Flores, Nusa Tenggara

Fotos folgen

Labuan Bajo, Villa Seirama Alam

Wir hatten schon auf diversen Blogs vom Guru (Imam) gelesen, der die ganze Zeit ins Mikrofon singt. So haben wir geschmunzelt, als wir ihn dann das erste Mal auch hörten. Er liest fünfmal am Tag (4/9/12/15/18 jeweils 20 Minuten) aus dem Koran, dabei ist das Mikrofon auf voller Lautstärke und beschallt damit die ganze Stadt. Da jetzt Ramadan ist, hat er nur einen Monat Zeit um den ganzen Koran vorzusingen.

Da in der Villa bereits alle Doppelzimmer ausgebucht waren, erhielten wir ein kleines Häuschen zugeteilt. Wir wohnten luxuriös in unserem eigenen kleinen Haus mit zwei Schlafzimmer, einem Balkon mit atemberaubender Aussicht, Aussenküche und Sitzplatz, Bar, Dusche/WC. Jeden Tag konnten wir vom Balkon aus den Sonnenuntergang bestaunen. Wirklich wundervoll! Und wir hatten für uns unübliche Haustiere: Zwei Tokeh-Gekkos!

Labuan Bajo selbst ist nicht wirklich eine Augenweide. Im Gegenteil!! Es ist eine kleine Stadt mit vielen Touristen und noch mehr Abfall der überall herumliegt. Jeden Freitag wird, in Angesicht der imensen Masse ein wenig verzweilfelt, einiger Müll von den Trash Heros eingesammelt. Die Locals in Labuan Bajo leben selbst sehr arm, waschen sich in den kleinen verschmutzten Gassen die Haare während sich die Touristen eine warme Dusche gönnen können.

Pulau Rinca, Pulau Komodo (Nationalpark), Schnorcheln, Ojemine

Ein Tagesausflug nach Rinca um Komodovarane zu sehen! Obwohl wir nicht mehr Anfänger in dem Bereich sind, stürzten wir direkt in den ersten Anbieter und buchten uns gleich die erste Tour ohne andere Angebote einzuholen. Hahaha. Unsere Fragen wurde so gut wie nicht beantwortet (oder einfach immer mit ja) und so liessen wir uns auf das Abenteuer ein. (Schlussendlich waren wir sehr zufrieden mit dem Touranbieter und zahlten für die Rinca-Tour 350’000 Rp/Anbieter: Hartini Adventure (Fernando)). Wir waren mit fünf anderen Touristen an Board und es ging los Richtung Rinca. In der Bucht Loh Buaya gingen wir vor Anker, zahlten je 250’000 Rp Nationalparkeintritt (150000 Rupien NP-Eintritt, 5000 Wanderbescheinigung, 15000 Tierbeobachtungsbescheinigung, 50000 für die Guides und der Restbetrag ?? ) , erhielten zwei Ranger mit Stock und begaben uns auf den stündligen Rundgang auf der Insel. Schon nach wenigen Metern sahen wir einen Varan. Jeah! Der Ranger meinte es liege am Glück, wieviele man während des Rundgang zu sehen bekommt und wir hatten wohl richtig viel Glück denn wir sahen im gesamten 14 Stück! Ein Männchen war riesig, ca. 2.5 – 3 Meter lang! Wahnsinn! Sehr eindrückliche Tiere!

Danach gings für uns an den ersten Schnorchelstop: Die Insel Kanawa! Hinein ins Wasser schon entdeckten wir einen riesigen Seestern! Richtig gross, orangegelb mit Noppen. Und eine riesige blaue Nacktschnecke! (ca. 30 cm) Und riesige Korallengärten! Die Strömung ist mal warm mal kalt. Die Fische sind grösser und wieder anders als alles, die wir bis jetzt unter Wasser gesehen haben. Wieder eine unglaubliche Artenvielfalt und glasklares Wasser. Wundervoll!

Der nächste Schnorchelstopp war bereits näher an Labuan Bajo, das Wasser war milchiger,unruhiger und dreckiger. Am Boden fand man ab und zu Plastiktüten, während am Strand Plastikflaschen angespühlt wurden. Christof entdeckte einen kleinen Riffhai(Blacktipped Riffshark), während ich das Land aufsuchte und es mir immer schlechter und schlechter ging. Kaum waren alle wieder auf dem Boot übergab ich mich viermal direkt aus dem Boot und entschuldigte mich bei dem Kerl, der das Boot an Land losbinden sollte und der jetzt sichtlich keine Lust mehr hatte, nochmals ins Wasser zu gehen und das Tau loszubinden. Die Brühe schwappte unter uns – die Fische freute es – mir gings besser. Ein Typ von einem anderen Boot half ihm dann das Seil loszumachen und wir fuhren Richtung Labuan Bajo. Natürlich entschuldigte ich mich auch bei den andern, während die dann nur meinten: ‚I’m sorry for you!‘ was mich sehr beruhigte (nicht dass ich deren Trip kaputt machte). Im Hafen angekommen, suchten wir uns einen Mopedtransport. Froh zuhause zu sein, duschte ich kurz und lag den ganzen Abend flach mit extremen (!!) Kopfschmerzen während Christof sich den nächsten Trip zum Manta Point organisierte und mich mit Tee, einer Suppe und trockenen Crackern versorgte für den nächsten Tag.

Komodo-Natinalpark, Pulau Padar, Pink Beach, Manta Point

Da sich abzeichnete, dass wir nicht zurück nach Labuan Bajo reisen werden, wollte ich unbedingt am darauffolgenden Tag zum Manta Point. Ich sprach schon lange davon mit Mantas zu schwimmen, dass ich diese Chance einfach wahrnehmen musste, ganz zum Trotz des schon ziemlich langen vorangegangenem Tages/Bootsritt. Da sich Clarissa von jenem noch nicht ganz erholt hatte, musste ich Wohl oder Übel alleine los. Ich entschloss mich die guten Erfahrungen des letzten Ausflugs zu huldigen und setzte mich in die gleiche Travelagency wie tags zuvor. Dies zahlte sich aus, da ich mich ein wenig unentschlossen auf meinem Plastikstuhl zeigte, stieg Fernando schon bei 350000 Rupien ein. Da zahlte sich auch für ihn aus, da ich danach ohne weitere grosse Gedanken einschlug, da dieser Trip doch insgesamt 5 Stunden länger dauerte als jener nach Pulau Rinca. Punkt 4:30 Uhr stand ich vor den Büro, schnappte mir ein Paar Flossen und setzte mich zu den anderen…zwei Malaysierinnen, ein Franzose mit schweizer Wohnsitz, einem Deutschen aus Bremen und einem ca. 60 jährigem Paar aus Ausralien. Das Boot ein wenig grösser wie das letzte aber etwa gleich laut, im klassischen Stil mit Plastikplanendach, längs angeordneten Sitzbänken und aus purem Holz. Los gings über Pulau Padar (ca.3h), auf jener Insel wir den Gipfel erklommen, nach Komodo. Der Ausblick war fantastisch und die Sicht einwandfrei. Die Sonne brannte schon um 9:30 Uhr ungehindert infernal. Ich schwitze unaufhörlich und suchte mir schnellstens einen der wenigen Schattenplätze, um auf die andern zu warten. Die Komodoinseln bestehen wegen mehreren Bränden in der Vergangenheit hauptsächlich aus Steppe. Alle wieder zurück setzten wir die Fahrt auf dem Boot fort und erreichten nach einer weiteren Stunde Komodo. Da die angepeilte Insel die Letzte in der Reihe war , tuckerten wir ein Stück auf offener See, was das Boot und uns sich darauf befindenden Gäste, schon ziemlich an den Rand des Aushaltbaren brache. Ich dachte daran, dass Claire gut daran getan hatte, auf den Trip zu verzichten.
Auf Komodo angekommen ass ich meinen Lunch, während die restliche Gruppe sich auf die Erkundung der Insel machte um sich die Varane anzusehen. Zurück zeigten sich alle ziemlich enttäuscht über den kurzen Walk und das Desinteresse der Guides, die kurzerhand nach ca. einer Viertelstunde und einem mit ausgelegtem Essen angelocken Varan entschieden, zurückzugehen. Auch das ist leider ein wenig Indonesien…!
Nun beginnt mein Teil dieses Tripps. Über den Pink Beach gehts weiter zum Manta Point. Bei diesem sagenumwobenen, pink schimmernden Strand lagen bei unserer Ankunft schon ca. fünf Boote vor Anker. Am Strand tummelten sich schon von weitem sichtbar, mehrere dutzend Touristen und warfen sich für Fotos in Posen. Ernüchtern dachte ich für mich, sah der Strand weder speziell schön noch in igendeiner Weise pinkfarben aus.

#Instaporn #touristenfalle #diemachtderbilder #Instaforce #lächerlich

Der Skipper und sein Gehilfe gaben uns max. eine halbe Stunde Zeit um an den Strand zu schwimmen, da wir noch viereinhalb Stunden Fahrt und Mantaschnorcheln vor uns hatten. Ich entschied mich überhaupt gar nicht das Boot zu verlassen (schoss für Clarissa das eine oder andere Beweisfoto). Im Nachhinein betrachtet, roch die Besatzung wohl irgendwie den Feierabend, denn schon nach einer Stunde trafen wir am Mantapoint ein.
Auch hier wieder ca. vier Boote vor uns, welche sich aber auf der grosse Fläche derart verstreuten, dass es nicht störte. Per Boot machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach den riesigen Rochen in dieser Gegend und stürzten uns sofort mit Flossen und Brille/Schnorchel aufgesetzt ins Wasser, schwammen und folgten diesen sanften Riesen. Es war super!…man musste sich ranhalten ihnen überhaupt folgen zu können…ein ‚Flügelschlag“ und wieder hatten sie massiven Vorsprung. Andersrum sind die Mantas so neugierige Tiere, dass sie auch mehrmals direkt auf mich zuschwammen. Zum Anfassen nahe schwebten sie unter einem vorbei!!..Wow..! Das nehme ich mit in meine Träume dachte ich mir, ausser Atem zurück auf dem Boot! Beim zweiten Mal im Wasser sah ich drei Stück gemeinsam vor mir schwimmend…Mich schauderts, ich kriege Gänsehaut nur beim Gedanken daran, in diesem Moment schreibend…
Der Ritt zurück aufs Festland verbrachte ich ein wenig träumend, manchmal quatschend mit den Anderen. Müde aber überglücklich kam ich in der Villa Sereima Alam, unserm temporären Zuhause, an wo mich Clarissa und Goris in Empfang nahmen.

Goris (Gregorius)

Während Christof den Trip zur Insel Padar, der Komodo Island, Pink Beach und Manta Point machte, erholte ich mich in unserem kleinen Häuschen. Gegen vier Uhr kam Goris und wir quatschten und lachten bis gegen halb sieben Uhr Christof vom Trip zurück kam. Goris war uns von Anfang an symphatisch und ist ein wirklich liebenswürdiger Mensch, den man sofort ins Herz schliesst. Wir haben ihn über die Webseite (sabrinabigler.ch) entdeckt und ihn angefragt, ob er uns seine Insel zeigt. Goris wohnt mit seiner Familie in Moni und fuhr extra für uns die 18h auf Labuan Bajo. Via Google dauert die Fahrt 4.5h. Soviel dazu 😉

Labon Bajo – Ruteng

Goris unser Fahrer/Guide für die nächsten paar Tage holte uns pünktlich im Hotel ab und wir fuhren los Richtung Ruteng. Während der Fahrt machte Goris auf einmal einen Zwischenstop, um uns Zwergbananen zu kaufen, die wir genüsslich während der Fahrt verspeisten. Einmal zeigte er uns in einem kleinen Dorf die Beetlenuts und wie sie Kaffee trockneten. Da ging es nicht lange und das halbe Dorf versammelte sich um uns, stellte sich vor und lächelten uns um die Wette an. Von Kleinkind über protzige jungene Erwachsene zu Papa/Mama weiter zur Grossmutter. Den Herren offerierten wir Zigaretten (als respektvollen, freundschaftlichen Dienst). Die Mamas grinsten uns weiterhin mit tiefrot verschmierten, lückenhaften Gebiss an(vom Beetlenut kauen). Goris ergänzte :“Das ist Tradition! Die Mamas kauen Beetelnuts und die Papas rauchen..!“In Cancar machten wir einen Zwischenstopp, stiegen 200 Treppenstufen hinauf und wurden mit einer einmaligen Aussicht auf die sehenswerten, wie Kuchenstücke aufgeteilten, Reisfelder belohnt.

