Brisbane «Brissie»

So gings weiter für uns Richtung Brisbane, von den Locals herzlich auch „Brissie“ genannt. Für einmal kostete uns die Fahrt nicht eine Nacht sondern nur ein paar Stunden im Greyhoundbus. Brisbane gilt nach Sydney und Melbourne als nächstkommende aufstrebende Metropole Australiens. Bekannt ist die Stadt u.a für ihre vielen Grünflächen, die sich darauf befindenden public Barbequespots und den Fluss dem Brisbane River welcher sich mit mehreren Richtungswechsel und Windungen durch die Stadt schlängelt.
Im Transit Center an der Upper Roma Street in Brissie angekommen, machten wir uns auf um unser Hostel das „Banana Benders“ aufzusuchen, welches sich zu Fuss nur 10 Minuten vom Busbahnhof befindet. Rund ums Banana Benders reiht sich Backpacker an Backpacker. Sowiso schon leicht auf der Anhöhe gelegen, hat jedes Hostel seine eigene Dachterasse, welche eine herrliche Aussicht auf das CBD Brisbane’s bietet. Wie sich dann herausstellte, vermochte unser Hostel mit einer wunderschönen und offenen Terasse, aber genau auf die entgegengesetzte Richtung zu den hügeligen suburbs zeigend, zu punkten. Alles in allem machte das Banana Benders einen sehr guten und chilligen Eindruck, welcher sich dann die folgenden Tage mit etlichen Bekanntschaften festigte. Hey Chris, Jordi, Pol, Sara und Pipa… it was very nice to meet you… wish you all the best for your following plans and travels!!

CBD, City Botanical Garden, South Banks

In unserem neuen, temporären Zuhause eingerichtet, machten wir uns auf ein wenig Brisbane zu erkunden und einzukaufen. Das CBD ist klassisch mit Hochhäusern gespickt. Gleich daneben, quasi auf der anderen Seite des Flusses, liegt die Southbank. Diese gross vorangekündigte Parkanlage hinterlässt Eindruck. Sie wurde nach 1988 auf dem Gelände auf welcher die Weltaustellung stattfand, geplant und erbaut. Sie bietet auf ca. 2 km Länge ein grosses Angebot an Entspannungs- und Zeitvertreibungsmöglichkeiten. Mit schönen Wegen, teils überwachsen, teils eine Art Regenwald, einem künstlichen Beach, mit oder auch ohne Sand, verschiedenen Barbecue-Hut’s und vereinzelten Cafe’s können wir die Vorschusslohrbeeren nur bestätigen. Sehr, sehr cool und schön. Einmal durchquert, landeten wir bei der nächsten Brücke über den Fluss und direkt dahinter im sehr schön gepflegten City Botanical Garden, welcher in einem der zwei/drei Flussknie liegt, welche sich hier natürlich bildeten. Umrundet von fliessend Wasser setzten wir uns ein wenig an die Riverside und genossen die Dämmerung inmitten faszinierenden Planzen wie riesengrosser Bambus oder unzählige Arten von Agaven. Hach..wie schön ist Pa….Brisbane! Geht es uns gut…!! Was für ein Glück was für ein schönes Leben..!!

Australia Zoo, Steve Irwin

…oder auch..Ein Traum Clarissa’s geht in Erfüllung. Steve Irwin’s (Crocodile Hunter) Austrailia Zoo liegt knapp 1.5 Stunden nördlich von Brisbane in Beerwah. Nach gründlicher Recherche :-), mit dem Gedanken keine organisierte Tour buchen zu wollen, machten wir uns auf eine „go-card“, für den hiesigen öffentlichen Verkehr benötigt, zu holen und aufzuladen. Mit dem Zug gings ca. 1.5h Richtung Norden in den Zoo (Halt Beerewah, von dort wird man abgeholt vom Zoo-Bus)

