ĐÀ LẠT, NHA TRANG

Anh Sang Park, Restaurant Tintin

Als wir ankamen, liefen wir entspannt über den Anh Sang Park. Plötzlich umkreisten uns tausende von Mücken. Angst erfüllt – nein gar paaaaaanisch – flüchtete ich richtig gehend über die Wiese anstatt auf dem Gehweg zu bleiben… schlechte Idee, sehr schlecht sogar – meine Schuhe waren triefend braun voller Matsch und meine Socken durchnässt. Ich steckte im Sumpf fest – Christof konnte nur noch den Kopf schütteln und lachen. Wir konnten also nach nur 5 Minuten unterwegs direkt wieder zurück ins Hotel. Hahaha. Danach gings mit trockenen Wanderschuhen wieder nach draussen. Wir tranken einen Kaffee und assen eine Pizza im Restaurant Tintin (von Stefan Loose Reiseführer empfohlen.) Ein Paar neben uns bestellte Spaghetti, nach kurzer Zeit stand die Frau kreischend auf dem Stuhl – sie hatte zwei Ratten entdeckt. Sie ass nicht zu Ende und zahlte sofort, alle anderen Gäste verliessen kurz danach das Restaurant. Wir assen gemütlich zu Ende und liefen dann nach Hause. Auch wenn man sie nicht unbedingt sieht, Ratten und Kakalaken sind überall in Vietnam und sagen nicht unbedingt aus, dass der Ort wo man sich gerade aufhält dreckiger als andere ist.

Đà Lạt

Da Lat ist viel kälter als bisher in Vietnam, da es auf 1475 Meter liegt. Viele Vietnamesen machen hier Ferien, da es eine willkommene Erholung bietet vom Tropenklima. Da wir im Juli in der Regenzeit reisen, regnet es vorraussichtlich an 23 von 31 Tagen. Somit ist es kühl und nass gleichzeitig. Man vergleicht Da Lat gerne auch mit Paris, wegen dem ‚Eiffelturm‘, eigentlich ein Sendemast der Post oder sogar mit Davos. Da Lat wirkt im Vergleich organisiert und sauber, wie ein kleines Disneyland. Wir haben hier sogar offizielle Strassenputzer und Gärtner entdeckt! Die Leute tragen Winterjacken und diese Plüsch-Tier-Mützen (die fahren total darauf ab, Waschbär, Koala, … hauptsache die Mütze hat Ohren). Es gibt hier noch viele Villen aus der Kolonialzeit, Da Lat wurde während dem Vietnamkrieg durch ein stillschweigendes Abkommen verschont und nicht zerbombt. Abends leuchtet die Stadt in allen erdenklichen Farben.

Xuan Huong Lake, City Flower Garden, La Viet, Trung, Crazy House, BBQ No 1

Am nächsten Tag erkundeten wir Da Lat. Erst liefen wir um den grossen See (Xuan Huong See), dann gings zum Blumenpark (City Flower Garden, dothidalat.com.vn). (Eintritt: 30’000 VND) Da Lat ist bekannt für die grosse Vielfalt an Blumen und exportieren diese in ganz Vietnam. Auf Instagram entdeckte ich ein cooles Kaffee inkl. Kaffeerösterei(La Viet, hier noch ein toller Bericht), dort tranken wir Kaffee und Tee und recherchierten über unsere Weiterreise.

Frisch gestärkt, machten wir uns auf den Weg zu den VietnamEasyRidern und buchten uns für morgen eine Tour. Dann besuchten wir eines der ältesten Kaffees der Stadt (Kaffee Tung) und tranken natürlich einen Kaffee während wir von französischer Jazzmusik berieselt wurden und warteten, bis der Kaffee durch das Sieb lief.

Zum krönenden Abschluss schauten wir uns das Crazy House in der Nähe unseres Hotels an. (Eintritt: 60’000 VND) Wirklich crazy und eine Mischung aus Disney, Dali und Bruno Weber Park. Sie sind noch kräftig am bauen und erweitern das Haus bzw. die Häuser. Wirklich ein Besuch wert! Man kann sich regelrecht in den Gängen verirren. Geht man rechts oder links, über die schmale Leiter oder die unstabil wirkende Brücke? Die Natur vermischt sich mit dem fantasievollen Bau. Bäume, Blumen, Moos,… – manchmal fragt man sich was echt ist und was nicht. Es ist wundervoll! Ich würde zu gerne dort arbeiten oder den Park mit meinen Fantasien ergänzen!