In Ruteng bezogen wir unser Zimmer, (Rima Hotel), lernten in der Zwischenzeit Marco kennen (einen Schweizer aus dem Aargau), und machten erneut eine kleine Wanderung (2h) mitten durch die Reisfelder. Am Abend assen wir mit Goris im Café Agape. Am folgenden Tag gingen wir auf den Markt. Dort wird alles angeboten, Fisch, Fleisch, lebende oder tote Hühner, Gemüse, Kleider, Schuhe, Taschen,… Fleisch wird nicht wie bei uns in der Gefriertruhe hinter verschlossener Theke offeriert sondern pflatsch: eine halbe Sau auf einer Holzbank mit Fliegen drauf. Die Marktfrauen lächelten uns wiederum mit rotem Mund und wenigen Zähnen an. Wer ein wenig englisch kann, beginnt mit uns Smalltalk zu machen. Wir sind eine kleine Attraktion auf dem Markt und die einzigen Touristen. Bule.

Ruteng – Bajawa

Am nächsten Tag fuhren wir von Ruteng ins kalte Dorf Bajawa. In Aimere machten wir einen Zwischenstopp und bekamen eine kleine Einführung in die Herstellung von Arak(Palm- oder Reisschnaps). Natürlich liessen wir uns eine PET-Flasche mit Arak auffüllen! Wir hatten zwar vom holländischen Paar, das wir auf Fiji kennenlernten, gehört, dass sie unbewusst einmal Arak getrunken hatten und nachher in Todesangst eine Nacht im Hotelzimmer verbrachten. Bei Nachforschungen im Netz wurden sie fünfig, dass auf Lombock vielfach gepunchte oder falsch destillierter Schnaps angeboten wird und es dadurch schon bis zu Todesfällen kam. Wir spürten zum Glück nichts davon ;-), Goris führte uns zu einwandfreier Ware!

In Bajawa angekommen gingen wir essen im Restaurant Lucas und danach zurück zu unserem Hotel Edelweis 2. Dort leerten wir dann die Flasche Arak genüsslich zu viert und lachten uns am Ende der Nacht fast kaputt ohne uns eigentlich gegenseitig zu verstehen.

Bajawa

Am nächsten Tag lernten wir Philipp kennen, ein Ngada (Animismus Religion), der uns für diesen Tag seine Kultur, Landschaft und Volk näher brachte. Goris fuhr uns jeweils von Ort zu Ort. Als erstes gingen wir zu Philipp nach Hause. Er lud uns in seine Hütte ein, in welcher sich die Ritualskammer befand, und erzählte uns von Ngada Traditionen während wir im Schneidersitz sitzend Kaffee tranken und gespannt zuhörten.

Danach ging es ins traditionelle Ngada-Dorf Bena. Dort kauften wir uns drei handgemachte Ikate und bestaunten die, ohne einen Nagel gebauten, Wohnhäuser aus Bambus. Die Hütten ,mit klassischem Palmblattdach (erinnert an Schilfdächer), ziehrten Wasserbüffelhörner und mehrere dutzend Schweineunterkiefer von vergangenen Opferfesten. Diese alten Knochen werden aufgehängt, um sich den Geschenken (Wasserbüllel und Schweine zur Opferung), ,vergangener Ritualstage, aus der Familie zu erinnern.

Danach machten wir eine kleine Wanderung durch den Urwald (1.5h) zum nächsten Dorf: Tololena. Philipp zeigte uns einpaar Heilpflanzen die im Wald wachsen sowie Früchte und Gemüse(Kakao- Kaffee- und Macadamianbäume sowie Vanille- und Manioksträucher, usw.)

Danach fuhren wir zu den Malanga Hot Springs. Wo zwei Bäche zusammen fliessen. Einer ist eiskalt, der andere 40-50 Grad warm. Wundervoll! Dort lernten wir wieder ein paar Touristen kennen, die wir auf der Weiterreise mehrere Male wieder sahen. 😉 Dann gingen wir wieder bei Lucas Restaurant essen (da es das einzige war welches geöffnet hatte) und waren fix und fertig als wir zum Hotel zurück kamen.

Bajawa – Moni

Morgens um acht fuhren wir bereits los, da es gemäss Goris auf der Strecke bauarbeiten gab, welche wir nur von 12:30Uhr bis 13:0 passieren konnten und mussten um an unser Ziel zu gelangen. Gegen Mittag erreichten wir einen dunkelschwarzen Strand mit, vom Meer angeschwemmten, grünen, roten, violetten und gelben Steinen ! Wunderschön! Dort assen wir genüsslich einen Fisch in Kokusnussmilch gebraten mit Reis und trafen die Belgierin wieder, die wir in der heissen Quelle zuletzt gesehen haben. In der Stadt Ende kauften wir einwenig Schokolade ein, weil ich Goris seit beginn unserer Fahrt immer von Schokolade vorschwärmte.

In Moni angekommen, trafen wir wieder auf Marco aus Ruteng. Auch Abends im Restaurant sahen wir ihn wieder und besprachen mit ihm, dass er sich uns bei der morgigen Gnung Kelimutu Besteigung anschliessen kann.

Moni

Um 4 Uhr morgens ging es für uns los auf den Gnung Kelimutu. Drei Kraterseen deren Wasser  auf faszinierende Weise die Farben wechseln! Der Aufstieg war eigentlich noch ganz gemächlich – schön gepflastert und ausgeschildert. Viele Treppen später kamen wir am Gipfel an, wo bereits viele andere Leute aus aller Welt vor Ort waren. Wir tranken einen Village-Kaffee und warteten auf den Sonnenaufgang. Erst als die Sonne langsam aufging, und die Umgebung beleuchtete, erkannten wir die ersten beiden Seen. Was für ein Panorama, absoluter Wahnsinn…atemberaubend! Wir hatten wiedereinmal Glück und die Kraterseen waren nicht mit Wolken bedeckt, der Himmel war glasklar. Wunderschön zischen Sonne und Erde in der Ferne die aufquellende Wolkendecke!!

Danach wanderten wir vom Berg (1690m), via Pemo (1050m), vier bis fünf Sunden hinunter ins Dorf Moni (650m). In der Hälfte wurden wir von einer älteren Frau auf einen Kaffee eingeladen während der Mann uns einige Mandarinen frisch vom Baum pflückte. So freundlich und liebenswürdig, aufmerksam! Der Abstieg war zeitenweise ziemlich steil ,und manchmal sehr eng, der mir recht ins Knie fuhr. (Autsch) So war ich mega froh, als wir am Ende den Wasserfall erreichten und wir die nackten, heissen Füsse im kalten Wasser runterkühlen konnten. Aaahhhh. Christof ging danach mit Goris noch zu der warmen Quelle, während ich mich hinlegte und ausruhte.

Den nächsten Tag gingen wir locker an, schrieben Blog und buchten unsere nächste Unterkunft in Ubud (Bali). Morgen verlassen wir Flores und sagen; Hello again Bali!

Flores kurz und knapp
  • es gibt kleine Busstransporte (Bemos), wenns drin keinen Platz mehr hat, sitzt man auf das Dach. Es ist aber möglich als Backpacker rumzureisen.
  • du kannst kein Moped mieten um von ‚A‘ nach ‚B‘ zu fahren, du musst leider immer zu ‚A‘ zurück um es wieder abzugeben.
  • die Menschen sind wirklich sehr liebenswürdig und nett.
  • die meisten Mädchen und Frauen sind sehr scheu und kichern immer hinter vorgehaltener Hand.
  • die Kinder rufen meistens ‚Hello Mister‘ oder ‚Bule‘ was soviel heisst wie weisser Mensch oder Tourist. Meistens kommen Kinder neugierig auf einen zu um einen einfach anzuschauen.
  • die meisten alten Frauen haben einen roten Mund, sie kauen immer Beetlenuts. Vor dem Haus sieht man immer rote Flecken, da sie von Zeit zu Zeit ausspucken.
  • vergesst Wifi auf der Insel, kauft euch eine Telekomsel SIM-Karte (ab 80000 Rupien) falls ihr Daten braucht. Das angebotene Wifi in den Restaurants funktionniert meistens nicht. In meinem Fall war ich einfach 6 Tage ohne Internet unterwegs – auch easy 😉
  • wenn jemand stirbt, wird ein Baum auf die Strasse gesetzt, damit jeder der vorbei fährt weiss, dass jemand gestorben ist. Das Grab wird dann direkt neben dem Haus gebaut. Meist werden die Gräber überdacht, ausserdem werden sie mit Plättli verschönert und ab und zu ziert ein Abbild von Maria den Grabstein. So oder so wird wohl mehr Geld in die Gräber investiert als ins eigene Haus. Wenn man eingeladen wird, werden auch die Verstorbenen vorgestellt: ‚This is my mother‘ (nicht ‚was‘).

Bali (Kuta, Seminyak, Jimbaran, Denpasar, Bukit)

Fotos folgen

Mopeds, Mopeds, Mopeds… und unebene, enge Gassen ohne Gehweg. Es folgt ein Souveniershop auf den nächsten T-Shirtshop, welcher auf das nächste Restaurant folgt. Vor jedem Laden wird man angesprochen: Massage? Manicure? Taxi? Transport? Der Kuta Strand ist nach all den Stränden die wir in Neuseeland, Australien und Fiji gesehen haben absolut keine Augenweide, hinzu kommt, dass man auch hier die ganze Zeit von Verkäufern belagert wird, was mir persönlich überhaupt nicht zusagt. Die Menschen sind aber, wenn man mit ihnen spricht, sehr liebevoll und lachen gerne und auch wenn sie dich nicht verstehen, sagen sie einfach ja. Schwierig wirds, wenn du dabei hinten auf dem Moped sitzt und der Fahrer gar nicht genau weiss wohin du eigentlich willst, er aber sagt, dass er weiss wo du meinst.

Erica und Robert, „Little Open balinese Villa“ in Kuta über Air B&B

Unsere zweistöckige kleine Wohnung in Kuta lege ich jedem ans Herz! Schön gemütlich, sauber und ruhig! Von Robert (DE) und Erica (ISN) erhält man als Indonesien-Anfänger tolle Tipps und jegliche Unterstützung die man braucht!

Poppie’s Restaurant, Poppies Lane 1 in kuta

Ist es wirklich wert zum hingehen! Hier kann man sich für zwei Personen eine Platte servieren lassen, mit allen Indonesischen Gerichten (Im Stile ‚Nasi Campur‘). Mega lecker und der Innenhof ist wirklich wunderschön! Zwischen den grossräumig angelegten Essinseln fliesst sogar ein kleines Flüsschen und der gesamte Bereich ist von Pflanzen überwachsen. Man fühlt sich ein wenig wie in einer riesengrossen Pergola.

Pura Tanah Loth

Beim Besuch dieses Tempels hat es geregnet, was aber nicht zu schlecht war. Erica meinte die Hitze dort sei sonst fast unaushaltbar. Während man zum Tempel spaziert, passiert man einige Boutiquen und Warongs (Essensstände). Dort sahen wir das erste Mal Fleckenmusangs in einem Kaffee. Eine indonesische Spezialität! Einige waren in Käfigen, andere frei. Die Tiere werden mit Kaffeebohnen angelockt und gefüttert. Aus den wieder ausgeschiedenen Kaffeebohnen wird dann die Delikatesse ‚Kopi Luwak‘ (teurer exquisiter Kaffee) hergestellt. Der Tempel war sehr überlaufen von Touristen, aber auch von Hinduisten da diese gerade eine Zeremonie abhielten. Der Tempel selber kann man nicht betreten. Bei Ebbe kommt man aber naher heran. Sehr eindrücklich wie die Wellen an dieFelsen krachten

Pura Luhur Uluwatu

Einer der sechs heiligsten Tempel in Bali. Begründet im 11. Jahrhundert. Der Tempel ist Shiva Mahakala geweiht, dem Gott der Vernichtung und Auflösung der Welt. Für mich persönlich : Der Affentempel. Bevor die Menschen dort einen Tempel hingebaut haben, war es das Reich der Affen und diese sind auch heute noch dort. Beim Eingang und über Lautsprecher sagt man den Touristen sie sollen Ohrringe, Hüte, Sonnenbrillen u.a. entfernen, aber natürlich gibt es immer die, die nicht aufmerksam genug  sind. Wir selbst haben bei mehreren Personen beobachten können, wie deren Zeug geklaut wurde. Als Tausch, werfen die ‚Aufpasser‘ den Affen kleine, geschlossene Plastiksäcke zu mit Erdnüssen darin oder gar eingepackte Riegel. Die Affen werfen dann das Geklaute weg und schnappen sich das Essen. Einerseits gut, der Abfall bleibt dann aber wieder liegen. Eine sehr spannende Erfahrung dieser Tempel! Ein kleiner Gehweg führt direkt an der Klippe vom Aussichtspunkt zum Tempel selbst. Die 70 Meter hohen Klippen erinnerten uns an die ‚Cliffs of Moher‘ in Irland. Den Tempel selbst darf man leider nicht betreten, so sieht man ihn einfach von Aussen. Eintritt: 30’000 Rp.

Seminyak

Hier sind die Strassen in einwandfreiem Zustand, es hat Touristen soweit das Auge reicht und die Hotels glänzen wortwörtlich. Hier sind wir an einem Abend in eine Strandbar mit Livemusik, lagen gechillt in Couchbags und schlürften Cocktails. Wenns dunkel ist, verkaufen Strandverkäufer fliegende Windlichter und man kann ihnen beim Flug hinaus ins unendliche Meer zusehen. Sehr schön! (wenn man dabei nicht wieder an den Abfall/Plastik denkt der wiederum im Meer landet.)

