Cape Reinga, Weipoua Forest & der erste Kiwi

Frühmorgens um 7 Uhr wurden wir wach und standen bei Sonnenaufgang auf. Mit einem Kaffee in der Hand, betrachteten wir nicht nur den Sonnenaufgang, sondern bestaunten auch eine Familie Cormorane, die neben dem Fluss auf einem Baum sassen.

Dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Cape Reinga. Meistens sind die Strassen hier im Norden sehr leer und nur ein Auto alle 20 Minuten kreuzt den Weg. Cape Reinga ist der nördlichste Punkt von Neuseeland. Es war sehr eindrücklich und spirituel.

Danach fuhren wir in Richtung Weipoua Forest, wo wir uns den „lord of the forest“ – Tane Mahuta ansahen. Ein Kauri Baum mit 13.8 Meter Umfang und 51.5 Meter Höhe. Atemberaubend!! Ein Stück weiter erwarteten uns Jahrtausende stehend, die „four sisters“ und der „father of the forest“ – Te Matua Ngahere. Ein Weiterer Kauri Baum mit 16.4 Meter Umfang und 29.9 Meter Höhe. Dabei trafen wir auf vier Schweizer aus Affeltrangen, die Maja (Christofs Schwägerin) kennen. Sie sei sogar mit dem Bruder in die gleiche Klasse gegangen. Die Welt ist soooo gross und doch so klein.

Nach sovielen Eindrücken, fuhren wir in Richtung Campingplatz, mitten in einem Kauri-Wald. Auf der Strasse hierhin, überquerten mehrere Kaninchen die Strassen, nach zehn hörten wir auf zu zählen. Am Camping angekommen, kam ein Typ auf uns zu „i’ll shoot some rabbits tonight“. Er habe bereits am Nachmittag 25 Stk. geschossen und werde am Abend nochmals ein paar schiessen. Wir kochten uns eine Gemüsepfanne und gingen mit vollem Bauch mitten in der Nacht auf einen Spaziergang . „Night Bush Walk“ heisst der Trail und mit unseren Stirnlampen (auf die wir rote Folie kleben mussten, damit die Kiwi’s nicht erschrecken) liefen wir in den dunklen Wald los. Immer wieder horchten wir auf…..nichts. Wieder ein wenig laufen…..horchen….nichts. Nach etwa 1.5h Stunden hörten wir auf einmal etwas rascheln und wir blieben stehen. Da war etwas!?! Es war einwenig unheimlich, da es klang, als wäre da etwas richtig Grosses unterwegs. Wir stellten uns einen Kiwi eigentlich etwa so gross wie ein Huhn vor. Lange blieben auf der gleichen Stelle stehen, doch sahen noch immer nichts. Plötzlich, wie aus dem Nichts, lief uns ein Ranger mit einer 15-köpfigen Truppe im Anhang und mit einer besseren Lampe bestückt über den Weg, er zündete auf den Kiwi und da sahen wir ihn kurz. Der Ranger sagte: „Oh that’s a big one. Never have seen one this size before“. Die Gruppe zog dann weiter aber wir blieben an dem Kiwi dran, schliesslich hatten wir ihn nur kurz gesehen. Und tatsächlich, da lief der Kiwi direkt unter Christof durch (wir liefen auf einer Erhöhung (Brücke)). So nah! Wahnsinn! Der Kiwi war etwa so gross wie ein Truthahn, die wir hier übrigens auch regelmässig am Strassenrand sehen. Dann folgten wir dem Trail weiter und verliefen uns im Wald… haha. Wirklich wahr. Zum Glück trafen wir wieder auf den Ranger und er konnte uns den Weg zurück zum Campingplatz erklären. Müde fielen wir ins Bett.

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