Flores, Nusa Tenggara

Labuan Bajo, Villa Seirama Alam

Wir hatten schon auf diversen Blogs vom Guru (Imam) gelesen, der die ganze Zeit ins Mikrofon singt. So haben wir geschmunzelt, als wir ihn dann das erste Mal auch hörten. Er liest fünfmal am Tag (4/9/12/15/18 jeweils 20 Minuten) aus dem Koran, dabei ist das Mikrofon auf voller Lautstärke und beschallt damit die ganze Stadt. Da jetzt Ramadan ist, hat er nur einen Monat Zeit um den ganzen Koran vorzusingen.

Da in der Villa bereits alle Doppelzimmer ausgebucht waren, erhielten wir ein kleines Häuschen zugeteilt. Wir wohnten luxuriös in unserem eigenen kleinen Haus mit zwei Schlafzimmer, einem Balkon mit atemberaubender Aussicht, Aussenküche und Sitzplatz, Bar, Dusche/WC. Jeden Tag konnten wir vom Balkon aus den Sonnenuntergang bestaunen. Wirklich wundervoll! Und wir hatten für uns unübliche Haustiere: Zwei Tokeh-Gekkos!

Labuan Bajo selbst ist nicht wirklich eine Augenweide. Im Gegenteil!! Es ist eine kleine Stadt mit vielen Touristen und noch mehr Abfall der überall herumliegt. Jeden Freitag wird, in Angesicht der imensen Masse ein wenig verzweilfelt, einiger Müll von den Trash Heros eingesammelt. Die Locals in Labuan Bajo leben selbst sehr arm, waschen sich in den kleinen verschmutzten Gassen die Haare während sich die Touristen eine warme Dusche gönnen können.

Pulau Rinca, Pulau Komodo (Nationalpark), Schnorcheln, Ojemine

Ein Tagesausflug nach Rinca um Komodovarane zu sehen! Obwohl wir nicht mehr Anfänger in dem Bereich sind, stürzten wir direkt in den ersten Anbieter und buchten uns gleich die erste Tour ohne andere Angebote einzuholen. Hahaha. Unsere Fragen wurde so gut wie nicht beantwortet (oder einfach immer mit ja) und so liessen wir uns auf das Abenteuer ein. (Schlussendlich waren wir sehr zufrieden mit dem Touranbieter und zahlten für die Rinca-Tour 350’000 Rp/Anbieter: Hartini Adventure (Fernando)). Wir waren mit fünf anderen Touristen an Board und es ging los Richtung Rinca. In der Bucht Loh Buaya gingen wir vor Anker, zahlten je 250’000 Rp Nationalparkeintritt (150000 Rupien NP-Eintritt, 5000 Wanderbescheinigung, 15000 Tierbeobachtungsbescheinigung, 50000 für die Guides und der Restbetrag ?? ) , erhielten zwei Ranger mit Stock und begaben uns auf den stündligen Rundgang auf der Insel. Schon nach wenigen Metern sahen wir einen Varan. Jeah! Der Ranger meinte es liege am Glück, wieviele man während des Rundgang zu sehen bekommt und wir hatten wohl richtig viel Glück denn wir sahen im gesamten 14 Stück! Ein Männchen war riesig, ca. 2.5 – 3 Meter lang! Wahnsinn! Sehr eindrückliche Tiere!

Danach gings für uns an den ersten Schnorchelstop: Die Insel Kanawa! Hinein ins Wasser schon entdeckten wir einen riesigen Seestern! Richtig gross, orangegelb mit Noppen. Und eine riesige blaue Nacktschnecke! (ca. 30 cm) Und riesige Korallengärten! Die Strömung ist mal warm mal kalt. Die Fische sind grösser und wieder anders als alles, die wir bis jetzt unter Wasser gesehen haben. Wieder eine unglaubliche Artenvielfalt und glasklares Wasser. Wundervoll!