Jimbaran

In Jimbaran gingen wir ins Lia Café das direkt am Strand liegt. Hier gibt es eine gute Auswahl an frischem Fisch, Muscheln, Garnelen, Octopusse oder Krabben. Wir wählten eine Platte mit allem und genossen die Sicht hinaus aufs Meer (glücklicherweise ohne Regen). Die Tische und Stühle standen dabei direkt auf dem Sand. Nach dem z’Mittag sahen wir uns noch kurz die schönen  Fischerboote in allen Regenbogenfarben an.

Bali kurz und knapp
  • Bali’s Hauptstadt Denpasar ist nicht der Ort an dem Touristen sind, diese sind in Kuta und Legian. Wenn man aber einem Einheimischen erzählt, dass man im Zentrum Denpasar war, sind alle stets beeindruckt.
  • die Taxifahrt vom Flughafen nach Kuta abends kostete uns 120’000. Man kann aber auch 600’000 ausgeben. Die Taxifahrer unterscheiden sich. Die mit den blauen Hemden sind sehr viel teurer. Wenn man weiss wie, kommt man sogar mit 60’000 durch. (dazu den Flughafen verlassen und einpaar Meter weiter laufen) Blue Bird Taxi
  • ein tolles App um einwenig rumzukommen ‚Go-Jek‘. Sehr zu empfehlen! Eine Autofahrt von Kuta nach Denpasar hat uns gerade mal 35’000 Rupien gekostet. Mit dem Moped gehts auch zum halben Preis und dann noch viel schneller – top und macht Spass!
  • Benzin wird hier in Absolut Wodka Flaschen an der Strasse verkauft. Das bläuliche ist das bessere, das gelbe das billige Benzin.
  • Kuta hat drei Religionen die hier zusammen leben, Hindu, Moslem und Christen – der Unterschied zu vielen anderen Städten ist wohl, dass sie hier sehr friedlich miteinander leben und die Religion untereinander nicht so sehr eine Rolle spielt.
  • Es gibt unzählig viele Götter im Hinduismus, dabei gibt es ein paar uns bekanntere wie z.B. Brahma, oder das Sujet von unzähligen Tattoos (Ganesha – der Elefantenkopf).
  • ein Sarong kostet ca. 200’000 Rp. Wir haben uns übers Ohr hauen lassen und zahlten 500’000 Rp. (am Besten immer vorher nachforschen wieviel etwas kostet.)

Unser Resumée über 16 Tage Fiji

Es bleibt bei uns der, ein wenig saure, Eindruck, dass Fiji noch immer gezielt nur den HighEnd Tourismus anbieten möchte (Flughafen-geschlossenes SterneResort-Flughafen) mit ,unserer Meinung nach, überteuerten und gesteuerten Angeboten. Preis/Leistung verhält nicht. DIe Hotels bieten Essen, Luxusartikel(Zigaretten/Alkohol) und Z.B Hygieneartikel in der Anlage zum dreifachen Preis verglichen zu Supermarkpreisen an.
Backpacking startet…es gibt mehrere Hostels, welche aber aus Stolz zur eigenen Kultur, den Reisenden nicht selber kochen oder waschen lassen. Sodass, wieder zu überteuerten Touristenpreisen, konsumiert werden muss. Abseits der Resorts und deren Strände sind Touristen mehrheitlich nur begleitet toleriert/erwünscht.
Die Fiji Kultur wird hartnäckig gelebt, zelebriert und zur touristischen Belustigung abgehalten, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Die Fiji Inseln,Fiji Kultur wurde durch die, mittlerweile vergangene, britische Kolonialherrschaft und eingliederung vieler Inder und Chinesen lange strapaziert. Es herrscht zwischen ‚Original Fijianer und Indo-Fijianer oder Chinesen ein spürbarer Groll. Die Fijianer sind ein stolzes Volk und zeigen dies tagtäglich, woran man sich als Gast auch erst gewöhnen muss um es dann in vollen Zügen geniessen zu können.
Manchmal scheint es schwierig zu den Fijanern durchzukommen aber im Grunde sind sie sehr herzliche, liebe und gechillte Menschen! Hier geht einfach alles einwenig langsamer und nach…..

Fiji-Style————————-Fiji-Time———————–Fiji-Flavour!!

Fiji…Wir haben dich gern gekriegt! Wir haben es sehr genossen! Als deine Gäste haben wir uns sehr wohl und wilkommen gefühlt!

Bula!! Bula Vinaka Fiji!!

Bula Fiji (Viti Levu, Yasawas)

Viti Levu (Coral Coast, Nadi)

So schnell kanns gehen. Irgendwie noch gar nicht recht realisiert, dass unsere Zeit in Australien schon vorbei ist, landeten wir schon am Flughafen in Nadi. Während der Zoll-Überprüfung, stand ein Trio Fijianer mit Guitarren und Ukulele und farbigen Hawaiihemden da und sang allen ein Willkommenslied. Draussen vor dem Flughafen warteten bereits zehn bis zwanzig Taxifahrer und Resortshuttles auf die ankommenden Gäste. Da weder Christof noch ich gut im Verhandeln sind, wars eigentlich noch hilfreich, dass Christof fälschlicherweise davon ausgegangen ist (er behauptete es gelesen zu haben), dass eine Taxifahrt nach Korotogo, zur Coral Coast, 60 Fiji-Dollar koste, was wir dann natürlich auch kund taten. Für 100 nahm uns dann Rimal, ein Indo-Fijianer, mit Richtung Süden. Erst im Hotel erfuhren wir den normalen Preis (Hotelpreis 130FJD).

Unser Hotel war der Wahnsinn! Tambua Sand Resort! Ein Traum! Die Bure lag direkt am Strand und war gut geräumig. Auch das Essen war sehr lecker, einmal nahmen wir an einer Lovo-Session teil. (Fleisch lange Zeit gegaart im Boden). Die nächsten Tage lasen wir viel, schnorchelten an der Coral Coast und entdeckten wieder Neues. Es ist interessant wie arten- und abwechslungsreich sich die Natur auch unter Wasser immer wieder präsentiert!

Bier, Wasser, Haare

Das beste Bier in Fiji: Vonu! Sieht auch richtig toll aus und hat eine Schildkröte auf der Etikette (Vonu heisst Schildkröte)

Wasser kann man an vielen Orten auch vom Hahn trinken, man kann aber auch das berühmte ‚Fiji Water‘ kaufen oder ‚Aqua Safe‘. Auf den Inseln ist das Wasser rar und meistens Regenwasser (direkt vom Dach der Bure in einen Tank), manchmal haben sie aber auch eigene Quellen (Waitui Basecamp), was mit Abstand sehr viel besseres Wasser ist. Manchmal sind die Duschen auch mit Salzwasser (vorallem in der Trockensaison, wenn das Grundwasser immer weniger und dadurch salziger wird), man klebt also nach der Dusche genauso wie vor der Dusche.

Haare, ich sag euch Mädels, 12 Tage Inseln sind für uns ‚verwöhnte‘ Europäer ziemlich strapaziös. Schon nach 6 Tagen sind die Haare völlig ausgetrocknet und lassen sich fast nicht mehr kämmen. Die ganze Zeit trägt man sie zusammengebunden und doch stehen sie überall raus.

Die Sache mit dem Paradies

Da bin ich 12 Tage im Paradies. Strand, Palmen, Meer soweit das Auge reicht. Sonne, tropisch warm, Fischschwärme, türkisfarbenes Wasser (!!), Hängematten,…usw…und doch muss ich sagen: Ich freu mich auf’s Festland! Unsere Kleider sind ständig feucht, stinken ab und zu nach nassem Hund (Salzwasser), überall hat es Ameisen (auch im Bett), keine warme Dusche, nur Instantkaffee, Moskitos überall, entweder trägt man fettige Sonnencreme, stinkendes Moskitomittel oder klebriges Salzwasser auf der Haut und es vergehen niemals 5 Sekunden ohne Sand an den Füssen. Will heissen: Auch das Paradies hat seine Schattenseiten 😉 (Clarissa’s Sichtweise)…Man kann halt nicht alles haben !!(Christof’s Worte/Antwort)…Fuck off, Shut up (…;-)…)

A few words in fiji

Hello – Bula
Herzlich Willkommen – Bula Vinaka
Danke – Vinaka
Fantasitisch – Wananavu
Meer – Waitui

Yasawas

>> Waya Lailai Island, Wayalailai Ecohaven Resort
Na dann auf in das ‚Bula Combo Pass‘ Abenteuer. Näheres zum Pass folgt weiter unten. Unser erster Halt war auf der Insel Waya Lailai (Hostel Wayalailai Ecohaven). Nach 2 Stunden Fahrt von Nadi (Port Denerau) aus, wurden wir mit kleinen Booten vom Yasawa-Flyer (Grosser passagier-Katameran) abgeholt. Das Umsteigen war sehr wackelig, ging aber zum Glück alles gut. Mit uns stieg nur noch ein weiterer Typ mit ein und so ging die Fahrt los in unserer kleinen Nussschale. Nach etwa 4 Minuten Fahrt kamen wir an der Insel an und ein Begrüssungskomitée von fünf Bewohnern stand singend und Guitarre spielend bereit. Unmittelbar danach gabs eine Limo zu schlürfen während uns die Dorfmama die Regeln erklärte. Später wurde uns das Zimmer gezeigt und ab diesem Zeitpunkt hiess es für uns eigentlich nur noch: entspannen und nichts tun.

Wenn die Trommeln geschlagen wurden, bewegte sich das ganze Backpackerdorf zur Halle in der Mitte des Dorfes und es gab Breakfast, Lunch oder Dinner. Wir lernten einen Schweizer (Adrian) kennen, eine Österreicherin und Ben, Engländer, welcher mit uns auf die Insel kam. Man redet, tauscht sich aus, und geht wieder in seine Hängematte, bis das nächste Mal wieder getrommelt wird.

Am nächsten Tag lasen wir weiter unsere Bücher, assen sehr lecker und lernten wieder neue Travellers kennen. Da es Sonntag war, wurden den ganzen Tag keine Aktivitäten gemacht (ausser beiwohnen des methodistischen Gottesdienstes, welchem wir ausliessen), was uns eigentlich auch recht war. Abends fand dann eine traditionelle Kava-Zeremonie statt. Männer im Schneidersitz, Frauen hinter den Männern seitlich sitzend, kriegt man eine Kokosnuss mit Kava gefüllt. Zuerst klatscht man einmal in die Hände und sagt ‚Bula‘, dann trinkt man das Kava mit einem Mal runter und klatscht nochmals dreimal in die Hände. Das Wayalailai hat uns gut gefallen! Es ist eines der erste Hostels auf den Yasawa Islands und gehört dem dortigem Stamm, ist deshalb auch sehr familiär und man hat den perfekten Blick auf die Hölen, in der Tom Hanks ‚Castaway‘ gedreht wurde.

Essen: 9 (Buffet) Hühnchen, Reis, Kartoffeln, Pasta, Gehacktes Rindfleisch
Unterkunft: 8 (Schönes Doppelzimmer mit Dusche/WC/Veranda (Nur kalte Dusche))
Preis: 6 (Aktivitäten sind teuer (Bullshark feeding 300 FJD) Eine 1 Liter Wasserflasche kostet 8 FJD.)
Strand: 6 (Ziemlich klein, Hängematten am Strand)
Fazit: 3. Platz

>> Nacula Island, Nabua Lodge (fijianisch gesprochen ‚Nambua Lodge‘)
Da wir nach dem Mittag ankamen, gabs direkt bei der Ankunft als erstes mal etwas zu essen. Man hörten schon von anderen Reisenden, dass die Portionen eher klein sind (kein Buffet wie vorher sondern Tellerservice) und sie waren wirklich relativ klein. Dafür war unsere Garden Bure die wir nach dem Mittagessen bezogen sehr schön, gut geräumig! Der Zugang zum WC/Bad geht über den Kleiderschrank/Spiegel. Ein witziges Detail! Wir erkundeten kurz die Insel und suchten uns die nächste Hängematte. Am Abend gabs Tanzspiele (ohne uns) und einpaar Bierchen. Hier lernten wir zum ersten Mal die drei Italiener kennen, Louis aus Luxemburg und Alina aus Deutschland, die wir im Long Beach Resort erneut trafen für weitere zwei Nächte).

Am nächsten Tag gings gechillt weiter, am Nachmittag erkundeten wir bei Ebbe einwenig die Küste/den Strand, abends gingen wir auf den Hügel hoch und betrachteten den Sonnenuntergang, danach gabs z’Nacht und die Tanz- bzw. Kennenlernspiele die wir auch heute gekonnt ausliessen.

