abends einmal in einer Bar zu live Music und am Schluss trafen wir ihn noch in Nimbin vor der Hemp Embassy, wo er gleichzeitig wie wir da war.

In Byron Bay angekommen, rauchten wir eine Zigarette vor dem Hostel bevor wir eincheckten. Und so kam es, dass wir Thomas kennenlernten, ein Schweizer, der gerade zum viertel Mal in Byron Bay ist. Er war sichtlich froh Schweizer zu treffen und konnte fast nicht mehr aufhören zu reden. Na gut wir haben ja auch Zeit…

In Byron Bay ist das Leben einfach schön. Man hat Zeit, alles läuft langsamer und die Menschen sind alle sehr nett und zuvorkommend zueinander. Die Jungs tragen lange blonde Haare mit Bart, die Mädchen Blümchenkleider aus den 70ern (nur kürzer) inkl. Lederstiefeln und abgefuckten braunen Lederhandtaschen. Die Geschäfte sind klein und fein, hier will niemand Grossverteiler. Es gibt viele unterschiedliche Kleiderläden, einpaar Surfshops, Eisdielen, Bars, Hotels und Hotels. Alle sind sehr modern eingerichtet und elegant, fast an jeder Strasse um die Ecke, spielen Musiker Lieder und immer hören mindestens fünf Leute zu. Warum auch nicht, man hat ja Zeit.

Killen Falls, Nimbin Rocks, Nimbin (Australia’s Hemp Capitol)

Es gibt 3 Anbieter in Byron Bay, um Nimbin mit einer Tagestour ohne Übernachtung zu besuchen. Alle bieten aber eine andere Route an, verweilen mehr oder weniger gleich lang in Nimbin. Wir entschieden uns für den „Happy Coach“ mit Prinzessin Fiona am Steuer. 10 Uhr Abfahrt, 13 Uhr Nimbin, 14 Uhr Mittagessen, 15 Uhr Rückfahrt und alles was danach kommt präsentiert sich hinter einem dunstigen Vorhang…;-)

Nimbin (Hippi Town aus der Zeit von Aquarius ’70) besteht aus zwei Strassen die man nach 5 Minuten abgelaufen hat. Dazwischen gibt es einen Souveniershop am nächsten. Traumfänger, Batik-Tshirts, Räucherstäbchen, Bob Marley Dosen, jede Menge Raucherwaren 😉 und und und. Das Kiffen und der Verkauf von Gras ist in Australien verboten. Auch in Nimbin – trotzdem wird es von der Polizei (vor Ort) geduldet. Läuft man durch die Stadt, fragt man sich, wo es denn nun was zu kaufen gibt, offensichtlich ist nichts beschildert. Man muss einfach der Strasse lang schlendern und wird dann von diversen Leuten dort angesprochen „Wanna buy some weed?!“…“Cookies, wanna get a Hemp-Cookie?!“

Der Ausflug kostete uns je 50 AUD, wir haben ihn beide sehr genossen und empfehlen es gerne jedem weiter. Manchmal ist es einfach schön, wenn die Zeit stehen bleibt und die Welt für einen Moment einfach-einfach ist: friedvoll. 🙂 Wir könnten uns sehr wohl vorstellen, dass das Flair, von dieser in den ’70 stehen geblienenen Kommune, noch sehr viel mehr hervorkommt wenn die Touristenmassen (zu welcher wir wohlwissend auch gezählt haben) wieder in alle Himmelrichtungen verschwunden sind.

Nicht nur Friede umgibt uns, nein auch das Glück. Jeden Morgen sind wir dankbar hier zu sein und das Privileg zu haben, reisen zu können/zu dürfen. Wir geniessen den Tag so, wie er daherkommt und freuen uns auf die, die noch kommen werden.