Der nächste Schnorchelstopp war bereits näher an Labuan Bajo, das Wasser war milchiger,unruhiger und dreckiger. Am Boden fand man ab und zu Plastiktüten, während am Strand Plastikflaschen angespühlt wurden. Christof entdeckte einen kleinen Riffhai(Blacktipped Riffshark), während ich das Land aufsuchte und es mir immer schlechter und schlechter ging. Kaum waren alle wieder auf dem Boot übergab ich mich viermal direkt aus dem Boot und entschuldigte mich bei dem Kerl, der das Boot an Land losbinden sollte und der jetzt sichtlich keine Lust mehr hatte, nochmals ins Wasser zu gehen und das Tau loszubinden. Die Brühe schwappte unter uns – die Fische freute es – mir gings besser. Ein Typ von einem anderen Boot half ihm dann das Seil loszumachen und wir fuhren Richtung Labuan Bajo. Natürlich entschuldigte ich mich auch bei den andern, während die dann nur meinten: ‚I’m sorry for you!‘ was mich sehr beruhigte (nicht dass ich deren Trip kaputt machte). Im Hafen angekommen, suchten wir uns einen Mopedtransport. Froh zuhause zu sein, duschte ich kurz und lag den ganzen Abend flach mit extremen (!!) Kopfschmerzen während Christof sich den nächsten Trip zum Manta Point organisierte und mich mit Tee, einer Suppe und trockenen Crackern versorgte für den nächsten Tag.

Komodo-Natinalpark, Pulau Padar, Pink Beach, Manta Point

Da sich abzeichnete, dass wir nicht zurück nach Labuan Bajo reisen werden, wollte ich unbedingt am darauffolgenden Tag zum Manta Point. Ich sprach schon lange davon mit Mantas zu schwimmen, dass ich diese Chance einfach wahrnehmen musste, ganz zum Trotz des schon ziemlich langen vorangegangenem Tages/Bootsritt. Da sich Clarissa von jenem noch nicht ganz erholt hatte, musste ich Wohl oder Übel alleine los. Ich entschloss mich die guten Erfahrungen des letzten Ausflugs zu huldigen und setzte mich in die gleiche Travelagency wie tags zuvor. Dies zahlte sich aus, da ich mich ein wenig unentschlossen auf meinem Plastikstuhl zeigte, stieg Fernando schon bei 350000 Rupien ein. Da zahlte sich auch für ihn aus, da ich danach ohne weitere grosse Gedanken einschlug, da dieser Trip doch insgesamt 5 Stunden länger dauerte als jener nach Pulau Rinca. Punkt 4:30 Uhr stand ich vor den Büro, schnappte mir ein Paar Flossen und setzte mich zu den anderen…zwei Malaysierinnen, ein Franzose mit schweizer Wohnsitz, einem Deutschen aus Bremen und einem ca. 60 jährigem Paar aus Ausralien. Das Boot ein wenig grösser wie das letzte aber etwa gleich laut, im klassischen Stil mit Plastikplanendach, längs angeordneten Sitzbänken und aus purem Holz. Los gings über Pulau Padar (ca.3h), auf jener Insel wir den Gipfel erklommen, nach Komodo. Der Ausblick war fantastisch und die Sicht einwandfrei. Die Sonne brannte schon um 9:30 Uhr ungehindert infernal. Ich schwitze unaufhörlich und suchte mir schnellstens einen der wenigen Schattenplätze, um auf die andern zu warten. Die Komodoinseln bestehen wegen mehreren Bränden in der Vergangenheit hauptsächlich aus Steppe. Alle wieder zurück setzten wir die Fahrt auf dem Boot fort und erreichten nach einer weiteren Stunde Komodo. Da die angepeilte Insel die Letzte in der Reihe war , tuckerten wir ein Stück auf offener See, was das Boot und uns sich darauf befindenden Gäste, schon ziemlich an den Rand des Aushaltbaren brache. Ich dachte daran, dass Claire gut daran getan hatte, auf den Trip zu verzichten.
Auf Komodo angekommen ass ich meinen Lunch, während die restliche Gruppe sich auf die Erkundung der Insel machte um sich die Varane anzusehen. Zurück zeigten sich alle ziemlich enttäuscht über den kurzen Walk und das Desinteresse der Guides, die kurzerhand nach ca. einer Viertelstunde und einem mit ausgelegtem Essen angelocken Varan entschieden, zurückzugehen. Auch das ist leider ein wenig Indonesien…!
Nun beginnt mein Teil dieses Tripps. Über den Pink Beach gehts weiter zum Manta Point. Bei diesem sagenumwobenen, pink schimmernden Strand lagen bei unserer Ankunft schon ca. fünf Boote vor Anker. Am Strand tummelten sich schon von weitem sichtbar, mehrere dutzend Touristen und warfen sich für Fotos in Posen. Ernüchtern dachte ich für mich, sah der Strand weder speziell schön noch in igendeiner Weise pinkfarben aus.