Essen: 7 (Kleine Portionen, sehr wenig Früchte, einmal gabs Suppe danach Fruchtsalat aus der Dose und die Teller wurden dazwischen nicht ausgewaschen!)
Unterkunft: 7 (Grosses Zimmer mit Dusche/WC/Veranda (Nur kalte Dusche, sehr alte verfallene Möbel))
Preis: 4 (Aktivitäten sind günstig (15 FJD), Nachfüllbares Trinkwasser, sehr unmotivierte Mitarbeiter (!))
Strand: 7 (Recht gross, bei Ebbe kann man noch weiter gehen, ein paar Hängematten aber meistens besetzt da es sehr viele Leute zur Nabua Lodge verschlägt)
Fazit: 5. Platz (letzter)

>> Matacawalevu Island, Waitui Campsite (ex Bay of Plenty Resort)
Weder im Prospekt noch auf dem Plakat war dieses Hostel aufgeführt, wir liessen uns also auf eine Überraschung ein. Auf dem Boot, dass uns von der Fähre abholt und zum Hostel auf die Insel bringt, waren die Guys uns schon sehr symphatisch. Erneut wurden wir von 5 singenden Menschen herzlich empfangen und dann gings auch schon zu unserer Bure auf einem Hügel. Von da an waren wir eigentlich nonstop nur noch geflasht und fühlten uns wie Könige, oder zur richtigen Zeit am rechten Ort triffts auch gut. Was für eine Perle! Tim (ein Australier), seine Frau Megan und Jerry (Mitinhaber und vorheriger Besitzer) haben eine richtig schöne Oase hier geschaffen. Vorher hies das Resort ‚Bay of plenty Lodge‘. Am ersten Tag chillten wir in unseren Hängematten. Am zweiten Tag unternahmen wir eine Kajaktour durch Mangrovenwälder entlang der Küste. Gegen Abend erklimmten wir den heimischen Berg und wurden mit einem wundervollem Panorama über die anliegenden Inseln und Sonnenuntergang belohnt! Am nächsten Tag erhielten wir eine ‚Coconut Demonstration‘, tranken und assen direkt aus der Kokosnus. Danach zeigte uns Tim einpaar heimische Früchte, u.a welche von der Grösse einer Kirsche, (wilde, gelbe Passionsfrüchte) die wir auch kosteten. Unter anderem eine Frucht die nach ‚Blauschimmelkäse‘ riecht und schmeckt und scheinbar Krebs zu heilen vermag.

Auch Kulinarisch gab es für uns viel Neues zu entdecken. Wir wurden reichlich verpflegt. Delicious! Von den Dorfbewohnerinnen frisch gefangene ‚Mudcrabs‘, von Jerry gesammeltes Seegras-Kaviar ’nama‘, von Mudschi geerntete und zubereitete Cassawa -Röschti(Maniok, Yuca), von Rosa gebackenes Kokosnussbrot,wiederum von Jerry gesammelte Gege Dig (Muscheln) bis hin zu Oktopuss vom Grill. Alles aus dem Umkreis von ca. 500Metern!! Der Wahnsinn!! Wirklich unendlich abwechslungsreich und schmackhaft!

Essen: 10 (Mega!)
Unterkunft: 10 (Schöne grosse, elegante Bure mit Dusche/WC/Veranda/Wahnsinns Aussicht)
Preis: 10 (Aktivitäten sind günstig (z.B. 15 FJD oder gar gratis und es hat jede Menge(!)), Nachfüllbares Quell-Trinkwasser, Free Wifi(!!))
Strand: 7 (Kleiner Strand, einpaar Hängematten, man kann sich gratis zur Blue Lagoon fahren lassen)
Fazit: 1. Platz

>> Matacawalevu Island, Long Beach Resort
Einwenig traurig verliessen wir Waitui und steuerten auf dem Yasawa Flyer in unser neues ‚Resort‘. Der Empfang war sehr herzlich und Jacob und Chris wirkten sehr symphatisch. Wir tranken einen Zitronentee (heisses Wasser mit zwei Blätter vom Zitronenbaum). Das Abendessen war soooo scharf, man hat nichts vom Geschmack mitbekommen hat. Aber es war Reis mit irgendwas(Fiji-Chicken-Curry). Die Dusche war noch übler! Nicht dass sie kalt ist, daran haben wir uns schon gewöhnt, nein, die Dusche ist Salzwasser! Somit bist du nach der Dusche immernoch klebrig und die Haare sind mega ausgetrocknet und die Seife schäumt nicht. Die Bure kann man ausserdem nicht schliessen, nur mit einer Gitternetztüre (was ja nicht so schlimm ist, aber halt auch nicht für jedermann). Die Matratze war total durchgelegen und quitschte beim umdrehen auf die andere Seite weil die mit Celluphan eingepackt wurde.

Die nächsten Tage kamen wieder einpaar bekannte Gesichter (u.a die drei Italiener Leonardo, Enrico und Riccardo) an. Hier auf den Yasawas trifft man sich immer sicher zweimal wenn nicht mehr, was cool ist, weil man das Smalltalkgelaber nicht mehr machen muss. Hier verbrachten wir drei Nächte. Das Essen war ok aber immer mit der gleichen Würze/Sojasauce zubereitet. Zum Frühstück gabs kein Brot sondern Flakes, Pfannkuchen oder Kuchen(süss). Da es zwischendurch auch regnete, ist eigentlich alles, was stoffig ist, klebrig und fühlte sich nass an. Manchmal eckelt man sich in die gebrauchten Kleider zu steigen, doch sitzen auf diesen Inseln alle im selben Boot. Am letzten Tag entdeckten wir eine 7 cm grosse Spinne in unserer Bure. Ziemlich froh nicht mehr hier schlafen zu müssen, geht es für uns weiter wieder Richtung Norden zum Gold Coast Resort.

Essen: 4 (immer gleiche Sauce, zu scharf, zuwenig Abwechslung)
Unterkunft: 6 (Bure mit Dusche(Salzwasser)/WC/Veranda/Direkt am Strand)
Preis: 9 (Sehr nette Crew (Jacob, Megan, Chris), Nachfüllbares gefiltertes Regen-Trinkwasser)
Strand: 9 (Riesiger Strand, ein paar Hängematten)
Fazit: 4. Platz

>> Nanuya Lailai Island, Gold Coast Resort
Bevor wir Jacob verliessen, sagte er uns noch, dass seine Cousins Navi und Bill das Gold Coast Resort leiten. Irgendwie sind hier alle miteinander verwandt. Sie sagen auch zu Cousinen, dass sie eigentlich Brüder/Schwester sind. Als wir ankamen gabs leckeren Fisch für uns, leider ist bei der Buchung was falsch gegangen, so dass keine Bure mehr frei war und wir im Dorm schlafen mussten, dafür gaben sie uns zwei Aktivitäten gratis (1x schnorcheln am Riff und 1x schnorcheln in der Blue Lagoon). Was für uns ok war, mehr als das! So gings am Nachmittag schon zum Riff. Abends waren wir so müde, dass Clarissa schon in der Hängematte beim lesen einschlief. Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück zu der berühmten Blue Lagoon, wo auch der gleichgenannte Film (80′)gedreht wurde und jetzt die Ultrareichen im 7 Sterne Resort Urlaub machen. Ich kann nur jedem ans Herz legen, dort einmal schnorcheln zu gehen, es ist der absolute Wahnsinn! So viele unterschiedliche Fische -amazing! Wie ein riesiges Aquarium und das Wasser so unglaublich klar, dass man wirklich meterweit sehen kann! Wirklich krass! Wunderschön! Auch hier wieder tolle abwechslungsreiche Fische, wir sahen ausserdem einen gelben Kugelfisch, einen Octopus, einen langen Fisch mit Nase, eine Flunder und last but not least: Nemo.

Essen: 9 (sehr lecker, Fisch, Hummer, Fiji-Kartoffel (Tara), Kürbissuppe, Frühstück mit Toast)
Unterkunft: 8 (Traditionelle Bure mit Dusche/WC, Direkt am Strand) (Dusche nur ein Strahl)
Preis: 9 (Sehr nette Crew (Mita, Bill, Navi), Kein Trinkwasser (Regenwasser oder kaufen))
Strand: 7 (Strand, einpaar Hängematten, sogar mal einpaar aus Stoff)
Fazit: 2. Platz

Bula Combo Pass

Das wird jetzt ein langer komplizierter Text…also einfach nicht lesen oder selber die Erfahrung machen. In der Schweiz wurde uns gesagt es gibt Möglichkeit 1 (1 Kokosnuss inkl. Essen, Transport, Backpackerstandard, billiger) oder Möglichkeit 2 (2 Kokosnuss ohne Essen, Hotel oder Resort) es gab auch mal noch (3 Kokosnuss, Top Standard, sehr teuer). Wir entschieden uns für Variante 1 und wollten noch mehr wissen, nur konnten sie uns da auch nicht genau sagen wie was wo funktionniert. In Australien stiessen wir per Zufall auf eine Broschüre, die alles genauer erläutert, darin steht, man soll unbedingt vorher buchen, weil sonst die Hostels ausgebucht sein könnten. Auch sahen wir, dass man mit unserer Variante gar nicht auf alle Insel kann! Von 22 Hostels durften wir gerade mal in 9. Die Hostels selber unterscheiden sich dann aber auch nochmal (Dorm, Double, Garden Bure, Beachfront Bure). Pro Nacht muss man jeweils 2 Nächte auf einer Insel verbringen. Wir hatten einen 11 Nächte Pass und durften uns so für 5 Inseln entscheiden. Im Nachhinein hätten wir auch auf jeder Insel nur eine Nacht verbringen können.
Was haben wir Stunden verbracht mit Recherchen und dies und jenes was wir dürfen und was nicht. Schlussendlich hatten wir unseren Plan ausgereift, Inseln und Hostels. Ab mit dem Mail unserer Buchung nach Fiji. Wir erhielten die Antwort, dass wir einen Aufpreis à je 37 FJD auf zwei Inseln zahlen müssten, wenn wir eine Bure möchten und dass Sie unsere Bestätigung braucht um buchen zu können. Wir bestätigten. Im nächsten Mail stand dann, dass es wirklich wichtig sei die Unterkünfte vorab zu buchen, da sie sonst schon voll sein könnten… Aaahhhh!
Am Flughafen gings direkt rein zu ‚Awesome Adventures‘. Wir hätten ein Mail geschrieben und würden nun gerne die Hostels buchen und den Aufpreis bezahlen. Da hiess es dann nur: Nein, es sei ihr nicht erlaubt alle Hostels zu buchen und wir müssten einen Aufpreis von (Rechner tiptaptaptaptap) 866 FJD zahlen. Waaaaaas?
Schlussendlich kam raus: Wir hatten eine alte Broschüre und die Kokosnüsse wurden erneut neu verteilt. Jetzt standen uns noch 6 Hostels zur Auswahl. Sie sagte wir sollen es uns nochmals ansehen und ihr dann ein Mail schreiben. Sie dürfe aber nur die ersten zwei Nächte buchen. Erneut nahmen wir uns eins bis zwei Stunden Zeit die neue Broschüre zu studieren. Erstellten die neue Liste und sendeten sie inkl. alle Angaben (Daten, Ort, Hotelname, Unterkunftsart). Sie bestätigte uns die ersten beiden Nächte. Der Rest müssen wir auf dem Boot buchen.
Morgens um 7 Uhr wurden wir mit dem Bus beim Hostel abgeholt. In Port-Denerau mussten wir als erstes das Gepäck aufgeben und danach zum Check-In. Auf dem Schiff versuchte Christof dann die nächsten zwei Stunden die Hostels zu buchen (…)

Unser Fazit zu dem Bula-Combo-Trip: Wenn man online mit Awesome Adventure kommuniziert, kriegt man immerwieder sich wiedersprechende Angaben, was die Vorbereitung ziemlich verkompliziert. Bucht nur immer die zwei nächsten Nächte auf dem Boot, weil wenns euch wo gefällt ist es blöd, wenn ihr bereits wieder weiter müsst zum nächsten Resort (Stornierung nur gegen Bares). Ist natürlich dann aber auch blöd, wenn schon alles ausgebucht ist… man muss irgendwie eine Zwischenlösung finden. Schlussendlich lief unser ‚Awesome Adventure‘-Adventure doch sehr reibungslos und am Ende seitens der Organisatoren und Hostelhosts koordiniert über die Bühne.

Kurz und knapp
  • Pro Tag sagt man etwa 15-30 mal ‚Bula‘
  • Der Radiosender in Fiji heisst Bula FM
  • Man sollte immer auf Bettwanzen vorbereitet sein. Darum immer zuerst das Bett checken. Im Kissenanzug und am Fussende mit der Taschenlampe nach kleinen Punkten absuchen. Ansonsten gehts einem vielleicht wie vielen Anderen hier…
  • Wer Mühe mit Mücken hat, sollte unbedingt einen Spray mitnehmen! Auf manchen Inseln wimmelts davon.