Links

Hostel: Aquarius Backpacker
Tour (1 Day Nimbin): Happy Coach

Sydney

Opera House, Royal Botanic Garden

Da sieht man das Haus über 35 Jahre lang auf Bildern und dann ist der Moment endlich da, wo man um die eine Häuserecke kommt und das Gebäude dann endlich live vor sich sieht. Wow! Wie ein Traum der gerade wahr wird. Irgendwie kann man es dann im einen Moment immernoch nicht glauben, dass man jetzt wirklich an diesem Ort ist, an dem gefühlt schon alle waren, ausser man selbst – aber dann gewöhnt man sich daran und geniesst einfach nur noch. Natürlich tranken wir ein Bier an der Opera House Bar und genossen die Sonne und die lockere Stimmung. Von nahem sahen wir dann auch, dass das Dach vom Opern Haus, eigentlich „einfach“ aus über 1 Million selbstreinigender Plättli „geplättlet“ ist. Danach kann man sich super im Royal Botanic Garden vom Trubel erholen und wieder Stunden im Park laufen oder liegen. Herrlich.

Sydney Harbour Bridge, Luna Park, Secret Garden

Ein Walk über die bekannte Brücke musste sein. Mit 134m Höhe, 1149m Länge, fast 50m Breite und einem Gewicht von über 53000 Tonnen ist die Brücke die grösste und schwerste (nicht längste) Stahl-Brücke der Welt (1932). Das Wetter war bei uns durchzogen und so wurden wir mal nass, dann wieder wind-getrocknet, dann schien die Sonne und dann regnete es kurz wieder. Am Ende der Brücke, erreichten wir dann den Luna Park, in den man auch gratis rein kann, man zahlt nur für die Bahnen, die man fahren möchte. Danach liessen wir den Luna Park hinter uns und spazierten zu einem „Secret Garden“ den Christof im Internet fand. Ein wunderschöner und wirklich sehenswerter grüner Park, der von den Anwohnern selbst gewartet und gepflegt wird.

Darling Harbour, The Rocks

Darling Harbour wird von einem Reiseführer schön beschrieben: Eine Touristenattraktion aus der möglichst viel Geld herausgepresst wird. Jeder möchte profitieren, ein Restaurant folgt auf das andere, und ein Boot reiht sich an das Nächste. Bei uns wurde der Quai gerade verlängert und das Virtel einwenig umgebaut, nichts desto trotz ein schöner Ort. Hier kann man an der Hafenpromenade entlang laufen bist zum Circular Quai. Dort kann man stundenlang Menschen beobachten oder Strassenmusikern zuhören. Bei „The Rocks“ sieht es schon einwenig anders aus, hier erlebt man das „alte“ Sydney. Ich empfehle den „Nurse Walk“, da entdeckt man kleine Shops, Restaurants und es ist nochmals ein ganz anderes Feeling von der Grossstadt plötzlich in der „Altstadt“ zu sein. Kopfsteingepflasterte Gassen und Häuser im Kolonialstil. Dort haben wir uns das Museum angesehen und einwenig über die Geschichte Sydneys gelernt.

Cockatoo Island

Sontags wird Fähre gefahren. So fuhren wir für 2.50 NZD Richtung Parramatta und machten einen Zwischenhalt auf der Cockatoo Insel. Cockatoo Island ist die größte Insel im Hafen von Sydney in New South Wales.

Von Bondi to Coogee Walk

Für diesen Walk haben wir uns einen Tag Zeit genommen, eigentlich schafft man ihn in 3h aber wir haben ja keinen Stress. Von Kings Cross zur Bondi Junction sind es nur zwei Haltestellen, ein kurzer Walk und schon ist man am berühmten Bondi Beach. Der Bondi Beach liegt nur 8 km von der Stadt Syney entfernt und ist deshalb auch oft voll mit Menschen. Von da gehts weiter über Tamarama Beach, Bronte Beach, Clovelly Beach und landet am Schluss am Cogee Beach.

Kings Cross, Woolloomooloo

Unser Hostel war das „Eva’s Backpacker“, mittem im Kings Cross Viertel und wir können es jedem von euch ans Herz legen. Wir fanden es ein wirklich tolles Hostel. Sehr sauber, gute Küche, tolle Dachterasse und die Backpacker die ebenfalls dort sind, sind meistens solche, die auch länger da sind (teils schon über 4 Monaten). Jeden Abend haben wir jemand neues kennengelernt und gemeinsam Wein getrunken. Vom Hostel zum Woolloomooloo Bay dauert es nur ca. 150 Treppenstufen runter und schon steht man bei „Harry’s Cafe de Wheels“. Hier haben wir uns einen Pie gegönnt mit Kartoffelstock und Erbsenpürée und Fotos angesehen, von den Berühmtheiten, die hier schon gegessen haben (Pamela Anderson, Tom Hanks, Hugh Jackmann, um nur einige zu nennen).

