Rainbow Beach, Fraser Island

Rainbow Beach

Bis heute weiss ich noch nicht, warum der Rainbow Beach so heisst. Eigentlich sagen sie, aufgrund des verschieden farbigen Sandes, einige Sagen wegen der Aborigines-Legende (Murrawar and the rainbow), wir sahen beim Sonnenuntergang die Regenfarben im Himmel und fanden dass er darum vielleicht so heisst und gestern als es regnete, sahen wir einen Regenbogen am Rainbow Beach. Fakt ist: Es ist ein Beach wie viele andere. Und das Dörfchen ist extrem klein. Hier kann man nichts tun als sich erholen, entspannen, planen oder lesen. Wer was erleben oder Party haben möchte, geht wohl besser nach Hervey Bay oder Noosa. Wir haben die Ruhe und Hängematten genossen.

Fraser Island

K’gari (Paradies) nannten die lange Zeit auf der Insel ansässigen Ureinwohner die Insel. Seit 1992 ist die Insel Unesco-Weltnaturerbe. Jährlich kommt eine halbe Million Besucher auf die Insel. Der Strand ist dabei die Autobahn. Wer alleine die Insel erkunden will, kann es gleich vergessen oder hat sehr viel Geld. Ein Ausflug alleine auf die Insel lohnt sich nur, wenn man mindestens zu Viert ist, da es doch sehr teuer kommt und aufwendig ist (Genehmigungen, Vehicle Service Permit, Camping Permit, 4WD Fahrzeugmiete, Sicherheitsinstruktionen etc.).

Es gibt verschiedene Tour-Anbieter ab Rainbow Beach oder Hervey Bay. Entweder kann man alleine mit dem Auto fahren in einer Gruppe von 4-5 Autos (tag along tours), mit dem kleinen Bus (ca. 16 Leute)(fraserexplorertours.com.au) oder mit dem grossen Bus (bis 50 Leute)(cooldingotour.com oder tourfraser.com). Dann kann man entweder alles an einem Tag machen oder verteilt auf zwei oder drei Tage. Die gängigsten Touren besuchen fast schon standartmässig 75 Mile Beach, Eli Creek, Maheno-Schiffswrack, Pinnacles, Lake McKenzie, Central Station und Coloured Sands. Die Insel besteht komplett aus Sand, ist die grösste Sandinsel der Welt (120 km lang und 15 km breit) und der einzige Ort and dem Regenwald auf Sand wächst. Wieso dem ist wurde uns auf unserer Tour genauestens erläutert.

Wir gingen mit Discovery Tours, zwei Tage und eine Nacht und waren eigentlich ganz zufrieden (375 AU$). Das lag aber vielleicht auch daran, weil wir eine coole Truppe waren und wir Spass hatten. Wir waren nur 16 Personen von ca. 22 Jährigen bis ca.65 Jährigen, was ich eine angenehme Grösse fand und einen guten Mix brachte. Am ersten Tag gingen wir im Lake McKenzie schwimmen. Das war so unglaublich schön da! Das Wasser ist glasklar. Der Reiseleiter meinte, dass es nur drei Lebewesen gibt (Frosch, Fische, Menschen), die in diesem Wasser leben können und dass man nach einem Bad rauskommt mit einer Baby-Haut, da das Wasser ausschliesslich aus Regenwasser bestand und ziemlich „sauer“ sei. Die Haut fühlte sich nach dem Baden wirklich sehr fein an. Der Sand besteht aus 100% purem Siliziumsand und ist schneeweiss. Weiter fuhren wir zur Central Station/Pile Valley (ein Weg mitten durch den tropischen Regenwald entlang des Wanggoolba Creek). Dann gings auch schon zu unserem ersten YHA Hostel (Happy Valley), was nebenbei bemerkt, sehr luxuriös, sauber und gross war. Nach dem Duschen versammelten wir uns zum Nachtessen, um danach zum Strand zu spazieren und uns die Sterne anzuschauen. Irgendwann kamen auch alle Anderen und Daniel spielte Lieder auf seiner Guitarre während David auf dem Dorfschild den Takt schlug. Im Himmel sah man etliche Sternschnuppen und da war so ein Moment, an dem man sich wünscht, er würde für ewig anhalten und niemals vorüber gehen.

Am nächsten Tag regnete es 🙁 Der Tourguide musste ein bisschen umdisponieren wegen der Ebbe/Flut. Zuerst wurden wir zum Maheno Schiffswrack (1935 auf Grund gelaufen) gefahren und danach weiter zum glasklaren Eli Creek. Wir überlegten noch ob wir wirklich baden wollten, liessen uns dann aber auch sehr einfach von Michael dem Tourguide dazu überreden, was sich auch lohnte. Es ist ein Fluss mit sehr klarem Wasser, in diesen liegt man einfach hinein und lässt sich ca. 400 Meter weit von der Strömung treiben. Danach gings schon zurück und wir schauten uns noch die coloured Sands in Rainbow Beach an. Dingos haben wir keine gesehen, Michael meinte es sei eine 50/50 Chance. Immer tourerfahrener 🙂 begannen wir aber auch innerlich ein wenig zu lächeln und dachten uns -Manchmal scheint es so, als locke man Touristen einfach an eine Stelle, die man irgendwie verkaufen kann. Oh ein Fluss, komm wir nennen ihn „Fluss der Weisheit“ und packen noch eine Geschichte rein – ZACK FERTICH und schon hat mein ein weiteres Highlight für eine Tour.

Pippies Beachhouse

In Rainbow Beach gibt es glaube ich nur drei Backpacker. Und alle drei sind nebeneinander. Wir waren im Pippies Beachhouse. Ich weiss noch nicht woran es liegt, aber 95% der Backpacker hier sind Frauen (16-26 jährig). Die Stimmung ist locker und entspannt, in der Küche herrscht Chaos pur. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Balkon und am ersten Abend sogar Schweizer Nachbaren. Wir quatschten bis spät in die Nacht. Auch über Essen, zB. was man so vermisst…(Hackbraten… mhmmm… Röschti… gutes Brot das nicht in Scheiben geschnitten ist…).

Links

Hostel: Pippies Beachhouse
Tour: Fraser Island Discovery

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