Unser Resumée über 60 Tage Australien

Gedanken im Vorfeld, Erfüllte Erwartungen

Wie erwartet hiess uns über die gesamte Ostküste ein dichtes touristisches Netzerk wilkommen. Begonnen hat alles in den Grossstädten Melbourne und Sydney. Diese Metropolen sind bis nach Europa wohlbekannt. Sie sind und wirken jung, progressiv und explodierend! Sie sind sehr gut auf Touristen ausgerichtet mit teils gratis öffentlichem Verkehr und Kulturangeboten (Museen). Der öffentliche Verkehr ist mit Zonen und zusammegefassten Zahlungssystemen vorbildlich organisiert. Es machte sehr grossen Spass sich in diesen Metropolen zu bewegen und die CBD’s (Stadtzentren) zu erkunden. Die Australier über die gesamte Distanz (Melbourne-Cairns) sind freundlich und zuvorkommend. Je nördlicher/tropischer man kommt desto gemütlicher (laid back) werden sie. Ich glaube dies ist vergleichbar z.B mit der Deutschweiz und dem Tessin (in der nördlichen Hemisphäre einfach umgekehrt).

Brisbane ca. in der Mitte von Melbourne und Cairns unterscheidet sich dadurch von Melbourne und Sydney, dass es nicht direkt an der Küste liegt. Sie bietet hingegen mehrere wunderschöne Riversides am Bribane River, welcher sich mit mehrenen Windungen durch das Zentrum schlängelt. Ansonsten gleicht sie ihren grossen Schwestern Melbourne und Sydney sehr wohl. Wer in diesen Städten nach indigener Kultur oder die Aborigines erwartet, wird enttäuscht. Irgenwie scheinen sich diese zurückgezogen zu haben oder wurden vertrieben. Ich tippe eher auf Letzteres.
Ab Brisbane ändert sich das Bild der Ostküste ein wenig insofern man keine Megametropolen mehr kreuzt und sich der Blick eher mal auf das Meer raus, zu den in grossen Mengen verfügbaren Inseln vor der Festlandküste, richtet. Begonnen bei Moreton- über Fraser- zu den Whitsundays- und beendet mit Magnetic-Island haben wir auch einige dieser in den verschiedensten Formen besucht. Surfen, tauchen, schnorcheln und den Tag am Strand zu verbringen ist allgegenwärtig und nicht wegzudenken. Je nördlicher man kommt desto tropischer werden auch die Wälder, welche sich jeweils gegen den Osten ins Landesinnere schier unendlich ausbreiten. Der Regenwald wird immer mehr zu Thema und present. Ab Cairns werden dann auch massiv viele Touren in den Daintree-Forest zu Cape Tribulation angeboten wo sich der Regenwald dicht bis an den Strand gelangt und quasi im Riff aufzugehen scheint (Where the rainforest kisses the reaf). Würden wir unsere Reise noch auf Darwin ausweiten, stelle ich mir eine Stadt mitten in diesen Wäldern vor.

Reiseweise

Wenn man kein Auto kaufen oder mieten möchte ist die Reise im Greyhound Express geradezu perfekt. Es ist günstig (Melbourne-Cairns 420CHF) und das hop-on hop-off bietet einem die Möglichkeit so viele Stop zumachen wie man will. Es fuktioniert über Onlinereservation und hat immer fehlerfrei funktioniert. Es soll gut überlegt sein wie man in Australien reisen möchte. Mit dem Greyhound- oder Premierbus usw. kommen dann natürlich die Kosten für den lokalen öffentlichen Verkehr dazu und die Touren, welche man buchen muss/kann um in den Regenwald, zu den Sehenswürdigkeiten im Umkreis, auf den Berg oder in die nahegelegen Dörfer zu gelangen. In den Städten kann man günstig aus mehreren low-budget Unterkünften (Hostel/Backpacker) auswählen. Man erhält in den meisen Fällen saubere kleine Zimmer mit der Möglichkeit in einer gemeinsam benutzten, kleineren Küche seine eigenen Mahlzeiten zu kochen. Man verhindert somit hohe Ausgaben in stetem Restaurantessen. Die Duschen/WC’s sind dann auch meistens geteilt.

Australische Küche

Die Australier haben keine typische Essenskultur wie wir sie z.B von den Italiener oder den Griechen, welche die Art einzelner Gerichte beschreibt, nennen würden. Vielmehr machen sie das Grillieren zu einer australientypischen Form des Essen. Öffentliche Barbecue’s auf einer der vielverbreiteten öffentlichen Barbecuestellen (Elektrogrill um keine Buschbrände zu provozieren) sind überall anzutreffen und hochfrequent genutzt. An der Küste wird natürlich Fish n‘ Chips gelebt, begleitet von einer Vielzahl an Meeresfrüchen, auch solchen, welche wir noch nie zuvor gesehen haben – siehe seabug. Alles in allem mehrheiltlich fritiert und mit Chips (Pommes Frites) serviert. Viele exotische Früche und Gemüse sind auch erhältlich und werden auf eigenen Farmen angebaut oder aus dem pazifischen Raum importiert. Dies macht einen Gang durch den Früchtemarkt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Unbedingt probieren muss man natürlich die Australische Schokolade, Lemmingtons und TimTam-Guetzli.

Aussiebehaviour, Aborigines

Die Ausralier sind wie schon erwähnt überaus freundlich und zuvorkommend hilfsbereit. Verloren in den Stadtkarten wurde uns immer wieder auf die Schulter gestubst und unaufgefordert geholfen. In den Backpackers wurde uns am Tag der Ankunft freundlich die Regeln erklärt und was in der Gegend so sehenswert sei ohne auffordernen Blickes unsererseits. Die Antwort war stets in freundlichen Ton und wurden mit den Worten „no worries“ abgeschlossen. Die Aussies nutzen dieses „no worries“ auch anstelle des englischen „you’re welcome“ unserem deutschen „Bitte“ entprechend.

Dieses „no worries“ zieht sich aber auch merkbar durch den Lebensstil der Australier. Sie scheinen sich für nichts so wirklich ernsthaft zu kümmern. Rein aus meiner persönlichen Sicht haben sie es so ziemlich verkackt mit dem Thema Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Wir haben diese leider nur als Obdachlose meist betrunkene Randgruppe wahrgenommen. Wieder aus meiner persönlichen Sicht wird seitens australischem Goverment auch zu wenig unternommen um, wenn gewollt, diese Leute in die westliche Gesellschaft zu integrieren. Uns wurde erzält, dass bis um 1970 rum kein Gesetz bestanden hat, welche Bestrafung für jemanden vorsieht, welcher einen Aborigines oder ein wildes Tier getötet hat. Was?! Heutzutage versuchen sie mit hoher finanzieller Hilfe Aborigines zu bewegen Teil des westlichen Lebensstils auf diesem Kontinent zu werden. Einem Aborigines (er muss dabei nur zu 5% Aborigine-Abstammung aufweisen) gibt man Geld für Lebensunterhalt, bezahlt ihm und seinen Kindern auch die komplette Schulbildung (welches selten genutzt wird). Man versucht aus meiner Sicht nicht wirklich eine paralelle Gesellschaft zu schaffen sondern vezweifelt beim integrieren. Es ist offensichtlich welche Kultur zuerst und welche sich „neuerdings“ parasitär ausbreitet. Vielmehr möchte man sich sein schlechtes Gewissen mit Geld reinkaufen. Irgendwie, so scheint es mir, möchte dies nicht funktionieren. Vielleicht wurde in der jungen 200 Jährigen australischen Geschichte aber auch schon zuviel zwischen dem weissen und schwarzen Mann zerstört. Traurig!

Kurz und knapp
  • Ein Waschgang dauert in Australien 24 Minuten (kaltes Wasser!)
  • Vegamite ist DER nationale Brotaufstrich und wird von den Australiern geliebt (warum verstehe ich nicht, ich fand ihn schrecklich)
  • Hungry Jacks ist eine Australische Fastfoodkette, man findet hier aber ziemlich jede Fastfood-Kette der Welt (McDonalds, KFC, Subway, Dunkin Donat, …) in den Städten.
  • Rauchen ist fast überall an öffentlichen Plätzen verboten. Zigarettenschachteln oder Tabak kann man in Tabakgeschäften, Kiosk oder in den Supermärkten (Coles) kaufen, sie sind aber immer hinter einem Schrank versteckt. Designs gibt es keine, alle Schachteln sind petrolfarben mit einem abschreckenden Bild drauf.
  • Wasser kann man ungefährlich aus dem Hahn trinken, schmeckt aber meistens wie ein Schwimmbad (sehr chlorhaltig). Ein 1.5L Wasser, kann man sich im Coles für 70 Cent kaufen. Wer mehr als 3 Dollar für ein kleines Wasser ausgibt ist selber schuld. In den meisten Backpackern gibt es in der Küche einen Zapfhahn mit „Trinkwasser“, dass dann auch mehr oder weniger gut schmeckt.
  • Australien ist ein teures Land, wenn man aber selber kocht oder gar das „work and travel“ Visa hat und dann jeweils 2h putzt im Hostel dafür gratis da wohnen kann, kommt man denke ich gut ein Jahr über die Runden mit wenig Geld.
  • Agnes Water – da waren wir leider nicht, haben aber immer nur Gutes davon gehört – darum hingehen!
  • Die gefährlichsten Tiere der Welt – tatsächlich haben wir in unseren 2 Monaten kein einziges davon gesehen (ausser im Zoo). Also keep calm… (!). Wobei im Wasser find ich es nochmals etwas anderes, da wäre ich nie hinein ohne einen Stingersuit.
  • Die Ostküste ist sehr touristisch. Als Alleinreisende hat man keine Probleme Anschluss zu finden, denke ich. In jedem Backpacker, findet man viele Gleichgesinnte. Wir als Paar, haben meist nur Alleinreisende kennengelernt. Die meisten Backpacker sind zwischen 18-25 Jahre alt. Viele kommen direkt aus der Schule. In Australien stiessen wir vorallem mehrheitlich auf Deutsche, Kanadier, Franzosen und Engländer. Schweizer trafen wir innsgesamt vier.
  • Bei der Entscheidung in welches Hostel man gehen soll, sollte sich zwei Aspekte ansehen: Erstens: Bewertung auf Hostelworld und Zweitens: Bewertung auf TripAdvisor. Dann kriegt man sicher auch das, was man sich vorstellt/wünscht.
  • Australien’s Westküste ist wirklich auf einem hohen westlichen Niveau. Hier kann man sich alles kaufen. Es ist auch ein Ort wo Fitness, Selfies, Beauty und Fashion einen hohen Standard aufweisen. Designs sind grafisch sehr schön gelöst und man merkt, dass Grafiker daran gearbeitet haben und nicht wahllos im Word eine Grafik ausgewählt wurde. Das „Hipstertum“ ist auch hier angekommen.
  • Australien stellte ich mir immer so vor: roter Sand und karg. An der Ostküste war es eher golden-sandig und grün.

Cairns, Great Barrier Reef

„OMG! We were swimming with a turtle!“ Wow! Das war der absolute Hammer! Aber beginnen wir von vorne…

Cairns, Australien BBQ

In Cairns angekommen, steuerten wir auf unser Hostel zu und wurden herzlich empfangen obwohl das Office eigentlich schon zu war. Der erste Eindruck war so gut, dass wir am nächsten Tag schon beschlossen, hier zu bleiben. Ein wirklich tolles und symphatisches Hostel (Travellers Oasis). In Cairns selbst, haben wir fast alles angeschaut. Von der bekannten Esplanada, mit der Lagoon (ein grosses Freibad Salzwasserkrokodilfrei), zum Shopping Centre (mit über 150 Läden), zum Rustys Markets (ein fixer Früchte- und Gemüsemarkt) über den Night Market (fixer Verpflegungsmarkt). Natürlich versuchten wir eines Abends auch ins Partyhostel Gilligans zu kommen, vergassen aber die ID zuhause (keine ID, kein Einlass). In Cairns trafen wir auch wieder auf Alyssa, die wir auf unserem Whitsundayisland Segelturn kennengelernt, auf Magnetic Island wiedergesehen und jetzt in Cairns erneut getroffen haben. Ausserdem packten wir die Chance, an einem Australien BBQ teilzunehmen und assen neben reichhaltigen Salaten auch Krokodil, Emu und Kängeruh Fleisch. An einem anderen Tag liefen wir die 3km Esplanada ab, der Weg endet bei einem schönen Mangrovenwald. Eines Abend schauten wir „John Wick 2“ im Kino. Wer günstig lecker Essen möchte, dem empfehlen wir den Night Market, dort kriegt man leckere Asiatische Gerichte für einen guten Preis oder das Shopping Centre mit der „Fressmeile“.

