Sydney

Opera House, Royal Botanic Garden

Da sieht man das Haus über 35 Jahre lang auf Bildern und dann ist der Moment endlich da, wo man um die eine Häuserecke kommt und das Gebäude dann endlich live vor sich sieht. Wow! Wie ein Traum der gerade wahr wird. Irgendwie kann man es dann im einen Moment immernoch nicht glauben, dass man jetzt wirklich an diesem Ort ist, an dem gefühlt schon alle waren, ausser man selbst – aber dann gewöhnt man sich daran und geniesst einfach nur noch. Natürlich tranken wir ein Bier an der Opera House Bar und genossen die Sonne und die lockere Stimmung. Von nahem sahen wir dann auch, dass das Dach vom Opern Haus, eigentlich „einfach“ aus über 1 Million selbstreinigender Plättli „geplättlet“ ist. Danach kann man sich super im Royal Botanic Garden vom Trubel erholen und wieder Stunden im Park laufen oder liegen. Herrlich.

Sydney Harbour Bridge, Luna Park, Secret Garden

Ein Walk über die bekannte Brücke musste sein. Mit 134m Höhe, 1149m Länge, fast 50m Breite und einem Gewicht von über 53000 Tonnen ist die Brücke die grösste und schwerste (nicht längste) Stahl-Brücke der Welt (1932). Das Wetter war bei uns durchzogen und so wurden wir mal nass, dann wieder wind-getrocknet, dann schien die Sonne und dann regnete es kurz wieder. Am Ende der Brücke, erreichten wir dann den Luna Park, in den man auch gratis rein kann, man zahlt nur für die Bahnen, die man fahren möchte. Danach liessen wir den Luna Park hinter uns und spazierten zu einem „Secret Garden“ den Christof im Internet fand. Ein wunderschöner und wirklich sehenswerter grüner Park, der von den Anwohnern selbst gewartet und gepflegt wird.

Darling Harbour, The Rocks

Darling Harbour wird von einem Reiseführer schön beschrieben: Eine Touristenattraktion aus der möglichst viel Geld herausgepresst wird. Jeder möchte profitieren, ein Restaurant folgt auf das andere, und ein Boot reiht sich an das Nächste. Bei uns wurde der Quai gerade verlängert und das Virtel einwenig umgebaut, nichts desto trotz ein schöner Ort. Hier kann man an der Hafenpromenade entlang laufen bist zum Circular Quai. Dort kann man stundenlang Menschen beobachten oder Strassenmusikern zuhören. Bei „The Rocks“ sieht es schon einwenig anders aus, hier erlebt man das „alte“ Sydney. Ich empfehle den „Nurse Walk“, da entdeckt man kleine Shops, Restaurants und es ist nochmals ein ganz anderes Feeling von der Grossstadt plötzlich in der „Altstadt“ zu sein. Kopfsteingepflasterte Gassen und Häuser im Kolonialstil. Dort haben wir uns das Museum angesehen und einwenig über die Geschichte Sydneys gelernt.

Cockatoo Island

Sontags wird Fähre gefahren. So fuhren wir für 2.50 NZD Richtung Parramatta und machten einen Zwischenhalt auf der Cockatoo Insel. Cockatoo Island ist die größte Insel im Hafen von Sydney in New South Wales.

Von Bondi to Coogee Walk

Für diesen Walk haben wir uns einen Tag Zeit genommen, eigentlich schafft man ihn in 3h aber wir haben ja keinen Stress. Von Kings Cross zur Bondi Junction sind es nur zwei Haltestellen, ein kurzer Walk und schon ist man am berühmten Bondi Beach. Der Bondi Beach liegt nur 8 km von der Stadt Syney entfernt und ist deshalb auch oft voll mit Menschen. Von da gehts weiter über Tamarama Beach, Bronte Beach, Clovelly Beach und landet am Schluss am Cogee Beach.

Kings Cross, Woolloomooloo

Unser Hostel war das „Eva’s Backpacker“, mittem im Kings Cross Viertel und wir können es jedem von euch ans Herz legen. Wir fanden es ein wirklich tolles Hostel. Sehr sauber, gute Küche, tolle Dachterasse und die Backpacker die ebenfalls dort sind, sind meistens solche, die auch länger da sind (teils schon über 4 Monaten). Jeden Abend haben wir jemand neues kennengelernt und gemeinsam Wein getrunken. Vom Hostel zum Woolloomooloo Bay dauert es nur ca. 150 Treppenstufen runter und schon steht man bei „Harry’s Cafe de Wheels“. Hier haben wir uns einen Pie gegönnt mit Kartoffelstock und Erbsenpürée und Fotos angesehen, von den Berühmtheiten, die hier schon gegessen haben (Pamela Anderson, Tom Hanks, Hugh Jackmann, um nur einige zu nennen).

