Melbourne

23.

Bahm! Gegen 23 Uhr landete unser Flieger in Melbourne. Wir die wir direkt vom Land kommen, waren grad einwenig überfordert mit dieser Grossstadt. Überall Menschen auf der Strasse, eine Fritten-, Döner- oder Sushi-Bude nach dem Anderen, vor denen entweder bluffende Männer stehen oder kreischende, angetrunkene Kurz-Röcke-Trägerinnen. Dazu kommen riesige Hochhäuser, viele Lichter und viel Verkehr und Lärm. Wir liefen zu unserem Hostel und checkten um ca. 1 Uhr morgens ein. Im Zimmer suchten wir uns unser Bett (Gemeinschaftssaal mit vier Betten) und versuchten zu schlafen.

24.

Gestern sind wir bereits 17’000 Schritte gelaufen und heute werden es wieder so viele sein. Clarissa die sonst 3’000 Schritte pro Tag gelaufen ist, hält das ganz schön auf Trab und die Rückenschmerzen hören und hören einfach nicht auf. Das Budget von je 100 Franken am Tag wird in dieser Grossstadt schnell auf die Probe gestellt… da zahlt man doch ca. 70 für die Übernachtung, gibt sein Geld aber in vielen Kaffee’s aus, und da wir jetzt auch nicht mehr selber kochen, gehen wir auswärts essen, was auch teuer ist. Wir müssen erst noch in diese Backpacker Sache reinwachsen…
Den Tag durch liefen wir durch das Chinatown Precinct und sahen uns das Fitzroy Viertel an (das coolste Viertel der Stadt mit hippen Hinterhof-Kaffees). Ausserdem schliefen wir einpaar Minuten in den Carlton Gardens – ein sehr schöner Stadtpark beim Melbourne Museum.

25.

Heute zog es uns zwecks Einkauf zum Queen Victoria Market, ein Markt auf welchem Früchte, Fleisch, Gemüse und allerhand Schischi verkauft werden. Am Abend gingen wir auf das grösste Wohnhaus der Welt (300 m). Mit neun Metern pro Sekunde im Lift, ist man bereits nach 40 Sekunden im 88igsten Stockwerk. Wir gingen am Abend und uns erwartete oben ein Lichtermeer und das erste Bier in schaukelnder Höhe. Der Turm bewegt sich bis zu 40cm pro Minute von links nach rechts. Danach gingen wir ins Irish Pub wo wir uns einfach immer unglaublich wohl fühlen (Irische Live Musik, Guinness und betrunken-singende Männerrunden). Wir lieben es.

26.-30.

In einer steets wachsenden Metropole wie Melbourne ist es von Morgens bis Abends laut. Seien es die unzähligen Baustellen, die Abfallentsorgung (jeweils Nachts vor unserem Fenster) oder die vorbeirasselnden Trams, welche sich durch die Menschenmassen der Rush-Hour schlängeln. Langsam haben wir uns daran gewöhnt und bewegen uns schon sehr sicher und vorallem schneller durch das Zentrum (CBD) dieser Stadt.

Um diesem Trouble zu entkommen, haben wir uns die kommenden Tage die Vorbezirke (suburbs) vorgenommen. In St. Kilda z.B winkt der Beach und auch ältere Häuser aus dem geschichtlicheren Melbourne als das neue Zentrum. Gesagt getan. Da wir nun die Tram-Free-Zone verlassen, brauchen wir einen ÖV-Pass. Diesen fanden wir in der Touristen-Information am Federation Square zu je 15 Dollar (in Melbourne wird nach Zeit und nicht nach Stecke verrechnet) und bestiegen ein Tram Richtung St. Kilda Beach und The Esplanade. Das Quartier ist leicht heruntergekommen aber charmant. Es brauchte nicht lange als uns das „der Kiosk“ genannte Häuschen am äussersten Ende des Piers ins Auge stach und da wollten wir anschliessend hin. Wir spazierten raus und genehmigten uns ein paar Informationen auf Tafeln über Tiere die sich in den Steinen des Piers aufhalten (Pinguine und ca. 40cm grosse Wasserratten) und einen Kaffee bzw. Orangensaft im geschichtsträchtigen Häuschen. Dieser Kiosk nahm in vergangenen Tagen bis hin zu Royals, die britische High-Society, welche Melbourne oder Australien besuchten in Empfang. Zurück liefen wir ein wenig durch eine quirlige Einkaufs- bzw. Schlemmerstrasse zur Tramstation und fuhren just bevor es zu stürmen begann zurück in die Stadt und nutzten das schlechte Wetter für einen Besuch im ACMI. Das ACMI – im Federation Sqare ansässig – widmet sich der Geschichte des bewegten Bildes (engl. Motion Pictures) also Film, special effects aber auch bis hin zur digitalen Welt des Internets und der Animations-Austellung. Eine wahnsinns Erfahrung – aber nie und nimmer in 45 Minuten machbar. Wir sagten zu uns, dass wir unbedingt in den folgenden Tagen nochmals kommen müssen. Das taten wir dann auch…zwei Mal. Die Ausstellung war gratis bzw. über Spenden finanziert.

An den folgenden Tagen fanden wir uns auch immer öfters in der staatlichen Bibliothek wieder zu einer Partie Schach. Die Bibliothek befindet sich in einem riesigen, sehr alten und massiven Gebäude und verfügt ausserdem über das Beste frei zugängliche wifi, welches wir bislang entdeckt haben.

Die folgenden Tage verbrachten wir in Collingwood, Carlton und Fitzroy manchmal zu Fuss, zu Tram oder auch einmal auf dem Fahrrad. Die Fahrräder kann man für 3 Doller für eine halbe Stunde lösen. Klingt günstig und sind hauptsächlich für eine schnelle Fortbewegung in der Stadt gadacht. Wir bezahlen am Ende dann doch je 17 Dollar, da wir die Fahrräder für ca. 2 Stunden ein wenig zweckentfremdet haben. Trotzdem…es hat uns sehr gefallen und somit hat es sich auch gelohnt.

Nun war es an der Zeit uns aktiv auf das Adieu-Sagen aka Kofferpacken einzustellen. Es stand uns ein langer Tag (30.3.) bevor. Um 10.00 Uhr stand wie immer der Checkout an und der bereits gebuchte Greyhoundbus fuhr erst um 22.00 Uhr ab Southern Station über Canberra nach Sydney wo wir unseren nächsten „längeren“ Aufenthalt angedacht haben.
Melbourne ist aus unserer Sicht eine absolut lohnende Destination in Australien und mit ihrer sehr charmanten, einladenden Art ein genialer Start für eine Reise entlang der austrlischen Ostküste hinauf nach Cairns.

Links

Hostel: United Backpackers /
Space Hostel
Bus/Tram: Myki Card

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