Auf dem Nachhauseweg passierten wir ein Restaurant mit einem Grill im Tisch integriert. (BBQ No1) Wir gönnten uns eine Flasche Rotwein (Vang Dalat, 12%) und der Abend wurde immer Besser. Da Lat ist bekannt für seinen Dalat Wein! An den Berghängen, im gemässigten europäischen Klima, gedeihen die Trauben besonders gut. Das Restaurant füllte sich immer mehr bis an allen Tischen kräftig gebruzzelt wurde. Das ganze Restaurant füllte sich mit Rauch, man konnte die Luft schneiden – die Ventilatoren wurden eingeschaltet. Das Essen war mega lecker und der Wein süffig. Ein wirklich tolles Erlebnis! Die Vietnamesen haben die Angewohnheit alles unter den Tisch zu schmeissen, was sie nicht mehr brauchen, Bierdosen, Zigaretten, Servietten… meist steht darum ein Abfalleimer unter dem Tisch.

Easy Riders, Linh Quan Pagoda, Paradise Lake, Pongour Waterfall, Elephant Waterfall, Big blue buda, Silk Factory,…

Am nächsten Tag holten uns die Easy Riders um 8.30 Uhr vor dem Hotel ab. Die Zwei waren etwa so alt wie unsere Väter und ebenso sympatisch. Christofs Fahrer (Mr. Hung) lachte immer so lustig, dass man automatisch auch lachen musste. Wir bekamen Regenhosen, Regenmantel sowie Helme und dann gings los. Der erste Halt war die Linh Quan Pagode und der Paradise Lake. Wir haben auf unserem Weg schon viele Pagoden gesehen, nichts desto trotz, jede davon ist immer wieder sehr schön und auch im Detail ein wenig anders. Hier wimmelte es regelrecht von Vietnamesischen Touristen. Das heisst für uns oftmals auch: Selfietime, also mit ihnen hinstehen und in die Kamera lächeln. Wir sind uns immernoch nicht ganz sicher bzw. einig, warum sie das so toll finden. Um zum See zu gelangen, läuft man durch einen kleinen Wald fern ab vom ganzen Rummel und wunderschön. Am See erwarteten uns die Fahrer und die Fahrt ging weiter. Der See war nicht besonders spektakulär, deswegen musste man ihn wohl Paradise Lake nennen.

Auch im ‚Chicken Village‚ (Lang Dinh An) machten wir kurz Halt. Dort thront eine ca. 5 Meter hohe Statue eines Hahnes mitten im Dorf. Mr. Hung erzählte uns die Legende während wir ein frisches Baquette zum Frühstück verspeisten. Er sagte hier arbeiten die Frauen und die Männer faulenzen, nach der Ehe wendet sich das Blatt, weil die Frau zu den Kindern schauen muss und der Mann arbeitet. Und er lacht !

Es ist ein tolles Gefühl auf einem Motorrad zu sitzen und die Freiheit zu geniessen. In diesen Momenten gibt es nichts Schöneres. Man stelle es sich mal vor; man fährt mit dem Motorrad durch das Hochland von Vietnam, durch grüne Felder und Wälder. Frischer Wind im Gesicht, keine Gedanken, weder zu kalt noch zu heiss, jede Kurve ein Genuss! Es könnte ewig so weiter gehen! Der Wunsch nach einem eigenen Motorrad wächst und wächst… wobei das coole hier ist ja, dass es keine Vorschriften gibt, weder in Verkehr noch bei der Kleidung. Zieh an was immer du möchtest.

Der nächste Halt: Der grösste Wasserfall im Gebiet ‚Pongour‚. Ein wirklich wunderschöner Wasserfall mit Stufen. Grossartig! Vorallem jetzt in der Regenzeit massive Wassermassen, die den Jungel hinunterschiessen!

Dann machten wir einen kleinen Zwischenhalt an einer Pfefferplantage und sahen wo noch mehr Peffer wächst. Auch bei einer Curry Pflanze machten wir kurz Halt und Mr. Hung malte Christof einen roten Curry-Punkt auf die Stirn während er die ganze Zeit lachte. Mega lustig! Das Pulver aus dieser Pflanze wird von der Landbevölkerung als günstige Alternative zum echten Curry gesehen und genutzt.

Nächster Halt der Elephant Waterfall: ich hab noch nie einen solchen abenteuerlichen Weg gesehen, wobei Weg etwas übertrieben ist. Man klettert von nassem Stein zu glitschigem Stein über 4 Meter tiefe Abgründe und hangelt sich dabei an die teils verrostete Handleiter. Crazy! Der Wasserfall selbst ist bogenförmig, das Wasser wie so oft dunkelbraun. Man ist nach der Besichtigung nass 🙂

Dann gings zum Big Blue Buda in der Linh-An-Pagode. Ein riesiger, blauer, lachender Happy Buddha mit neonfarbenem Heiligenschein, in dessen üppigen Bauch begehbar ist (der Bauchnabel dient als Fenster/Lichtquelle).