#Instaporn #touristenfalle #diemachtderbilder #Instaforce #lächerlich

Der Skipper und sein Gehilfe gaben uns max. eine halbe Stunde Zeit um an den Strand zu schwimmen, da wir noch viereinhalb Stunden Fahrt und Mantaschnorcheln vor uns hatten. Ich entschied mich überhaupt gar nicht das Boot zu verlassen (schoss für Clarissa das eine oder andere Beweisfoto). Im Nachhinein betrachtet, roch die Besatzung wohl irgendwie den Feierabend, denn schon nach einer Stunde trafen wir am Mantapoint ein.
Auch hier wieder ca. vier Boote vor uns, welche sich aber auf der grosse Fläche derart verstreuten, dass es nicht störte. Per Boot machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach den riesigen Rochen in dieser Gegend und stürzten uns sofort mit Flossen und Brille/Schnorchel aufgesetzt ins Wasser, schwammen und folgten diesen sanften Riesen. Es war super!…man musste sich ranhalten ihnen überhaupt folgen zu können…ein ‚Flügelschlag“ und wieder hatten sie massiven Vorsprung. Andersrum sind die Mantas so neugierige Tiere, dass sie auch mehrmals direkt auf mich zuschwammen. Zum Anfassen nahe schwebten sie unter einem vorbei!!..Wow..! Das nehme ich mit in meine Träume dachte ich mir, ausser Atem zurück auf dem Boot! Beim zweiten Mal im Wasser sah ich drei Stück gemeinsam vor mir schwimmend…Mich schauderts, ich kriege Gänsehaut nur beim Gedanken daran, in diesem Moment schreibend…
Der Ritt zurück aufs Festland verbrachte ich ein wenig träumend, manchmal quatschend mit den Anderen. Müde aber überglücklich kam ich in der Villa Sereima Alam, unserm temporären Zuhause, an wo mich Clarissa und Goris in Empfang nahmen.

Goris (Gregorius)

Während Christof den Trip zur Insel Padar, der Komodo Island, Pink Beach und Manta Point machte, erholte ich mich in unserem kleinen Häuschen. Gegen vier Uhr kam Goris und wir quatschten und lachten bis gegen halb sieben Uhr Christof vom Trip zurück kam. Goris war uns von Anfang an symphatisch und ist ein wirklich liebenswürdiger Mensch, den man sofort ins Herz schliesst. Wir haben ihn über die Webseite (sabrinabigler.ch) entdeckt und ihn angefragt, ob er uns seine Insel zeigt. Goris wohnt mit seiner Familie in Moni und fuhr extra für uns die 18h auf Labuan Bajo. Via Google dauert die Fahrt 4.5h. Soviel dazu 😉

Labon Bajo – Ruteng

Goris unser Fahrer/Guide für die nächsten paar Tage holte uns pünktlich im Hotel ab und wir fuhren los Richtung Ruteng. Während der Fahrt machte Goris auf einmal einen Zwischenstop, um uns Zwergbananen zu kaufen, die wir genüsslich während der Fahrt verspeisten. Einmal zeigte er uns in einem kleinen Dorf die Beetlenuts und wie sie Kaffee trockneten. Da ging es nicht lange und das halbe Dorf versammelte sich um uns, stellte sich vor und lächelten uns um die Wette an. Von Kleinkind über protzige jungene Erwachsene zu Papa/Mama weiter zur Grossmutter. Den Herren offerierten wir Zigaretten (als respektvollen, freundschaftlichen Dienst). Die Mamas grinsten uns weiterhin mit tiefrot verschmierten, lückenhaften Gebiss an(vom Beetlenut kauen). Goris ergänzte :“Das ist Tradition! Die Mamas kauen Beetelnuts und die Papas rauchen..!“In Cancar machten wir einen Zwischenstopp, stiegen 200 Treppenstufen hinauf und wurden mit einer einmaligen Aussicht auf die sehenswerten, wie Kuchenstücke aufgeteilten, Reisfelder belohnt.