Skydive

Die Zeit eilt, oder auch nicht. Wer Christof kennt weiss um was sich die folgenden Zeilen handeln. Einmal von einer Idee eingenommen braucht er nochmals einige Zeit zur Umsetzung oder eben auch Nicht-Umsetzung. Der Fallschirmsprung war genau so eine Sache. Die ganze Eastcoast hinauf trifft man ihn immer wieder an. Schon in Neuseeland sind wir an einigen Möglichkeiten vorbeigesaust. Doch nun in Cairns, unserer letzten Destination in Australien, schien diese Idee feste Formen anzunehmen. Laut eigener Aussage tilgte, die Idee eines Videos mit Genschenksankündigung für seine Freunde Martin und Tina, welche sich in der selben Woche das Ja-Wort in Deutschland gaben, die letzten 5% seiner Zweifel am Sprung. Gesagt gebucht. Nun soll es wirklich sein, dass sich Christof aus 15000 ft ( 4000+Meter), und einem Tandem-Buddy mit Fallschirm, stürzen wird. Das Adrenalin begann ab dem Moment der Unterzeichnung aller Sicherheitsbestimmungen blitzartig an durch seine Adern zu schiessen und er wurde tagszuvor schon extrem hibelig und exited :-).
Am folgenden Morgen 08:00 gings dann zur Start und Landebahn eine Stunde entfernt von Cairns um Nägel mit Köpfen zu machen. Einmal angekommen verstrichen kaum 30 Minuten und ich steckte in dem „Gstältli“, welches mich an Terry meinem professionellen Tandemspringer bindete und es wurde begonnen mit dem begleiteten Videodreh und dem Gang zum Flugzeug. Einmal gestartet befanden wir uns nach ca. 10-15 Minuten in Sprunghöhe. Die letzten drei und danach eine Minute vor Sprung wurden mit einer in der Kabine platzierten LED angezeigt. Alles ging massiv schnell. Nach zwei Einzelsprüngen vor mir befand ich mich schon in meiner Bananaposition freifallend über der Küste um Cairns und sah den Regenwald, den Strand und das Great Barrier Riff aus der Vogelperpektive. HaHa..!! Waaahhhnnsinnn…awesome…amazing…beautiful kreischend und zum Schluss noch mit ‚burning through the sky‘ (aus Queen’s Don’t stop me now‘) singend flog ich mit ca. 200km/h Richtung Boden. Ein spannendes Gefühl! nach ca. 60 Sekunden freiem Fall wurde dann der Fallschirm geöffnet und es riss mich regelrecht in die korrekt befestigten und mehrmals gecheckten Verbindungen zu Terry. Nun durfte ich nochmals ca. zwei bis drei Minuten die Aussicht durch den Himmel kurvend bestaunen bevor wir zur Landung ansetzten. Ich musste meine Beine anziehen, um Terry eine Landung Stilnote 10 zu ermöglichen. Top…! Tolle Erfahrung! Fliegen ist schön! Würde gleich nochmal!

Great Barrier Reef (Norman Reef, Hastings Reef)

Morgens um halb 8 ging es los. Mit dem Shuttle vom Hostel wurden wir zur Marlin Marina gebracht. Dort checkten wir als Passagiere Nummer 49 und 50 ein. Das Boot mit dem wir ans Great Barrier Reef fuhren, ist gerade mal 4 Wochen alt und hat einen Wert von sechs Millionen Australiendollar. Dementsprechend war alles noch ziemlich sauber und die Ausrüstung (Schnorchel, Flossen, Taucherbrille, Stingersuit) noch in einwandfreiem Zustand. Nach zwei Stunden Fahrt, waren wir am Norman Reef. Kaum angehalten, waren wir schon im Wasser. Während der Fahrt, war das Wasser sehr dunkel, mit hohen Wellen und undurchsichtig. Ich hatte aber immer ein klassisches Bild vor Augen vom Great Barrier Reef und da war das Wasser eher türkis, wellenfrei und glasklar. So war ich schon fast einwenig traurig, dass bei uns das Wetter nicht schön war. Als wir am ersten Reef ankamen, wurde ich zum Glück eines besseren belehrt. Das Wasser war wirklich türkis und glasklar und ein wenig ruhiger!

Wir sprangen ins Wasser, was erstaunlicherweise wieder sehr warm war und mussten erstmal einwenig ans Reef schnorcheln. Und dann war es soweit… wir sahen das Reef! Und ich kann nur eines sagen: Es war das Schönste unter Wasser, das ich je gesehen habe. Kein anderer „Tauchgang“ war bis jetzt so atemberaubend. Wie soll man das Gefühl beschreiben? Es ist einfach so, als wärst du in einer anderen Welt bzw. man ist wirklich in einer anderen sehr nichtalltäglichen Welt. Jeden Meter entdeckst du etwas Neues. Die Fische und Korallen haben Farben, die unglaublich schön und facettenreich sind. Und während du schnorchelst, vergisst du ganz einfach die Zeit,und auch alles andere. Man taucht wortwörtlich in eine Wunderwelt aus vielen Farben und noch mehreren Formen ein. Als wir zum Boot zurückkehrten wollten, erfüllte sich uns der Traum aller Schnorchler hier in Cairns. Auf dem Rückweg zum Boot gaben uns Taucher, per Hand, das Zeichen, dass sie eine Meerschidkröte gesichtet haben ganz nah. In die angezeigte Richtung geschnorchelt, ganz gechillt, schwamm sie nach oben, holte kurz Luft und tauchte wieder ab. Wir folgten ihr noch ein kleines Stückchen bevor wir überglücklich wieder zum Boot zurückpaddelten. Das Mittagessen wurde bereits serviert. Leider konnte Clarissa keinen Bissen mehr herunterkriegen und sie warf sich lieber eine „seasickness“-Tablette ein.

Jetzt ging es weiter zum zweiten Spot, dem Hasting Reef. Erneut sprangen wir ins Wasser und tauchten wieder ab in diese unglaublich schöne und vielfälige Unterwasserwelt. Wir sahen richtig grosse Fische, blaue Seesterne, Seegurken in allen Formen und Grössen und wunderbare Korallen und Anemonen. Ab und zu regnete es, aber wir waren ja eh schon nass. Weil wir die Zeit so vergassen, kam irgendwann ein Crewmember mit einem Gummiboot daher und meinte wir sollten doch bitte zurückkommen. Als Letzte an Board (wir haben alles rausgeholt aus dem ziemlich teuren Trip) zogen wir unsere warmen Kleider an und waren beide immernoch geflasht. Und nun, ab nach „Hause“. Zwei Stunden später trafen wir wieder in Cairns ein, gingen einkaufen und machten uns einen schönen Abend.

Travellers Oasis, Cairns

Das besagte Travellers Oasis Backpacker machte seinem Namen alle Ehre!! Ohne zu übertreiben können wir wohl behaupten, dass diese accommodatin die wohl schönste, gechillteste und gut organisierteste Behausung unserer Australien Ostküstentour war. Genau deshalb gab es auch wahnsinnig viele Tage hier in Cairns an welchen wir nicht aus dem Hostel gegangen sind und die Poolsite, die gute Küche, die gemühtliche Raucherlounge oder die sehr coolen Leute genossen welche dieser spot bot bzw. angezogen hat. Danke Josh (NewYorkCity), Frida (Schweden), Maren (Bremen) und alle anderen. Es war sehr schön und spannend euch kennenzulernen!

Byebye Australia, Bula Fiji

Jetzt heisst es schon bald für uns, tschüss Australien. Doch bevor wir gehen, haben wir zum Glück noch genug Zeit in Cairns, uns auf unsere nächste Destination – Fiji – vorzubereiten. Wir freuen uns auf zwei Wochen „Urlaub“ 😉

Links

Hostel: Travvelers Oasis
Tour (1 Day): Passion of Paradise

Townsville, Magnetic Island «Maggie»

Townsville

Zu Townsville gibt es nicht viel zu sagen. Wir waren Montags dort – und Montags haben alle Läden geschlossen. Unser Backpacker-Hostel „Reef Lodge“ war ausserdem so wundervoll, dass wir lieber da unsere Zeit verbrachten, als in Townsville selbst. Natürlich sahen wir uns die Highlights von Townsville „The Strand“ sowie die Flinders Street an.

Magnetic Island, Horshoe Bay, Bungalow Bay Koala Village YHA

Vier Nächte verbrachten wir auf dieser wundervollen Insel und erlebten ein noch schöneres Australien! Diese Unterkunft sowie diese Insel kann ich nur jedem ans Herz legen, der nach Australien gehen möchte! Aber beginnen wir von vorne. Mit der Fähre fuhren wir von Townsville (20 Minuten) nach Magnetic Island. In Nelly Bay hält die Fähre, von dort gehts direkt mit den Bus Richtung Horshoe Bay (ca. 15 Min.).

Am ersten Tag schauten wir uns den Horshoe Bay Strand an, gingen einkaufen und lebten uns in unserem kleinen und gemütlichen Bungalow ein. Wenn man hier ein Doppelzimmer mietet, erhält man einen kleinen Bugalow mit einem Bett und einem Kühlschrank, umsäumt von Palmen und Bananenbäumen. Richtig schön! Danach kühlten wir uns im Swimming Pool ab und lernten dabei Elias kennen, einen Toggenburger. Wir quatschten dann ziemlich lange und es machte Spass jemand aus der „Heimat“ zu sehen und kennenzulernen. Danach duschen, essen und am Abend quatschten wir bis spät nachts mit Elias und seiner Freundin. Hier im Bungalow Bay leben viele verschiedene Tiere völlig frei, das Gelände ist zwar offen, aber sie wollen wohl hier sein. Da sind Papageie (rainbow lorikeets), Kakadus, lachende Kookaburra’s, „Glubscher“-Vögel (bush stone curlew), schwarze Hühner, Wallabies und kleine supersüsse Opossums die meistens um die Küche und den Essbereich herumschleichen. Eines wollte mit mir mein Toastbrot teilen – sorry nein. 😉

Balding Bay, Radical Bay, Florence Bay, Arthur Bay, Forts Walk

Am zweiten Tag machten wir einen langen Walk. Von Horshoe Bay, über Balding Bay (übrigens ein Nackt-Badestrand) weiter nach Radical Bay vorbei an Gowie Bay nochmals weiter zur Florence Bay um schliesslich zur Arthur Bay zu gelangen. Dabei ging es mitten durchs Buschland und ab und zu war der Weg sandig oder steil und steinig. Dem nicht genug landeten wir zum Schluss beim Start vom lokal wohlbekannten Forts Walk, welchen wir eh unbedingt machen wollten. Nach einer kurzen Pause haben wir, nach hin und her denken und diskutieren (weil wir schon recht kaputt waren und schon den ganzen Tag gelaufen sind), uns dann doch fürs loslaufen entschieden (nochmals 2h Walk). Auf halber Strecke trafen wir Alyssa, die wir auf dem Whitsunday Island Segeltripp kennengelernt haben. Oben angekommen konnten wir uns tatsächlich den Sonnenuntergang ansehen und hatten ein unglaublich wundervolles 360° Panorama über die Insel bis zum Festland und Townsville. Es war wunderschön! Auf dem Rückweg sahen wir dann noch fünf freilebende Koalas und eine Stabheuschrecke. Die Sonne geht hier um ca. halb sechs unter, um sieben Uhr ist dann meistens schon stockfinster. Duschen, Essen und wieder traf man sich in der Bar und wir liessen den Abend mit Elias und Alyssa und einer Pizza ausklingen.

Geoffrey Bay, Alma Bay, Rockwallabies

Am dritten Tag trafen wir uns mit Alyssa, um zu schnorcheln. Eigentlich wollten wir dies in der Geoffrey Bay, da dort ein „Shipwreck“ und ein Flugzeugpropeller versenkt liegt. Wir kauften uns eine Tauchkarte (zur besseren Übersicht), zogen uns unsere coolen Stingersuits (Anzüge gegen Quallen) an und warfen uns ins Wasser. Leider war es Hightide (Flut) und zudem noch sehr windig. Die Wellen waren dementsprechend so hoch, dass wir unter Wasser nichts sahen. Also entschieden wir uns in der Alma Bay zu schnorcheln (ein kleinerer, geschützterer Strand). Dort war das Wasser viel ruhiger und wir sahen ca. neun verschiedene Sorten von Fischen. Danach gingen wir hungrig essen, verabschiedeten wir uns von Alyssa (da sie bereits nach Cairns reiste) und gingen danach nochmals zum Alma Bay. Das Wasser stand inzwischen ca. 2 Meter weniger hoch, dafür waren die Wellen umso stärker. Leider hab ich wieder nichts gesehen im Wasser da der Sand zu sehr aufgewirbelt wurde.

Am Schluss vom Tag, gingen wir noch zu den Rockwallabies. Da wir einwenig Futter dabei hatten, kamen viele extrem nahe, so dass wir sie von Hand füttern konnten. Bei einem sahen wir sogar noch das Baby aus dem Bäutel hangeln. Am Abend organisierten wir unsere Weiterreise und genossen den Abend wieder einmal zu zweit.