Backpacker des Grauens, Manly Beach, Shelly Beach

Nun, wie wir es ja schon in Melbourne gehalten haben und obwohl es uns in Eva’s Backpacker sehr gut gefallen hat (hier 5 Nächte), wollten wir nach einer gewissen Zeit das Hostel wechseln und entschieden uns für weitere drei Nächte in das „Astra Backpackers“ in Manly Beach weiterzuziehen. So kriegen wir noch einen anderen Eindruck aus einer anderen Ecke dieser riesigen Metropole. Manly Beach gehört mit Bondi Beach wohl zu den bekanntesten stadtnahen Stränden Sydneys. Das „Astra Backpackers“ wurde online als eines der etlabiertesten und ältesten Hostels des „Quartiers“, wie auch schon das Eva’s in Kings Cross, angepriesen. Frohen mutes sind wir angekommen, haben die Formalitäten mit Mark, dem Host, geklärt (welcher uns schon mit „Clarissa?“ erwartete – sehr symphatisch, easy, cooler Typ) und bezogen unser Zimmer. Beim Zimmer betreten, fiel uns auf anhin der sehr abgenutzte Spannteppich – ergänzt mit zwei weiteren eher älteren Badezimmerteppichen – und das schon recht verbrauchte und schlecht zusammengestellte Mobiliar ins Auge. Genau so unpassend und lustlos wie das zusammengestellte Mobiliar präsentierte sich auch das bereitgestellten Geschirr und Besteck. Ich glaube das waren alles Einzelstücke und glichen sehr klassischer „Firmen-Give-Aways“ bzw. Brockenhaus-Stücken. Seis drum, hat uns eher lustig gestummen (Stichwort Nachhaltigkeit!=GUT) als gestört.
In der orange/lachsfarben gestrichenen Wand hinter dem Bett klaffte ein Loch in der Wand mit einem Vermerk auf einem daneben „hingetagten“ Zettel worauf geschrieben war:“man solle doch bitte nicht gegen die Wand lehnen“. An der Zimmertüre hing zudem noch ein A4-Zettel voller Dinge, was man alles zu unterlassen habe um keine Extra-Gebühren zu kreiren. So dachten wir uns, dass hier wohl so ziemlich alles ins Detail geregelt zu sein scheint. „Eingerichtet“ d.H Taschenposition bestimmt und Bett bezogen, machten wir uns auf das Hostel zu erkunden Küche, Wäscherei, Chillout-Ära, usw. Die Küche liess uns stutzen, sie war klein, unordentlich und auch ein wenig dreckig. „Tja, gibt’s ja mal während des Tages wo mehrere Leute sich die Facility teilen!“ dachten wir uns und ignorierten dies gekonnt. Auch der sehr kleine Hinterhof mit einem schmutzigen Plastiktisch mit vier bis fünf ziemlich verbraucht scheinenden Plastikstühlen vermochte uns nicht zu überzeugen und zeigte sich ganz anders als in den Fotos, welche online einsehbar sind. Wen wunderts ;-)….Als wir mit unseren Einkäufen (Tomaten für Salat, eine Zwiebel, Müsli, Milch usw.) zurückkehrten und es in die zugewiesenen Küchenschränke verräumen wollten, lachte mich nach dem öffnen des Türchens doch promt die erste Schabe an. Nun auch dies ist in wärmeren Ländern keine Seltenheit und kannte ich aus äusserst sauberen Küchen in Bolivien schon, und vermochte uns nicht wirklich zu schocken. Lässt sich scheinbar einfach nicht vermeiden, da Türen zur besseren Luftzirkulation oft offen gelassen werden, macht es der Natur einfacher ins Hausinnere zu gelangen. Nun im Kühlschrank räumten wir dann erstmal ein paar alte und angefangene Irgenwas aus unserem Körbchen um Platz für unsere frischen Lebensmittel zu machen. Nun alles schien uns allmählich einfach dreckig, unkontrolliert und einfach nicht gepflegt. Abends dann als wir uns nach der Dämmerung an die Zubereitung unseres Nachtessen machten, traf uns fast der Schlag, weil halt nun alles voller Schaben, Ameisen und anderen Tieren war. Der Gang durch die Küche machte nun einfach keinen Spass. Überall lagen unabgewaschene Pfannen und Kochrückstände rum und es begann uns echt zu ekeln. Dies zog sich die ganzen weiteren Tage so weiter, was wohl den einigen jüngeren, versifften und recht strangen Hostelgästen zu verdanken war… und natürlich Mark, welcher wohl einfach keine Lust hatte zu putzen und Ordnung zu halten – sondern lieber abends vor unserem Fenster mit seinen Freunden sich betrank. Wobei wir glauben dass er wohl einfach überfordert war mit allem, was man in diesem schönen Haus alles tun könnte/müsste/sollte. Wir beschlossen dann einfach uns so wenig wie nur möglich in der Küche aufzuhalten und kochten die folgenden Tage nicht. Am letzen Tag waren übrigens diverse Oktopuss-Stücke am Boden in der Küche verteilt. Clarissa als einzige Frau im Haus, musste ausserdem den WC-Ring immer hinunterklappen – welcher übrigens eigentlich schwarz war aber durchs nicht putzen bereits gelblich/weiss, wenn er dann nicht bereits wieder nass war…