Backpacker des Grauens, Manly Beach, Shelly Beach

Nun, wie wir es ja schon in Melbourne gehalten haben und obwohl es uns in Eva’s Backpacker sehr gut gefallen hat (hier 5 Nächte), wollten wir nach einer gewissen Zeit das Hostel wechseln und entschieden uns für weitere drei Nächte in das „Astra Backpackers“ in Manly Beach weiterzuziehen. So kriegen wir noch einen anderen Eindruck aus einer anderen Ecke dieser riesigen Metropole. Manly Beach gehört mit Bondi Beach wohl zu den bekanntesten stadtnahen Stränden Sydneys. Das „Astra Backpackers“ wurde online als eines der etlabiertesten und ältesten Hostels des „Quartiers“, wie auch schon das Eva’s in Kings Cross, angepriesen. Frohen mutes sind wir angekommen, haben die Formalitäten mit Mark, dem Host, geklärt (welcher uns schon mit „Clarissa?“ erwartete – sehr symphatisch, easy, cooler Typ) und bezogen unser Zimmer. Beim Zimmer betreten, fiel uns auf anhin der sehr abgenutzte Spannteppich – ergänzt mit zwei weiteren eher älteren Badezimmerteppichen – und das schon recht verbrauchte und schlecht zusammengestellte Mobiliar ins Auge. Genau so unpassend und lustlos wie das zusammengestellte Mobiliar präsentierte sich auch das bereitgestellten Geschirr und Besteck. Ich glaube das waren alles Einzelstücke und glichen sehr klassischer „Firmen-Give-Aways“ bzw. Brockenhaus-Stücken. Seis drum, hat uns eher lustig gestummen (Stichwort Nachhaltigkeit!=GUT) als gestört.
In der orange/lachsfarben gestrichenen Wand hinter dem Bett klaffte ein Loch in der Wand mit einem Vermerk auf einem daneben „hingetagten“ Zettel worauf geschrieben war:“man solle doch bitte nicht gegen die Wand lehnen“. An der Zimmertüre hing zudem noch ein A4-Zettel voller Dinge, was man alles zu unterlassen habe um keine Extra-Gebühren zu kreiren. So dachten wir uns, dass hier wohl so ziemlich alles ins Detail geregelt zu sein scheint. „Eingerichtet“ d.H Taschenposition bestimmt und Bett bezogen, machten wir uns auf das Hostel zu erkunden Küche, Wäscherei, Chillout-Ära, usw. Die Küche liess uns stutzen, sie war klein, unordentlich und auch ein wenig dreckig. „Tja, gibt’s ja mal während des Tages wo mehrere Leute sich die Facility teilen!“ dachten wir uns und ignorierten dies gekonnt. Auch der sehr kleine Hinterhof mit einem schmutzigen Plastiktisch mit vier bis fünf ziemlich verbraucht scheinenden Plastikstühlen vermochte uns nicht zu überzeugen und zeigte sich ganz anders als in den Fotos, welche online einsehbar sind. Wen wunderts ;-)….Als wir mit unseren Einkäufen (Tomaten für Salat, eine Zwiebel, Müsli, Milch usw.) zurückkehrten und es in die zugewiesenen Küchenschränke verräumen wollten, lachte mich nach dem öffnen des Türchens doch promt die erste Schabe an. Nun auch dies ist in wärmeren Ländern keine Seltenheit und kannte ich aus äusserst sauberen Küchen in Bolivien schon, und vermochte uns nicht wirklich zu schocken. Lässt sich scheinbar einfach nicht vermeiden, da Türen zur besseren Luftzirkulation oft offen gelassen werden, macht es der Natur einfacher ins Hausinnere zu gelangen. Nun im Kühlschrank räumten wir dann erstmal ein paar alte und angefangene Irgenwas aus unserem Körbchen um Platz für unsere frischen Lebensmittel zu machen. Nun alles schien uns allmählich einfach dreckig, unkontrolliert und einfach nicht gepflegt. Abends dann als wir uns nach der Dämmerung an die Zubereitung unseres Nachtessen machten, traf uns fast der Schlag, weil halt nun alles voller Schaben, Ameisen und anderen Tieren war. Der Gang durch die Küche machte nun einfach keinen Spass. Überall lagen unabgewaschene Pfannen und Kochrückstände rum und es begann uns echt zu ekeln. Dies zog sich die ganzen weiteren Tage so weiter, was wohl den einigen jüngeren, versifften und recht strangen Hostelgästen zu verdanken war… und natürlich Mark, welcher wohl einfach keine Lust hatte zu putzen und Ordnung zu halten – sondern lieber abends vor unserem Fenster mit seinen Freunden sich betrank. Wobei wir glauben dass er wohl einfach überfordert war mit allem, was man in diesem schönen Haus alles tun könnte/müsste/sollte. Wir beschlossen dann einfach uns so wenig wie nur möglich in der Küche aufzuhalten und kochten die folgenden Tage nicht. Am letzen Tag waren übrigens diverse Oktopuss-Stücke am Boden in der Küche verteilt. Clarissa als einzige Frau im Haus, musste ausserdem den WC-Ring immer hinunterklappen – welcher übrigens eigentlich schwarz war aber durchs nicht putzen bereits gelblich/weiss, wenn er dann nicht bereits wieder nass war…