Koala Village

Am vierten Tag machten wir eine Führung im Koala Village, welches sich in unserem Hostel befindet. Um 10 Uhr gings los. Wir konnten alle Tiere halten, die wir wollten… unter anderem ein kleines Krokodil, eine Schlange, einen seltenen schwarzen Kakadu, Waterdragon und endlich: einen Koala! Yeah! Die Kerlis sind einfach so unglaublich süss und so flauschig! Die Führung dauerte 2 Stunden, danach fings leider an zu regnen und wir machten uns einen entspannten Tag in unserem schönen Bungalow (lesen, bloggen, Kaffee trinken).

Morgen gehts schon wieder weiter nach Cairns. Wir haben uns entschieden Mission Beach auszulassen. Es war ein wahnsinnig toller Ort hier, soviele Tiere, so ein cooler Bungalow… es hat uns hier richtig gut gefallen!

By the way

Wer vor hat auf der Insel ein Auto zu mieten, dem würde ich von den „Tropical Topless Cars“ abraten. Sie sehen zwar (find ich) cool aus – wie Barbie-Cars (Pink, klein und süss) aber die Strassen/Wege sind oft echt richtig kaputt (riesen Schlaglöcher) und damit unzugänglich. Ich würde zwingend einen 4×4 mieten oder die Strecken ablaufen oder den Bus nehmen.

Zur Insel selbst: Die Insel bekam ihren prägnanten Namen 1770 von Kapitän Cook, als dieser an ihr entlang fuhr und dabei der Kompass seines Schiffes verrückt spielte. Die Insel ist etwa 51km2 gross, beherbergt 2100 Einwohner und besitzt über 22 Bays und Beaches. Und hat (wird gesagt) 320 Tage im Jahr Sonnenschein und ist somit der sonnigste Ort in Queensland.

Links

Hostel Townsville: Reef Lodge
Hostel Magnetic Island: Bungalow Bay Koala Village YHA
Tour: Koala Village

Airlie Beach, Whitsunday Islands (3 day sailingtrip)

Nach einer entspannten Zeit in Rainbow Beach, ging es für uns wieder weiter Richtung Norden. Airlie Beach war unser nächster Stopp. Wir buchten wieder unseren Greyhound-Trip und fuhren um 16 Uhr in Rainbow Beach los. Um 18 Uhr trafen wir dann in Hervey Bay ein und hatten drei Stunden Aufenthalt. Wir entschieden uns Essen zu gehen und wollten, da wir von Junkfood umzingelt waren (MCDonalds, Subway, Hungry Jacks, Dominos’s usw…), unbedingt einmal KFC ausprobieren. Sagen wirs so; wir werden wohl nie mehr in einen KFC gehen. (No more words to say)

Um 21 Uhr, mit schwerer Kost im Magen, reisten wir dann wieder weiter mit dem Bus durch die Nacht nach Airlie Beach. Es war unsere dritte und letzte Nacht in einem Greyhound. Man kann nicht sagen, man gewöhnt sich dran oder dass es irgendwann gemütlicher wird, nein, irgendwie bleibt es unbequem und am nächsten Tag ist man fix und foxy. Um 11 Uhr trafen wir dann in Airlie Beach ein. Nach ca. 14h sitzend im Bus, waren wir froh frische Luft zu schnuppern und unsere eingerosteten Gelenke zu strecken. Da wir immer näher zum Äquator gelangen wird das Klima immer feuchter und wärmer. Wir zogen in unser neues Hostel ein, welches sich gegenüber der Busstation, ein wenig in den Hang gebaut befindet (Backpackers by the Bay) und legten uns erstmal einwenig in die Hängematte. Airlie Beach ist nicht wirklich gross, es erinnert uns leicht an Byron Bay. Wohin man auch schaut hier in Airlie Beach ist die Zerstörung, die der Zyklon Debby hier verursacht hat merkbar, befand sich dieser Ort doch so ziemlich genau im Zentrum des Zyklons. Viele Läden sind geschlossen und auch einige Hostels hat es erwischt, Strassenbeleuchtung, Bushaltestellen, Glasfassaden sehen havariert aus. Erst am nächsten Tag am Hafen, erfuhren wir auch, dass einige Tour-Anbieter Privatkonkurs anmelden mussten (fehlende Touristen oder/und kaputte Infrastruktur, Ausfall der einzigen Einnahmequelle in der Gegend).

Whitsunday Islands

Ein grosser Traum der in Erfüllung geht (erneut). Auf einem Segelschiff zu den Whitsunday Islands cruisen und somit auch mitten ins Great Barrier Reef. Wow. Wir entschieden uns für das Schiff Summertime (drei Tage, zwei Nächte) – was wir nicht eine Sekunde bereuen. Das Schiff komplett aus Holz wurde im Jahr 1945 erbaut und fuhr erstmal 50 Jahre zum Fischfang etwas südlicher von hier zur See. In den 90’er Jahren wurde es restauriert und umgebaut, nachdem die Nachfrage zu Segeltörns doch enorm gestiegen und die Erträge aus dem Fischverkauf im Gegenteil immer mehr schrumpften. Es wurden 16 Betten eingebaut ein „Saloon“ unter Deck und im hinteren Bereich sogar eine „hot tube“ ein Yakuzy auf dem Deck. Es hat einen Kompressor an Bord, welcher der Crew ermöglicht die Tauchflaschen beliebig oft wieder zu füllen oder auch die zum Schiffsinventar gehörenden Kayaks aufzupumpen.

Wir haben die Fahrt schon 5 Tage vorher über’s Internet gebucht und zahlten etwas um die 635 AU$. Die Kurzentschlossenen bei uns an Board, konnten vom Last-Minut Angebot profitieren und zahlten nur was mit 400 AU$. Fragt sich, ob man mit der Methode aber auch immer Platz hat oder wieviel es einem Wert ist, ob man auf dem Schiff sein kann oder nicht.

Bevor wir das Boot besteigen konnten, mussten alle ihre FlipFlops abgeben. Danach gab es eine kleine Einführung von Brad dem Capitän und dann ging es auch schon los. Die Wellen waren sehr heftig und schon die ersten klagten über „seasickness“ und nahmen die ersten Tabletten. Kaum angekommen, hiess es rein in den „wetsuit“ (Neoprenanzug) und ab ins Schlauchboot. Die Neoprenanzüge sind Pflicht, denn im Mai ist immernoch Stingerzeit d.h sehr giftige Quallen (z.B. der box jellyfish oder die european wasp (Durchmesser 1-2cm)). Dann wurden wir mit dem Schlauchboot zu einer wunderschönen Bucht gefahren (ist das jetzt das Paradies?) und mitten im Wasser dann rausgeworfen. Kaum an Land geschwommen wurden wir schon zum ersten Fotoshooting getrieben 🙂 „that’s entertaining…com’on!“ ;-). Daraufhin durften wir eine Stunde lang den paradiesischen, weissen Whiteheaven Beach und auch unsere neuen Kameraden an Board kennenlernen. Da war Alyssa (Kanada), Paul und Milena (Deutschland), Roman und Doris (Deutschland) und Chris und Richard (England). Wir waren zum Glück nur zu Neunt was wiederum für mehr Platz auf dem Schiff sorgte! Jedefalls kriegten wir eine „private cabin“ vorne am Bug (mit Türe!) – sehr cool!

Nach der Beacherkundung gings auf eine kleine Wandererung den Hügel hinauf zu einer Aussichtsplattform. Was für ein Panorama! Wahnsinn! Im Sand entdeckten wir dann auch schon die ersten Riesenrochen. Beim nächsten Fototermin angekommen, (der Trip soll ja gut dokumentiert sein) sahen wir eine ziemlich düstere Regenfront direkt auf uns zukommen. Das war ein klasse Erlebnis. Man konnte wirklich zusehen, wie sich die Regenlinie im Eiltempo auf uns zubewegte und dann „zack“ bist du pflütschnass. Im Anschluss und einer kurzen Pinkelpause gings weiter hinab zum Strand auf der anderen Seite der Insel und wieder rauf aufs Boot. Während Brad nochmals eine ganze Weile weitersegelte, gabs für uns zNacht und im Anschluss eine kleine Slideshow des Tages und allen Fotos, welche Daniel der Tauchexperte auf dem Schiff ganz lustig kommentierte. Wir haben uns annähernd Tränen gelacht. Zum Dessert auf Deck, unter dem Sternenhimmel und Scheinwerferlicht gesellte sich eine Gruppe Delfine zu uns, welche um das Schiff schwamm und widerum ihren zNacht jagten. Es war ein bezaubernder Abend! Dann gings ab ins Bett und wir wurden sanft von den Wellen in den Schlaf gewiegt. Irgendwie hat uns das an eine frühere Zeit in unserem Leben erinnert 😉

Am nächsten Tag gings schon früh los, um halb sieben krochen wir aus unseren Kajüten, tranken einen Kaffe und sahen die Sonne am Horizont aufgehen. Wir segelten direkt darauf zu. Dann gings wieder ab in den Wetsuit und rein in die little Summertime dem Beiboot, dass uns an einen mit Hartkorallen gespickten Stand absetzte. Mit Schnorchel, Taucherbrille und Flippers bepackt, tauchten wir ins Great Barrier Reef ein und waren ab der ersten Sekunde gefesselt von der Natur. Die Vielfältigkeit und Pracht der hundert, verschiededen Farben und Formen ist mehr als beeindruckend. Es war ein durchzogener Tag, manchmal wurde es heller und somit die Sicht leicht besser und manchmal regnete es und alles wurde ein wenig dunkelblauer. Hartkorallen, in der Strömung wippende Softkorallen, Anemonen in X-Variationen und auch die Fische zeigen sich in sehr vielen und schönen Varianten. Es ist ein herrliches Gefühl sich im Meer zu bewegen und von Zeit zu Zeit sich die Vielfalt von nah an zuschauen und abzutauchen. Es war wie ein riesiges Aquarium, manchmal schnorchelte man mitten in einem riesigen Fischschwarm. Wir sahen so viele verschiedene Arten (Seegurke, Moräne, Butterflyfish, Angelfish, Parrotfish,Yellow Tail, riesig grosse Muscheln (über 1 Meter gross! wirklich riesig!))

Alles in allem schnorchelten wir mind. sechs Stunden und die Haut war schon sichtlich aufgeweicht. Der Kaffe und die Kuchenhäppchen waren wohltuend und aufwärmend. Es ging uns richtig gut. Amanda die widerum andere Aufgaben wie Daniel ausführte, bekochte und verpflegte uns reichhaltig und ausgewogen. Anfangs schnorchelten nur wir und Alyssa, während die anderen tauchen gingen. Gegen Ende des Tages schnorchelten dann jedoch die Meisten, nur Chris machte an dem Tag drei Tauchgänge mit. Wir wurden an zwei verschiedene Tauchspots in der Coral Cove gefahren und ankerten danach unweit der ersten Nacht. In der bevorstehenden zweiten Nacht war das Meer eindeutig ruhiger.

Wir lernten „Chasing A’s“ von den nottinghamer Mitseglern Chris und Richard kennen und gingen später noch zu Scharade mit Fischnamen in Englisch über. Dabei darf man nur mit Gesten einen Fisch erklären, ohne etwas zu sagen. Es machte sichtlich allen sehr viel Spass und die Gruppe funktionnierte herrlich. Am Abend gab es dann wieder die schon fast traditionelle Präsentation der geschossenenen Leckerbissen in Fotoformat. Es war erstaunlich, was auch die Tauscher zu Gesicht bekamen und machte definitiv Lust auf mehr. Daniels Sprüche dazu oder auch das sagenumwobenen Video, welches eine Seegurke bei ihrem „Big Business“ und danach Atmen zeigt, durften dabei auf keinem Fall fehlen. 12 Jahre lang versuchte Brad „the shit“ zu dokumentieren bis er es dann endlich schaffte. Nach vielen Fotos und Videos von unterwasser gingen alle müde ins Bett. Leider musste Christof mit grossem Bedauern festellen, dass sein Tolino die Nacht unterm Kissen nicht überlebt hat. Schade, dieser wird sehr fehlen und muss dringend irgendwie ersetzt werden, am Besten noch vor den Fidschis ;-). Das war übrigens der dritte Tolino mit irgend einem technischen Problem, echt mühsam – wir werden jetzt die Marke wechseln.