Wir assen bis auf das Müsli mit Früchten am Morgen dann hauptsächlich in Manly was entgegen dem Hostel sehr zu überzeugen vermochte. Man konnte sich an mehreren Stellen in der Fussgängerzone (leicht verchlortes) Trinkwasser in seine Flache abfüllen, welche wir für den Gang an den Strand jeweils füllten und auch brauchten bei den hiesigen Temperaturen.

Um dem Hostel zu entfliehen gings am ersten Tag zum Manly Beach dem Grössten der drei naheliegenden Strände von Manly. War gut… hohe Wellen und wie hier üblich nur in einem durch zwei Fahnen (ca. 100m) gekennzeichneten Bereich zum Baden. Der Rest ist den Surfern überlassen, da diese 1. mehr Platz brauchen, 2. zu gefährliche Unterströmungen zum Baden herrschten und 3. der Badebereich durch einen Lifegard überwacht ist. Den nächsten Tag zog es uns ein wenig weiter an den Shelly Beach, welcher sich um ein vielfaches ruhiger und dementsprechend schnorchelbarer präsentierte. Es machte uns hier mehr Spass als am Main Beach und die Unterwasserwelt präsentierte sich unerwartet artenreich in Anbetracht der vielen Badegäste. Zudem wurde am Nachmittag, an welchem wir den Tag dort verbrachten, noch auf dem Strand geheiratet. War lustig anzusehen.

Treffen mit Remo

Um weiter dem Backpacker so fern wie nur möglich zu bleiben und aus weitaus erfreulicheren Gründen verabredeten wir uns für den Samstag mit Remo (einem alten Gspänli aus Clarissa’s Kindheit aus dem Toggenburg). Für Clarissa und ihn war es ein Wiedersehen seit über 15 Jahren, für mich eine schöne neue Bekanntschaft draussen in der Welt. Remo ist wie schon erwähnt vor einiger Zeit für unbestimmte Zeit nach Australien gereist, einen Job in seinem Metier gefunden, gearbeitet, sich in Land und seine dazumals zukünftige Frau verliebt und scheint nun mit ihr und mittlerweile zwei Buben seine Zukunft hier zu planen. Können wir sehr gut verstehen. Hier nochmals ein riesiges Dankeschön an Remo, Alex(ander), Chris(topher)-ich vermisse euch auch schon- und auch Kristine (die leider Krankheitshalber zu Hause geblieben ist) für diesen wundervollen Tag!