Wir assen bis auf das Müsli mit Früchten am Morgen dann hauptsächlich in Manly was entgegen dem Hostel sehr zu überzeugen vermochte. Man konnte sich an mehreren Stellen in der Fussgängerzone (leicht verchlortes) Trinkwasser in seine Flache abfüllen, welche wir für den Gang an den Strand jeweils füllten und auch brauchten bei den hiesigen Temperaturen.

Um dem Hostel zu entfliehen gings am ersten Tag zum Manly Beach dem Grössten der drei naheliegenden Strände von Manly. War gut… hohe Wellen und wie hier üblich nur in einem durch zwei Fahnen (ca. 100m) gekennzeichneten Bereich zum Baden. Der Rest ist den Surfern überlassen, da diese 1. mehr Platz brauchen, 2. zu gefährliche Unterströmungen zum Baden herrschten und 3. der Badebereich durch einen Lifegard überwacht ist. Den nächsten Tag zog es uns ein wenig weiter an den Shelly Beach, welcher sich um ein vielfaches ruhiger und dementsprechend schnorchelbarer präsentierte. Es machte uns hier mehr Spass als am Main Beach und die Unterwasserwelt präsentierte sich unerwartet artenreich in Anbetracht der vielen Badegäste. Zudem wurde am Nachmittag, an welchem wir den Tag dort verbrachten, noch auf dem Strand geheiratet. War lustig anzusehen.

Treffen mit Remo

Um weiter dem Backpacker so fern wie nur möglich zu bleiben und aus weitaus erfreulicheren Gründen verabredeten wir uns für den Samstag mit Remo (einem alten Gspänli aus Clarissa’s Kindheit aus dem Toggenburg). Für Clarissa und ihn war es ein Wiedersehen seit über 15 Jahren, für mich eine schöne neue Bekanntschaft draussen in der Welt. Remo ist wie schon erwähnt vor einiger Zeit für unbestimmte Zeit nach Australien gereist, einen Job in seinem Metier gefunden, gearbeitet, sich in Land und seine dazumals zukünftige Frau verliebt und scheint nun mit ihr und mittlerweile zwei Buben seine Zukunft hier zu planen. Können wir sehr gut verstehen. Hier nochmals ein riesiges Dankeschön an Remo, Alex(ander), Chris(topher)-ich vermisse euch auch schon- und auch Kristine (die leider Krankheitshalber zu Hause geblieben ist) für diesen wundervollen Tag!

Remo führte uns durch die Suburbs Sydneys nach Palm Beach, dem Leuchturm auf einer Anhöhung (Barrenjoey Lighthouse
Ku-ring-gai Chase National Park), nach Newport ins Arms zum Late Lunch, zum Fairfax Lookout und zurück nach Manly um noch zusammen ein superfeines Mövenpick-Glace zu verspeisen, welche halt doch weltweit die Besten sind ;-), da kommen also auch die Italiener nicht ran!