In Ruteng bezogen wir unser Zimmer, (Rima Hotel), lernten in der Zwischenzeit Marco kennen (einen Schweizer aus dem Aargau), und machten erneut eine kleine Wanderung (2h) mitten durch die Reisfelder. Am Abend assen wir mit Goris im Café Agape. Am folgenden Tag gingen wir auf den Markt. Dort wird alles angeboten, Fisch, Fleisch, lebende oder tote Hühner, Gemüse, Kleider, Schuhe, Taschen,… Fleisch wird nicht wie bei uns in der Gefriertruhe hinter verschlossener Theke offeriert sondern pflatsch: eine halbe Sau auf einer Holzbank mit Fliegen drauf. Die Marktfrauen lächelten uns wiederum mit rotem Mund und wenigen Zähnen an. Wer ein wenig englisch kann, beginnt mit uns Smalltalk zu machen. Wir sind eine kleine Attraktion auf dem Markt und die einzigen Touristen. Bule.

Ruteng – Bajawa

Am nächsten Tag fuhren wir von Ruteng ins kalte Dorf Bajawa. In Aimere machten wir einen Zwischenstopp und bekamen eine kleine Einführung in die Herstellung von Arak(Palm- oder Reisschnaps). Natürlich liessen wir uns eine PET-Flasche mit Arak auffüllen! Wir hatten zwar vom holländischen Paar, das wir auf Fiji kennenlernten, gehört, dass sie unbewusst einmal Arak getrunken hatten und nachher in Todesangst eine Nacht im Hotelzimmer verbrachten. Bei Nachforschungen im Netz wurden sie fünfig, dass auf Lombock vielfach gepunchte oder falsch destillierter Schnaps angeboten wird und es dadurch schon bis zu Todesfällen kam. Wir spürten zum Glück nichts davon ;-), Goris führte uns zu einwandfreier Ware!

In Bajawa angekommen gingen wir essen im Restaurant Lucas und danach zurück zu unserem Hotel Edelweis 2. Dort leerten wir dann die Flasche Arak genüsslich zu viert und lachten uns am Ende der Nacht fast kaputt ohne uns eigentlich gegenseitig zu verstehen.

Bajawa

Am nächsten Tag lernten wir Philipp kennen, ein Ngada (Animismus Religion), der uns für diesen Tag seine Kultur, Landschaft und Volk näher brachte. Goris fuhr uns jeweils von Ort zu Ort. Als erstes gingen wir zu Philipp nach Hause. Er lud uns in seine Hütte ein, in welcher sich die Ritualskammer befand, und erzählte uns von Ngada Traditionen während wir im Schneidersitz sitzend Kaffee tranken und gespannt zuhörten.

Danach ging es ins traditionelle Ngada-Dorf Bena. Dort kauften wir uns drei handgemachte Ikate und bestaunten die, ohne einen Nagel gebauten, Wohnhäuser aus Bambus. Die Hütten ,mit klassischem Palmblattdach (erinnert an Schilfdächer), ziehrten Wasserbüffelhörner und mehrere dutzend Schweineunterkiefer von vergangenen Opferfesten. Diese alten Knochen werden aufgehängt, um sich den Geschenken (Wasserbüllel und Schweine zur Opferung), ,vergangener Ritualstage, aus der Familie zu erinnern.

Danach machten wir eine kleine Wanderung durch den Urwald (1.5h) zum nächsten Dorf: Tololela. Philipp zeigte uns einpaar Heilpflanzen die im Wald wachsen sowie Früchte und Gemüse (Kakao- Kaffee- und Macadamianbäume sowie Vanille- und Manioksträucher, usw.)

Danach fuhren wir zu den Malanga Hot Springs. Wo zwei Bäche zusammen fliessen. Einer ist eiskalt, der andere 40-50 Grad warm. Wundervoll! Dort lernten wir wieder ein paar Touristen kennen, die wir auf der Weiterreise mehrere Male wieder sahen. 😉 Dann gingen wir wieder bei Lucas Restaurant essen (da es das einzige war welches geöffnet hatte) und waren fix und fertig als wir zum Hotel zurück kamen.

Bajawa – Moni

Morgens um acht fuhren wir bereits los, da es gemäss Goris auf der Strecke bauarbeiten gab, welche wir nur von 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr passieren konnten und mussten um an unser Ziel zu gelangen. Gegen Mittag erreichten wir einen dunkelschwarzen Strand mit, vom Meer angeschwemmten, grünen, roten, violetten und gelben Steinen ! Wunderschön! Dort assen wir genüsslich einen Fisch in Kokusnussmilch gebraten mit Reis und trafen die Belgierin wieder, die wir in der heissen Quelle zuletzt gesehen haben. In der Stadt Ende kauften wir einwenig Schokolade ein, weil ich Goris seit beginn unserer Fahrt immer von Schokolade vorschwärmte.