Remo führte uns durch die Suburbs Sydneys nach Palm Beach, dem Leuchturm auf einer Anhöhung (Barrenjoey Lighthouse
Ku-ring-gai Chase National Park), nach Newport ins Arms zum Late Lunch, zum Fairfax Lookout und zurück nach Manly um noch zusammen ein superfeines Mövenpick-Glace zu verspeisen, welche halt doch weltweit die Besten sind ;-), da kommen also auch die Italiener nicht ran!

Unser letzter Tag in Syndey

Nun das wars von Manly. Am Weiterreisetag verliessen wir um 09:30 Uhr das Astra, die Türe hinter uns geschlossen, atmeten wir einmal tief ein und waren glücklich diese eher gruselige Erfahrung im Hostel hinter uns zu lassen. Wir tranken einen wunderbaren Kaffe, assen eine Scheibe Bananenbrot in der Manly Warft und bestiegen die Fähre zurück Richtung Circular Quai, um den Tag nochmals im Zentrum zu verbringen. Wir sahen uns Paddy’s Markets an, liefen durch Chinatown, pilgerten erneut zum Darling Harbour, schlenderten beim Sonnenuntergang über die Pyrmont Bridge und setzen uns bis es anfging zu regnen in den Hyde Park wo wir Strassenmusikern zuhörten. Danach gingen wir zur Central Station wo unser Bus fuhr, leider waren da soviele Obdachlose (ein 150 Kilo-oben-ohne Mann z.B. wollte eine Zigarette und dass wir sein Telefon anfassen), dass es einwenig unangenehm war. So gingen wir wieder hinaus, tranken einen Kaffee und führten ein tiefgründiges und super Gespräch über Gott und die Welt. Um 22:30 Uhr stiegen wir in den Greyhound-Bus um unsere nächste Destination anzupeilen. Schliefen mehr schlecht als recht und kamen 12h später in Byron Bay an. Tschüss Sydney du hast uns Eindruck gemacht! Hallo Byron Bay wir freuen uns auf Sonne, Sommer, Sonnenschein… es wird heiss!

Zug-, Bus-, Fähre-Ticket in Sydney

Ist alles das Gleiche – die Opal-Karte. Wenn man eine hat, lädt man einen Betrag drauf und kann damit mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Wirklich eine tolle Sache. Jeweils am Sonntag kostet ausserdem alles nicht mehr als 2.5, auch wenn du 8h Fähre fahren würdest. Natürlich haben wir das ausgenutzt. Der Preis, den du pro Fahrt zahlst, berechnet sich dann automatisch, du stempelst ein und wieder aus. In der Rush Hour – am Feierabend, sind die Preise höher.

Die Australier

Was ich unbedingt noch erwähnen will: Die Australier sind super nett und wirklich sehr aufmerksam. Sobald man mal zwei Minuten mit der Karte da steht, kommt sicher jemand auf einen zu „May i help you?“. Oder sitzt man sich auf den Boden, klopft dir sicher schon jemand auf die Schulter und sagt dir, wo noch ein Stuhl frei ist.