Text Cläry: Und wieder ein Ort, zu dem ich immer hin wollte (wie das Opera House in Sydney). Als Steve Irwin noch im TV kam, schauten ich und meine Mutter regelmässig seine Sendung. Steve ist eine Legende! Am Zoo angekommen, ragt ein riesiger Steve Irwin übers Gebäude, mit offenem Mund und grossen Augen (Look at this). Yeah! Endlich hier! Der Eintritt kostete etwa 65 NZD. Wir sahen uns vieles an, aber der Zoo ist wirklich riesig! Natürlich wollten wir Koala’s sehen, wir durften sie sogar streicheln (als wir bei den Koala’s waren, war eine Show und alle Besucher ausser uns waren in der Show. Da kam eine Angestellte, holte einen Koala und fregte ob wir ihn streicheln wollen. Yeah! Zur rechten Zeit am rechten Ort). Dann gings weiter zu den Kanguruhs, erst war ich einwenig schüchtern, da es ja doch grosse Tiere sind und man nicht gut einschätzen kann, ob sie gestreichelt werden wollen oder nicht. Aber da es soviele Kinder hatte, waren die so zahm, dass auch wir hingingen und sie streichelten. Krass ist auch, dass jeder Besucher ein Selfie macht. Danach gins weiter zu den Krokodilen, von denen es im Australia Zoo richtig viel hat. Und dann noch die Wombats, die wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Ansonsten gleicht sich der Zoo den anderen Zoos in Europa, es hat Tiger, Schlangen, Eulen, diverse Vögel,… alles in allem ein sehr schöner Tag! Der Zoo war übrigens ab 15 Uhr regelrecht leer, da sind alle mit den Kindern verschwunden und es war richtig still. Es hat jedenfalls echt Spass gemacht. Danach gings dann auf den langen Nachhause Weg mit Bus und Bahn.

Moreton Island

Brisbane liegt, 🙂 zur Abwechslung :-), nicht direkt am Meer und um ein wenig im Meer zu Baden oder zu Schnorcheln ist eine der Möglichkeiten, die dem Festland vorgelagerte Sandinsel Moreton Island zu besuchen. Wie auch auf Fraser Island (wird folgen) ist der Aufwand selbstständig auf die Insel zu gelangen zu gross und zu teuer, sodass es naheliegt hier bei den organisierten Trips zuzugreifen. Wir buchten uns einen Delphinbeobachtungstrip mit optionalem Schnochelgang in einem, mit 15!! absichtlich versenkten und angeordneten Schiffswraks erzeugtem, künstlichen Riff. Kosten ca. 100 Euro excl. Schnorchelausrüstung (weitere 20 AUD). Surprise Surprise…am Ende des Tages ein wenig enttäuscht, da wir keine Schildkröten und nur auf dem Nachhauseweg, sehr vereinzelt, Delphine gesehen haben. Ein leicht fader Beigeschmack blieb wegen der Preis/Leistungs Frage zurück. Trotz des grad erwähnten Einwandes war das Schnorcheln in den Wracks sehr schön und aufregend und der Lunch auf dem Boot sehr schmackhaft und vielfältig. Die Fahrt mit der Fähre dauerte vom Ausgangsort zur Insel 40 Minuten auf dem Fluss und nochmals 40 Minuten auf offener See oneway.

Text Cläry: Was für ein tolles Erlebnis. An Board fragte ich mich noch ob es nicht zu kalt ist im Wasser, aber kaum vor Ort hies es einfach: Reinspringen oder keine Fische sehen. Also gar nicht überlegt. Es war super spannend, die überwachsenen Boote unterwasser zu sehen und verschiedene Fischarten zu entdecken. Christof mein Swim-Buddy tauchte ab und zu runter und war teils in riesen Schwärmen drin mit mehreren hundert Fischen. Wir sahen ausserdem Seesterne und Rochen. Ein Rochen war wirklich gigantisch gross. Es war abenteuerlich durch die Boote zu schnorcheln und hat echt riesig Spass gemacht. Danach wurde es dann einwenig langweilig auf dem Boot und man versuchte vergeblich noch Defline und Schildkröten.

Change backpacker free ferry/West-End

Da uns das Hostel und die sich darin befundenen Leute mittlerweile ans Herz gewachsen sind und obwohl wir noch versuchten unseren Aufenthalt im Banana Benders zu verlängern mussten wir am Samstagmorgen wohl oder übel unsere Location wechseln. Dafür buchten wir das, (wieder) an einem anderen Flussknie liegende, Bunk Backpacker. Dieser Backpacker ist massiv viel grösser und unpersönlicher, jünger als unser Letztes. Aber ich glaube auch hier, am Rande des Brisbaner Chinatown, können wir uns wohlfühlen. Um die Stadt noch ein wenig mehr zu erkunden, machten wir uns auf, über die nahegelegene Story-Bridge und die kostenlose City-Hopper Fähre, um einmal mehr die Fähre bei der Soutbank zu verlassen und weiter in das dahinter gelegene Viertel West-End zu gelangen. Es wird als hipperes Viertel angepriesen und ist auch so. Es reihen sich kleine Geschäfte, Bar’s und Futterkneipen aneinander. In der Archive Beer Boutique genehmigten wir uns dann einen Pint lokaler Biere, welche uns sehr gut geschmeckt haben. Somit war dieser Tag auch schon wieder beendet. Es ist Zeit für uns wieder ein wenig nach vorne zu schauen und zu googeln, zu planen, zu buchen, zu träumen, zu……