Unser letzter Tag in Syndey

Nun das wars von Manly. Am Weiterreisetag verliessen wir um 09:30 Uhr das Astra, die Türe hinter uns geschlossen, atmeten wir einmal tief ein und waren glücklich diese eher gruselige Erfahrung im Hostel hinter uns zu lassen. Wir tranken einen wunderbaren Kaffe, assen eine Scheibe Bananenbrot in der Manly Warft und bestiegen die Fähre zurück Richtung Circular Quai, um den Tag nochmals im Zentrum zu verbringen. Wir sahen uns Paddy’s Markets an, liefen durch Chinatown, pilgerten erneut zum Darling Harbour, schlenderten beim Sonnenuntergang über die Pyrmont Bridge und setzen uns bis es anfging zu regnen in den Hyde Park wo wir Strassenmusikern zuhörten. Danach gingen wir zur Central Station wo unser Bus fuhr, leider waren da soviele Obdachlose (ein 150 Kilo-oben-ohne Mann z.B. wollte eine Zigarette und dass wir sein Telefon anfassen), dass es einwenig unangenehm war. So gingen wir wieder hinaus, tranken einen Kaffee und führten ein tiefgründiges und super Gespräch über Gott und die Welt. Um 22:30 Uhr stiegen wir in den Greyhound-Bus um unsere nächste Destination anzupeilen. Schliefen mehr schlecht als recht und kamen 12h später in Byron Bay an. Tschüss Sydney du hast uns Eindruck gemacht! Hallo Byron Bay wir freuen uns auf Sonne, Sommer, Sonnenschein… es wird heiss!

Zug-, Bus-, Fähre-Ticket in Sydney

Ist alles das Gleiche – die Opal-Karte. Wenn man eine hat, lädt man einen Betrag drauf und kann damit mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Wirklich eine tolle Sache. Jeweils am Sonntag kostet ausserdem alles nicht mehr als 2.5, auch wenn du 8h Fähre fahren würdest. Natürlich haben wir das ausgenutzt. Der Preis, den du pro Fahrt zahlst, berechnet sich dann automatisch, du stempelst ein und wieder aus. In der Rush Hour – am Feierabend, sind die Preise höher.

Die Australier

Was ich unbedingt noch erwähnen will: Die Australier sind super nett und wirklich sehr aufmerksam. Sobald man mal zwei Minuten mit der Karte da steht, kommt sicher jemand auf einen zu „May i help you?“. Oder sitzt man sich auf den Boden, klopft dir sicher schon jemand auf die Schulter und sagt dir, wo noch ein Stuhl frei ist.

Telefonieren in Sydney, Lycamobile

Da Clarissa sich seit 14 Tagen immernoch mit den Rückenschmerzen durch die Stadt schleppte, war es Zeit, einen Arzt in der Schweiz zu konsultieren (durch Krankenkasse so geregelt). Aber das ganze Entwickelte sich zu einem richtigen Orientierungslauf. Clarissa’s Handy-Abo läuft zwar noch, ein Telefonat in die Schweiz kostet aber 2 Franken pro Minute, ist also keine Option. Als erstes fragten wir im Backpacker, ob sie wisse was es für Möglichkeiten gebe. „I have really no idea“. So gingen wir auf die Suche nach einem öffentlichen Telefon – schliesslich gibts das ja in der Schweiz auch. Online sind wir fündig geworden, es gibt ganz viele hier in der Nähe. Also los. An der Telefonzelle angekommen, merken wir schnell, man braucht eine Telsta-Karte. Also gingen wir in den ersten Kiosk und fragten ob sie solche verkaufen – No. Auf dem Weg trafen wir auf das Touristinfo, fragten was wir tun können, wir wollen in die Schweiz telefonieren. „What?!“ „Hmmm“ „Nonono“ „Can’t you just write an Email?“ Sie meinte dann nach langem hin und her, dass wir doch mal bei der Post nachfragen sollen. So liefen wir Richtung Post und fragten da die Dame, wie wir denn am besten zu einer Karte kommen, oder ob sie wisse, wie wir am einfachsten in die Schweiz telefonieren könnten. Auch diese Frau sah uns an als wären wir Aliens. Jaja, früher gabs das mal, dass man telefoniert habe. Wir sollen doch mal den Kiosk gleich neben der Post fragen, vielleicht wissen die was. Der Kiosk schickte uns in die Post, vielleicht wissen die ja was. Wir liefen zur „Library“. Auch da wussten sie es nicht. Wir schauten wie teuer ein Handyabo ist und ob es eines gibt, mit dem man in die Schweiz telefonieren kann. Gab es. Gingen wieder in einen Kiosk, kauften uns für 2 Dollar ein Abo, haben 10 Dollar Guthaben darauf geladen und mussten dann erstmal das Abo aktivieren. Dazu wieder zurück in die Bibliothek, dort gemerkt dass ich den Pass vergessen hatte,… (…) schlussendlich, telefon aktiviert, Guthaben draufgeladen, Telefonnummer eingegeben: „this phone number is not authorized in our network“ – AAAAHHH!! Der Krankenkasse geschrieben und um eine neue Nummer gebeten (keine 058 Nr.) und wieder gewartet…

Links

Hostel: Eva’s Backpackers
Bus/Fähre/Metro: Opal Card

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