Telefonieren in Sydney, Lycamobile

Da Clarissa sich seit 14 Tagen immernoch mit den Rückenschmerzen durch die Stadt schleppte, war es Zeit, einen Arzt in der Schweiz zu konsultieren (durch Krankenkasse so geregelt). Aber das ganze Entwickelte sich zu einem richtigen Orientierungslauf. Clarissa’s Handy-Abo läuft zwar noch, ein Telefonat in die Schweiz kostet aber 2 Franken pro Minute, ist also keine Option. Als erstes fragten wir im Backpacker, ob sie wisse was es für Möglichkeiten gebe. „I have really no idea“. So gingen wir auf die Suche nach einem öffentlichen Telefon – schliesslich gibts das ja in der Schweiz auch. Online sind wir fündig geworden, es gibt ganz viele hier in der Nähe. Also los. An der Telefonzelle angekommen, merken wir schnell, man braucht eine Telsta-Karte. Also gingen wir in den ersten Kiosk und fragten ob sie solche verkaufen – No. Auf dem Weg trafen wir auf das Touristinfo, fragten was wir tun können, wir wollen in die Schweiz telefonieren. „What?!“ „Hmmm“ „Nonono“ „Can’t you just write an Email?“ Sie meinte dann nach langem hin und her, dass wir doch mal bei der Post nachfragen sollen. So liefen wir Richtung Post und fragten da die Dame, wie wir denn am besten zu einer Karte kommen, oder ob sie wisse, wie wir am einfachsten in die Schweiz telefonieren könnten. Auch diese Frau sah uns an als wären wir Aliens. Jaja, früher gabs das mal, dass man telefoniert habe. Wir sollen doch mal den Kiosk gleich neben der Post fragen, vielleicht wissen die was. Der Kiosk schickte uns in die Post, vielleicht wissen die ja was. Wir liefen zur „Library“. Auch da wussten sie es nicht. Wir schauten wie teuer ein Handyabo ist und ob es eines gibt, mit dem man in die Schweiz telefonieren kann. Gab es. Gingen wieder in einen Kiosk, kauften uns für 2 Dollar ein Abo, haben 10 Dollar Guthaben darauf geladen und mussten dann erstmal das Abo aktivieren. Dazu wieder zurück in die Bibliothek, dort gemerkt dass ich den Pass vergessen hatte,… (…) schlussendlich, telefon aktiviert, Guthaben draufgeladen, Telefonnummer eingegeben: „this phone number is not authorized in our network“ – AAAAHHH!! Der Krankenkasse geschrieben und um eine neue Nummer gebeten (keine 058 Nr.) und wieder gewartet…

Links

Hostel: Eva’s Backpackers
Bus/Fähre/Metro: Opal Card

Melbourne

23.

Bahm! Gegen 23 Uhr landete unser Flieger in Melbourne. Wir die wir direkt vom Land kommen, waren grad einwenig überfordert mit dieser Grossstadt. Überall Menschen auf der Strasse, eine Fritten-, Döner- oder Sushi-Bude nach dem Anderen, vor denen entweder bluffende Männer stehen oder kreischende, angetrunkene Kurz-Röcke-Trägerinnen. Dazu kommen riesige Hochhäuser, viele Lichter und viel Verkehr und Lärm. Wir liefen zu unserem Hostel und checkten um ca. 1 Uhr morgens ein. Im Zimmer suchten wir uns unser Bett (Gemeinschaftssaal mit vier Betten) und versuchten zu schlafen.

24.

Gestern sind wir bereits 17’000 Schritte gelaufen und heute werden es wieder so viele sein. Clarissa die sonst 3’000 Schritte pro Tag gelaufen ist, hält das ganz schön auf Trab und die Rückenschmerzen hören und hören einfach nicht auf. Das Budget von je 100 Franken am Tag wird in dieser Grossstadt schnell auf die Probe gestellt… da zahlt man doch ca. 70 für die Übernachtung, gibt sein Geld aber in vielen Kaffee’s aus, und da wir jetzt auch nicht mehr selber kochen, gehen wir auswärts essen, was auch teuer ist. Wir müssen erst noch in diese Backpacker Sache reinwachsen…
Den Tag durch liefen wir durch das Chinatown Precinct und sahen uns das Fitzroy Viertel an (das coolste Viertel der Stadt mit hippen Hinterhof-Kaffees). Ausserdem schliefen wir einpaar Minuten in den Carlton Gardens – ein sehr schöner Stadtpark beim Melbourne Museum.

25.

Heute zog es uns zwecks Einkauf zum Queen Victoria Market, ein Markt auf welchem Früchte, Fleisch, Gemüse und allerhand Schischi verkauft werden. Am Abend gingen wir auf das grösste Wohnhaus der Welt (300 m). Mit neun Metern pro Sekunde im Lift, ist man bereits nach 40 Sekunden im 88igsten Stockwerk. Wir gingen am Abend und uns erwartete oben ein Lichtermeer und das erste Bier in schaukelnder Höhe. Der Turm bewegt sich bis zu 40cm pro Minute von links nach rechts. Danach gingen wir ins Irish Pub wo wir uns einfach immer unglaublich wohl fühlen (Irische Live Musik, Guinness und betrunken-singende Männerrunden). Wir lieben es.

26.-30.