Nach kurzem Ride erreichten wir die ‚Cuong Han Silk Factory‚. Hier werden die Seidenraupen lebendig kurz ins heisse Wasser getaucht bis sich ein Faden löst, dann wickelt man ihn um die Maschine und die Raupe wird sozusagen aus ihrem Kokon heraus gewickelt. Jede Raupe bringt dabei ca. 500 Meter Seidenfaden zu Stande, danach liegt sie im Wasserbad, wird rausgefischt und landet erstmals in einem Korb. Der Inhalt des Korbes, die Raupe,  wir dann am Abend gebraten und am nächsten Tag auf dem Markt verkauft.

Dann gings in eine Grillen Zucht die ausserdem nebenbei noch Reiswein brennt. Auch wurden da 4 Krokodile, 3 Wiesel, 3 Stachelschweine, 4 Rehe, Fische und viele viele Meerschweinchen gehalten. Ob legal oder nicht, ich weiss es nicht, aber die Tierhaltung find ich in Vietnam ziemlich grausig. Am Schluss hätte man noch gebratene Salz-Limetten-Grillen probieren können – haben wir aber nicht.

Dann gings zur Kaffeeplantage, wo unten etwa zehn Wiesel in kleinen Käfigen gehalten werden (mit Gitterböden damit der wertvolle Kot direkt im Auffangbecken landet) und oben auf der Terasse die Menschen den teuren Luvak Kaffee trinken. (Zum kotzen!). Wir tranken einen buttered Arabica Kaffee und genossen die Aussicht über die riesige Kaffeeplantage. Um 17 Uhr gings für uns wieder Richtung Stadt. Mr. Hung half uns dabei, ein Busticket für den nächsten Tag zu kaufen (mega lieb) und dann wurden wir vor unser Hotel gefahren und verabschiedet. Es war ein wundervoller Tag mit sehr, sehr vielen Eindrücken und Emotionen!

Wir können unsere Fahrer wärmstens empfehlen! Mr. Hung, 70 Phan Dinh Phung, hungbuitrung@yahoo.com, Tel. 0908.592.342, Easy Rider

 

NHA TRANG

Am nächsten Tag wurden wir um 8 Uhr vom Futa Shuttlebus abgeholt und um 9 Uhr fuhr unser Sleeper Bus los in Richtung Nha Trang (je 125’000 VND/6CHF). Während der 4 Stündigen Fahrt wurde zweimal angehalten, einmal mitten im Niegendwo auf einer Passstrasse (alle raus, Hosen runter und pinkeln) und einmal vor einem Restaurant für einen schnellen Lunch (20min). Der Bus fährt gar nicht wirklich nach Nha Trang erfuhren wir, als wir am Endbahnhof ankamen. So mussten wir mit dem Taxi noch die letzten Kilometer machen (100’000 VND)…

Wir nächtigten im Hotel InterContinental. Wir hatten in einem anderen Blog gelesen, dass es ‚der Wahnsinn‘ sei und das Morgenbuffet gigantisch gross. Weil wir die letzten drei Tage unser Tagesbudget nicht ausgereizt hatten, gönnten wir und eine Nacht in diesem Hotel (CHF 241/Nacht)(!!!) Was soll man sagen, es war mega! Wir verbrachten dann aber auch die meiste Zeit im Zimmer und schauten nach langer Zeit wieder einmal Fernsehen. (!!!) Whaaat!

Wir konnten sogar Game of Thrones (Staffel 7, Ep.3) schauen! Yeees! 😂 Geil!

Heute gehts mit dem Nachtzug weiter nach Hoi An. Wir sind gespannt…

Mit dem Nachtzug von Nha Trang nach Da Nang, mit dem Bus von Da Nang nach Hoi An

Taxi vom Hotel zum Bahnhof Nha Trang (45’000 VND), Nachtzug (Viererabteil) von Nha Trang nach Da Nang (je 730’000 VND)(20 Uhr bis 6.30 Uhr), Taxi von Bahnhof zu Busoffice (60’000 VND), Bus von Da Nang nach Hoi An (je 99’000 VND)(10.30 Uhr, TheSinhTourist), Taxi von Bushaltestelle zum Hostel (20’000 VND). Es gibt keine direkte Zugverbindung von Nha Trang nach Hoi An, die Geleise wurden im Krieg zerstört und niemals geflickt. Das war die günstigste Art zu reisen. Da es keinen direkten Anschlussbus nach Hoi An gibt, mussten wir 4h warten (was uns aber nicht gestört hat, wir tranken Kaffee und frühstückten). Die meisten Backpacker die wir am Bahnhof getroffen haben, warteten nicht, sondern nahmen sich ein Taxi nach Hoi An.

Klar könnte man sich auch die drei Taxis sparen, ABER man ist müde, schwitzt bei 36 Grad die Kleider voll und die Trottoirs sind ganz einfach nicht zu gebrauchen (rauf, runter, rauf, runter und immer mit Motorrädern vollgestellt). Diese Strecke hat uns ca. CHF 80 (beide zusammen) gekostet.

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