Gangneung

Gangneung

Min organisierte uns die Weiterreise nach Gangneung. Er sei besorgt uns ziehen zu lassen, weil je mehr man ins Landesinnere fährt desto weniger Menschen sprechen englisch. So ging es für uns jetzt also wieder weiter. Es tat gut zuvor einpaar Tage am gleichen Ort zu verweilen und Seoul ist so gross, da gibt es immer etwas zu sehen und erleben. Im Expressbus fuhren wir durch schöne Wälder. Alles entweder auf Brücken oder im Tunnel – absolut gerade aus, kein Rank, keine Kurve, weder hoch noch runter. Das sah in Neuseeland anders aus, da ging es immer kurvenreich hoch und runter. Die Strassen sind zweispurig schön ausgebaut und im Eiltempo gehts quer durch Südkorea.

In Gangneung angekommen, checkten wir erst in unserem echt coolen, neueröffneten Hotel ein und gingen kurz darauf direkt wieder raus. Wir besichtigten den Strand (Gyeongpo Beach) und liefen dem wundervollen Strandweg entlang, solange bis es nicht mehr weiter ging. Was ist das schön wieder einmal den Strand zu sehen und das Meer zu riechen! Am Ende des Weges hatte es eine Aussichtplattform auf der man einen tollen Panoramablick über den Strand und das Meer hatte. Wir passierten einen künstlich angelegten Wasserfall, liefen einen kleinen Teil am See entlang (ja Gangneung hat sowohl Meer als auch einen See), schauten den aus dem Wasser springenden Fischen zu und schlenderten der Restaurantstrasse entlang. Hier werden nicht nur Fische in Aquarien zum Essen angeboten, nein auch hunderte Riesenkrabben übereinander gestapelt, schauen dich mit ihren Augen an. Leider alles andere als Tiergerecht. Viele Fische haben eine kaputte Nase, ein geschwollenes aufgedunsenes Auge oder schwimmen bereits rücklings. Auch die Seescheide entdeckten wir wieder.

Am nächsten Tag flipflopten wir an den Strand und bewegten uns nicht mehr, sondern genossen vollumfänglich den schönen Strand. Herrlich wiedermal ein Strandtag mit Meeresduft, Sand an den Füssen und Wellenrauschen. Wir waren fast die Einzigen am Strand. Das Wasser war kälter, aber immernoch sehr angenehm, allerdings musste man zuerst einmal die ersten vier Wellen überspringen bevor das Wasser ruhiger wurde. Der Sand ist grobkörnig und echt angenehm, da er sich leicht von der Haut wegwischen lässt. Ich liebe das! Ich bin nämlich eine von denen, die das Badetuch ausschüttelt und kaum lege ich es hin, ist es bereits wieder voll mit Sand und so verhält es sich dann auch bei meinem Körper. Immer überall voll mit Sand, der dann an all den mit Sonnencréme eingeriebenen Stellen klebt. Aber wie gesagt, der Sand war genial!

Nach dem Duschen machten wir uns auf zum See, die Sonne war schon langsam am unter gehen. Hier mieteten wir uns ein Doppelfahrrad. Ich fand nur schon Gedanken daran sowas zu fahren so lustig, dass ich den ganzen Weg lang schmunzeln musste. Schlussendlich war es auch echt witzig. So fuhren wir lachend dem Sonnenuntergang entgegen und besichtigten nebenbei noch einpaar Sehenswürdigkeiten (Gyeongpodae, Gyeongposaengtaesubjiwon,…)

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Gyeongju, zufälligerweise ist aber gerade die Frau meines Cousins auch in Südkorea und so machen wir einen kleinen Abstecher nach Cheongju…

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