In einer steets wachsenden Metropole wie Melbourne ist es von Morgens bis Abends laut. Seien es die unzähligen Baustellen, die Abfallentsorgung (jeweils Nachts vor unserem Fenster) oder die vorbeirasselnden Trams, welche sich durch die Menschenmassen der Rush-Hour schlängeln. Langsam haben wir uns daran gewöhnt und bewegen uns schon sehr sicher und vorallem schneller durch das Zentrum (CBD) dieser Stadt.

Um diesem Trouble zu entkommen, haben wir uns die kommenden Tage die Vorbezirke (suburbs) vorgenommen. In St. Kilda z.B winkt der Beach und auch ältere Häuser aus dem geschichtlicheren Melbourne als das neue Zentrum. Gesagt getan. Da wir nun die Tram-Free-Zone verlassen, brauchen wir einen ÖV-Pass. Diesen fanden wir in der Touristen-Information am Federation Square zu je 15 Dollar (in Melbourne wird nach Zeit und nicht nach Stecke verrechnet) und bestiegen ein Tram Richtung St. Kilda Beach und The Esplanade. Das Quartier ist leicht heruntergekommen aber charmant. Es brauchte nicht lange als uns das „der Kiosk“ genannte Häuschen am äussersten Ende des Piers ins Auge stach und da wollten wir anschliessend hin. Wir spazierten raus und genehmigten uns ein paar Informationen auf Tafeln über Tiere die sich in den Steinen des Piers aufhalten (Pinguine und ca. 40cm grosse Wasserratten) und einen Kaffee bzw. Orangensaft im geschichtsträchtigen Häuschen. Dieser Kiosk nahm in vergangenen Tagen bis hin zu Royals, die britische High-Society, welche Melbourne oder Australien besuchten in Empfang. Zurück liefen wir ein wenig durch eine quirlige Einkaufs- bzw. Schlemmerstrasse zur Tramstation und fuhren just bevor es zu stürmen begann zurück in die Stadt und nutzten das schlechte Wetter für einen Besuch im ACMI. Das ACMI – im Federation Sqare ansässig – widmet sich der Geschichte des bewegten Bildes (engl. Motion Pictures) also Film, special effects aber auch bis hin zur digitalen Welt des Internets und der Animations-Austellung. Eine wahnsinns Erfahrung – aber nie und nimmer in 45 Minuten machbar. Wir sagten zu uns, dass wir unbedingt in den folgenden Tagen nochmals kommen müssen. Das taten wir dann auch…zwei Mal. Die Ausstellung war gratis bzw. über Spenden finanziert.

An den folgenden Tagen fanden wir uns auch immer öfters in der staatlichen Bibliothek wieder zu einer Partie Schach. Die Bibliothek befindet sich in einem riesigen, sehr alten und massiven Gebäude und verfügt ausserdem über das Beste frei zugängliche wifi, welches wir bislang entdeckt haben.

Die folgenden Tage verbrachten wir in Collingwood, Carlton und Fitzroy manchmal zu Fuss, zu Tram oder auch einmal auf dem Fahrrad. Die Fahrräder kann man für 3 Doller für eine halbe Stunde lösen. Klingt günstig und sind hauptsächlich für eine schnelle Fortbewegung in der Stadt gadacht. Wir bezahlen am Ende dann doch je 17 Dollar, da wir die Fahrräder für ca. 2 Stunden ein wenig zweckentfremdet haben. Trotzdem…es hat uns sehr gefallen und somit hat es sich auch gelohnt.

Nun war es an der Zeit uns aktiv auf das Adieu-Sagen aka Kofferpacken einzustellen. Es stand uns ein langer Tag (30.3.) bevor. Um 10.00 Uhr stand wie immer der Checkout an und der bereits gebuchte Greyhoundbus fuhr erst um 22.00 Uhr ab Southern Station über Canberra nach Sydney wo wir unseren nächsten „längeren“ Aufenthalt angedacht haben.
Melbourne ist aus unserer Sicht eine absolut lohnende Destination in Australien und mit ihrer sehr charmanten, einladenden Art ein genialer Start für eine Reise entlang der austrlischen Ostküste hinauf nach Cairns.

Links

Hostel: United Backpackers /
Space Hostel
Bus/Tram: Myki Card