In Moni angekommen, trafen wir wieder auf Marco aus Ruteng. Auch Abends im Restaurant sahen wir ihn wieder und besprachen mit ihm, dass er sich uns bei der morgigen Gnung Kelimutu Besteigung anschliessen kann.

Moni

Um 4 Uhr morgens ging es für uns los auf den Gnung Kelimutu. Drei Kraterseen deren Wasser  auf faszinierende Weise die Farben wechseln! Der Aufstieg war eigentlich noch ganz gemächlich – schön gepflastert und ausgeschildert. Viele Treppen später kamen wir am Gipfel an, wo bereits viele andere Leute aus aller Welt vor Ort waren. Wir tranken einen Village-Kaffee und warteten auf den Sonnenaufgang. Erst als die Sonne langsam aufging, und die Umgebung beleuchtete, erkannten wir die ersten beiden Seen. Was für ein Panorama, absoluter Wahnsinn…atemberaubend! Wir hatten wiedereinmal Glück und die Kraterseen waren nicht mit Wolken bedeckt, der Himmel war glasklar. Wunderschön zischen Sonne und Erde in der Ferne die aufquellende Wolkendecke!!

Danach wanderten wir vom Berg (1690m), via Pemo (1050m), vier bis fünf Sunden hinunter ins Dorf Moni (650m). In der Hälfte wurden wir von einer älteren Frau auf einen Kaffee eingeladen während der Mann uns einige Mandarinen frisch vom Baum pflückte. So freundlich und liebenswürdig, aufmerksam! Der Abstieg war zeitenweise ziemlich steil ,und manchmal sehr eng, der mir recht ins Knie fuhr. (Autsch) So war ich mega froh, als wir am Ende den Wasserfall erreichten und wir die nackten, heissen Füsse im kalten Wasser runterkühlen konnten. Aaahhhh. Christof ging danach mit Goris noch zu der warmen Quelle, während ich mich hinlegte und ausruhte.

Den nächsten Tag gingen wir locker an, schrieben Blog und buchten unsere nächste Unterkunft in Ubud (Bali). Morgen verlassen wir Flores und sagen; Hello again Bali!

Flores kurz und knapp
  • es gibt kleine Busstransporte (Bemos), wenns drin keinen Platz mehr hat, sitzt man auf das Dach. Es ist aber möglich als Backpacker rumzureisen.
  • du kannst kein Moped mieten um von ‚A‘ nach ‚B‘ zu fahren, du musst leider immer zu ‚A‘ zurück um es wieder abzugeben.
  • die Menschen sind wirklich sehr liebenswürdig und nett.
  • die meisten Mädchen und Frauen sind sehr scheu und kichern immer hinter vorgehaltener Hand.
  • die Kinder rufen meistens ‚Hello Mister‘ oder ‚Bule‘ was soviel heisst wie weisser Mensch oder Tourist. Meistens kommen Kinder neugierig auf einen zu um einen einfach anzuschauen.
  • die meisten alten Frauen haben einen roten Mund, sie kauen immer Beetlenuts. Vor dem Haus sieht man immer rote Flecken, da sie von Zeit zu Zeit ausspucken.
  • vergesst Wifi auf der Insel, kauft euch eine Telekomsel SIM-Karte (ab 80000 Rupien) falls ihr Daten braucht. Das angebotene Wifi in den Restaurants funktionniert meistens nicht. In meinem Fall war ich einfach 6 Tage ohne Internet unterwegs – auch easy 😉
  • wenn jemand stirbt, wird ein Baum auf die Strasse gesetzt, damit jeder der vorbei fährt weiss, dass jemand gestorben ist. Das Grab wird dann direkt neben dem Haus gebaut. Meist werden die Gräber überdacht, ausserdem werden sie mit Plättli verschönert und ab und zu ziert ein Abbild von Maria den Grabstein. So oder so wird wohl mehr Geld in die Gräber investiert als ins eigene Haus. Wenn man eingeladen wird, werden auch die Verstorbenen vorgestellt: ‚This is my mother‘ (nicht ‚was‘).

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