Mt. Coot-tha/Botanic Gardens

Nun…wiedermal raus aus der Stadt. Die Ostküste ist sehr städtelastig. Wir entschliessen uns mit dem Bus zum Mt. Coot-tha zu fahren, in den nächsten, grösseren Botanischen Garten Brisbane’s. Am Rande des Gartens befindet sich ein Observatorium, natürlich ist es geschlossen (wir haben es nicht so mit den Öffnungszeiten der Observatorien). Zuert liessen wir uns bis zur Endstation auf den „Gipfel“ zu einem Lookout fahren, von welchem aus man die komplette Stadt und sogar die Insel Moreton sehen kann. Es ist ein wundervoller Tag, die Sonne brennt! Wir entschliessen uns einen Walk durch die hiesigen Wälder zu machen. Genaue nennt sich der Track „Aborigenee Arts Trak“ und soll angekündigte 1.5 Stunden dauern. Es geht ausschliesslich bergab und wir sind den schattenspendenden Bäumen dankbar. Der Trak stellte sich als Farce heraus. Entweder zu wenig oder gar nicht gepflegt, sahen wir keine der indigenen Künste wirklich oder sie lagen unter gefallenen Bäumen oder zersetzten sich im Laufe der letzten 25 Jahre nach Eröffnung dieses Tracks in 1988 dem Jahr der ingigenen Völker. Egal Bewegung tut gut. Wir gingen weiter zum Botanischen Garten und besuchten dort das „Fern House“, „Japanese Garden“, durchquerten den „Australien Rainforest“ (bei Regen), Bamboo Grove,…. Wir zählten im gesammten mehr als ein dutzend Wasserechsen welche sich in der Sonne wärmten und uns jeweils argwöhnisch mit den Augen folgten, wenn wir vorbeischlenderten. Bewegt aber haben sie sich selten. Wunderschöne Tiere! Nach einem kurzen Regenschauer, welchen wir im Café des Parks abwarteten nahmen wir den Bus zurück in die Stadt. Nach dem z’Nacht nach der Dämmerung gaben wir uns noch einen Blick von der nahegelegenen Story-Bridge auf das herrlich beleuchtete CBD, um danach gut einzuschlafen und den Tag in den Träumen zu verarbeiten.

Chinatown/New FARM

Direkt neben unserem Backpacker, war Chinatown. Hier gönnten wir uns wiedereinmal ein „auswärts“ essen. Im Tisch integriert war ein „Grill“, dort konnten wir draufhauen was immer wir wollten, à discretion. Verschiedene Fleischsorten, Gemüse, Zwiebeln und nebenbei gab’s fritierte Oktopussringe, Frühlingsrollen, Dumplings, Reis, eingelegte Zwiebeln, Edamame,… es war sooooo unglaublich lecker, dass ich wieder Hunger kriege, wenn ich nur daran denke.

Am letzten Tag sahen wir uns dann noch das New Farm Viertel an. Es ist einwenig verlassen, trumpft aber auf mit vielen Hipster-Shops und Kaffee’s. Wir entdeckten dort eine klasse Bar und sumpften einen Abend lang richtig ab. Bloodhound hiess sie und liegt an der Brunswick St. Kann ich nur empfehlen. Was auch cool aussah war „Bits and Burgers“ an der James Street.

Gedanken

Genau einen Monat nun in Australien!! Zweieinhalb Monate unterwegs!! Auf der anderen Seite von unserem Zuhause!! Ca. 20000 km Luftlinie!! Südliche Hemisphähre alles irgendwie anders-Orion steht kopf-Herbst statt Frühling-die Autos fahren links-die Fussgänger laufen links-auf der Rolltreppe „links stehen rechts gehen“. Unsere Erfahrungen zu teilen gibt uns Regelmässigkeit, Struktur, festen Boden, Freude am Teilen (nicht nur unter uns). Manchmal füllt es aber auch einfach nur eine kleine Ecke tote Zeit :-). Es gefällt uns sehr. Das Andere, das Neue, das Unbekannte, die Vielfältigkeit unserer Welt!

Links

Hostel Brisbane: Banana Benders
Tour: Moreton Island mit Dolphins in Paradise
Australia Zoo
Bus/Bahn: Go Card Brisbane

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