Tag drei begann ähnlich früh wie 24 Stunden zuvor. Um sieben war Tagwache und die Crew hatte bereits die fünf aufblasbaren Kajaks ins Wasser gelassen. Unsere erste Kajaktour!! Wir freuten uns riesig. Nach Kaffee und Müesli, in unsere immerfeuchte Schale (Wetsuits) geworfen, legten wir los und padelten gemeinsam wie in einer Kette auf die Küste los. Daniel führte uns zuerst in die „Stingray Bay“ wo sich mehrere Stachelrochenarten, in etwa knietiefen, glasklarem Wasser, tummelten. Ca. 500m links daneben reihten sich Baum um Baum im Wasser zu einem kleineren Mangrovenwald zusammen durch welchen wir im Slalom hindurpaddelten inklusive einem „Limbo move“ bei Wurzeln die sich ca. einen halben Meter über Wasser bildeten. In der nächsten Bay als wir vor einem eindrücklichen sich talwärts schlängelnden Wasserfall Rast machten, sahen wir tatsächlich eine Meerschildkröte von ca. vierzig cm Durchmesser durch die Kajaks hindurch ins offene Meer schwimmen. Great Barrier Reef von der allerfeinsten Seite! Da wir gut vorankamen paddelten wir der Küste weiter und hielten dann um in den Kajaks ein Spiel zu spielen wobei sich zwei Teams einen Wasser-Rugbyball zuwerfen mussten bzw. das zweite Team dies verhindern sollte. Es wurde sehr nass im Gefecht, sodass wir am Schluss noch das Kajak kentern mussten, um das Wasser rauszuleeren. Darauf ziemlich fertig gings zur Summertime zurück um die Kajaks wieder auszuwassern. Leider verlor Daniel genau in diesem Moment seine Kamera und unsere Bilder vom Kajak-Tripp landeten für immer auf dem Grund des Meeres 🙁

Kurzentschlossen, den herrschenden Bedingungen entsprechend vermuten wir, brachen wir mitten im Lunch zur Rückreise auf, da dieser doch gut und gerne zwei Stunden auf offener See betrug! Es war wahrlich, wie von Daniel angekündigt, eine ziemliche „rockige“ Fahrt und wir waren glaube ich in unserem Leben noch nie so nass wie in diesem Moment grade eben zwischen den Whitsundays und Airlie Beach. Wir sassen friedlich da mit unseren Tellern und Würsten bis dann die erste Welle kam und das ganze Essen entweder rumflog oder danach sicher von Meerwasser salzig oder durchnässt war. Jedefall konnten wir grad noch so unsere Teller reinbringen bevor wir uns auf die Plätze an der Seite klammerten. Anfangs lachten noch alle, irgendwann wars dann nicht mehr so lustig. Alyssa meinte nur „we’re all gonna die“ und wham, wieder kam eine riesige Welle über unsere Köpfe und das Wasser strömte über meine Füsse. Die Augen versteckte ich danach nur noch unter meiner Kapuze, da das Meerwasser recht brennt in den Augen. Irgendwann waren dann alle ziemlich still und es ging hoch und runter und wieder Wasser und noch mehr Wasser. An aufstehen oder aufs Klo gehen war da überhaupt nicht zu denken. Und ich Depp hatte meine Kamera in der Tasche. Aber wie gesagt… ich konnte weder aufstehen noch sonst etwas unternehmen. Also hoffte ich einfach, dass meine Jacke wasserundurchlässig bleibt…

Zurück auf dem Festland und glücklich diesen Höllenritt wohl überstanden zu haben, machten wir uns auf zu unseren Koffern und unserem Hostel „Backpacker by the Bay“. Dort freuten wir uns beide massiv auf die bevorstehende warme Dusche, um die tonneladen Salz auf der Haut abzuspülen und die Haare zu waschen. Ah ja genau… auf der Summertime hatten wir übrigens eine Minute Duschzeit pro Tag zu Verfügung, was wir sehr schätzten, aber auch nur einmal-und ich behaupte dies in 30 Sekunden erledigt zu haben-in Anspruch nahmen, da wir eh ca. gefühlte 99% dieses Trips nass oder zumindest feucht waren. 🙂 Kaum hatte man nämlich was trockenes an, fing es zum Beispiel an von der Seite zu regnen… leider regnete es auf unserem Tripp die ganzen drei Tage immerwieder. Aber das hat der ganzen Stimmung an Board zu Glück nichts angetan. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit!

….nun am Abend, als wären die drei Tage „sun, fun and a lot things to do“ nicht genug, trafen wir uns noch mit unseren sieben Mitseglern zum z’Nacht und einpaar Bier im Beaches-Club-Restaurant mitten in Airlie Beach und beendeten den Trip feuchtfröhlich, wie er sich diese vergangenen Tage präsentiert hatte. Wir brauchen nun definitiv drei segelfreie Tage um all diese Eindrücke, Erfahrungen und das Schaukelgefühl sauber zu verarbeiten, nochmals zu geniessen und einzuordnen. Es war atemberaubend genial, ruhig und schön! Und wir sind wieder viele Erfahrungen reicher und können wieder einpaar Dinge auf unserer Bucketlist abstreichen.

Jetzt heisst es aber wieder: packen und ab nach Townsville resp. Magnetic Island.

Links

Hostel Airlie Beach: Backpackers by the bay
Tour: 3 days/2 nights – Summertime Whitesundays

Rainbow Beach, Fraser Island

Rainbow Beach

Bis heute weiss ich noch nicht, warum der Rainbow Beach so heisst. Eigentlich sagen sie, aufgrund des verschieden farbigen Sandes, einige Sagen wegen der Aborigines-Legende (Murrawar and the rainbow), wir sahen beim Sonnenuntergang die Regenfarben im Himmel und fanden dass er darum vielleicht so heisst und gestern als es regnete, sahen wir einen Regenbogen am Rainbow Beach. Fakt ist: Es ist ein Beach wie viele andere. Und das Dörfchen ist extrem klein. Hier kann man nichts tun als sich erholen, entspannen, planen oder lesen. Wer was erleben oder Party haben möchte, geht wohl besser nach Hervey Bay oder Noosa. Wir haben die Ruhe und Hängematten genossen.

Fraser Island

K’gari (Paradies) nannten die lange Zeit auf der Insel ansässigen Ureinwohner die Insel. Seit 1992 ist die Insel Unesco-Weltnaturerbe. Jährlich kommt eine halbe Million Besucher auf die Insel. Der Strand ist dabei die Autobahn. Wer alleine die Insel erkunden will, kann es gleich vergessen oder hat sehr viel Geld. Ein Ausflug alleine auf die Insel lohnt sich nur, wenn man mindestens zu Viert ist, da es doch sehr teuer kommt und aufwendig ist (Genehmigungen, Vehicle Service Permit, Camping Permit, 4WD Fahrzeugmiete, Sicherheitsinstruktionen etc.).

Es gibt verschiedene Tour-Anbieter ab Rainbow Beach oder Hervey Bay. Entweder kann man alleine mit dem Auto fahren in einer Gruppe von 4-5 Autos (tag along tours), mit dem kleinen Bus (ca. 16 Leute)(fraserexplorertours.com.au) oder mit dem grossen Bus (bis 50 Leute)(cooldingotour.com oder tourfraser.com). Dann kann man entweder alles an einem Tag machen oder verteilt auf zwei oder drei Tage. Die gängigsten Touren besuchen fast schon standartmässig 75 Mile Beach, Eli Creek, Maheno-Schiffswrack, Pinnacles, Lake McKenzie, Central Station und Coloured Sands. Die Insel besteht komplett aus Sand, ist die grösste Sandinsel der Welt (120 km lang und 15 km breit) und der einzige Ort and dem Regenwald auf Sand wächst. Wieso dem ist wurde uns auf unserer Tour genauestens erläutert.

Wir gingen mit Discovery Tours, zwei Tage und eine Nacht und waren eigentlich ganz zufrieden (375 AU$). Das lag aber vielleicht auch daran, weil wir eine coole Truppe waren und wir Spass hatten. Wir waren nur 16 Personen von ca. 22 Jährigen bis ca.65 Jährigen, was ich eine angenehme Grösse fand und einen guten Mix brachte. Am ersten Tag gingen wir im Lake McKenzie schwimmen. Das war so unglaublich schön da! Das Wasser ist glasklar. Der Reiseleiter meinte, dass es nur drei Lebewesen gibt (Frosch, Fische, Menschen), die in diesem Wasser leben können und dass man nach einem Bad rauskommt mit einer Baby-Haut, da das Wasser ausschliesslich aus Regenwasser bestand und ziemlich „sauer“ sei. Die Haut fühlte sich nach dem Baden wirklich sehr fein an. Der Sand besteht aus 100% purem Siliziumsand und ist schneeweiss. Weiter fuhren wir zur Central Station/Pile Valley (ein Weg mitten durch den tropischen Regenwald entlang des Wanggoolba Creek). Dann gings auch schon zu unserem ersten YHA Hostel (Happy Valley), was nebenbei bemerkt, sehr luxuriös, sauber und gross war. Nach dem Duschen versammelten wir uns zum Nachtessen, um danach zum Strand zu spazieren und uns die Sterne anzuschauen. Irgendwann kamen auch alle Anderen und Daniel spielte Lieder auf seiner Guitarre während David auf dem Dorfschild den Takt schlug. Im Himmel sah man etliche Sternschnuppen und da war so ein Moment, an dem man sich wünscht, er würde für ewig anhalten und niemals vorüber gehen.

Am nächsten Tag regnete es 🙁 Der Tourguide musste ein bisschen umdisponieren wegen der Ebbe/Flut. Zuerst wurden wir zum Maheno Schiffswrack (1935 auf Grund gelaufen) gefahren und danach weiter zum glasklaren Eli Creek. Wir überlegten noch ob wir wirklich baden wollten, liessen uns dann aber auch sehr einfach von Michael dem Tourguide dazu überreden, was sich auch lohnte. Es ist ein Fluss mit sehr klarem Wasser, in diesen liegt man einfach hinein und lässt sich ca. 400 Meter weit von der Strömung treiben. Danach gings schon zurück und wir schauten uns noch die coloured Sands in Rainbow Beach an. Dingos haben wir keine gesehen, Michael meinte es sei eine 50/50 Chance. Immer tourerfahrener 🙂 begannen wir aber auch innerlich ein wenig zu lächeln und dachten uns -Manchmal scheint es so, als locke man Touristen einfach an eine Stelle, die man irgendwie verkaufen kann. Oh ein Fluss, komm wir nennen ihn „Fluss der Weisheit“ und packen noch eine Geschichte rein – ZACK FERTICH und schon hat mein ein weiteres Highlight für eine Tour.

Pippies Beachhouse

In Rainbow Beach gibt es glaube ich nur drei Backpacker. Und alle drei sind nebeneinander. Wir waren im Pippies Beachhouse. Ich weiss noch nicht woran es liegt, aber 95% der Backpacker hier sind Frauen (16-26 jährig). Die Stimmung ist locker und entspannt, in der Küche herrscht Chaos pur. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Balkon und am ersten Abend sogar Schweizer Nachbaren. Wir quatschten bis spät in die Nacht. Auch über Essen, zB. was man so vermisst…(Hackbraten… mhmmm… Röschti… gutes Brot das nicht in Scheiben geschnitten ist…).

Links

Hostel: Pippies Beachhouse
Tour: Fraser Island Discovery

The best and worst Backpacker-Hotels in Australia (East Coast)

We’ve stayed in planty of Hostels all over the eastcoast of Australia. Some have been great, some disgusting and some weren’t really memorable. We rate from 1* (really bad) to 6* (best). Just to remember: We are both 35 years old and have other interests/requirements than 18-25 year old Backpackers… We always had double rooms, which makes a difference too.

5* United Backpackers, Melbourne, Victoria
+ bar in the ground floor for meet some other Backpackers
+ in the middle of the city
+ cool designs everywhere
+ keycard entry
+ large kitchen with cool stylish interieur and enough space for the food
– really loud from the outside at night
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4* Space Hotel, Melbourne, Victoria
+ comfortable beds
+ gym and movie theater
+ large kitchen – free coffee, sugar and tea
+ rooftop deck with amazing view
+ keycard entry
+ near the city
– some open food in the kitchen, smelled really bad and there have been cockroaches everywhere
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
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6* Eva’s Backpacker, Kings Cross, Sydney, New South Wales
+ very nice rooftop deck
+ fridge and tresor in double room
+ you feel like at home
+ nice new bathrooms
+ two keys for two person
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice location (Kings Cross)
+ with night light
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1* Astra Motel, Manly, Sydney, New South Wales
+ Marc is a cool guy
+ nice location (near the beach)
– one key for two person
– strange people there
– really bad kitchen
– little curtyard with nasty plastic chairs
– never have seen someone cleaning
– a lot of bugs everywere in the kitchen espacially at night
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4* Aquarius, Byron Bay, New South Wales (Partyhostel)
+ nice location (near the beach)
+ free dinner included in price
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
+ 500 MB free Wifi per day
– one key for two person
– most backpackers here are 18-25 years old
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5* Banana Benders, Brisbane, Queensland
+ great location (near bus station and greyhound, very queit)
+ very cool curtyard/terrace (every table has an energy …)
+ you feel like at home
+ nice tv room
+ all you need in the kitchen
+ great playlist all day long (remarkable!)
+ cleaned daily (!really good!)
– a little bit loud because of the street
– only 100 MB free Wifi per day
– one key for two person
– there exist better showers…
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4* Bunk Backpackers, Brisbane, Queensland (Partyhostel)
+ big kitchen with everything you need – free coffee, sugar and tea
+ your own bath and toilett in a double room (if you want)
+ cool location (club, bars, chinatown)
+ with swimmingpool
– only 30 min free Wifi per day
– so/to many backpackers – you’re just 1 of 200
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
– there is no place, where you can be alone
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5* Pippies Beachhouse, Rainbow Beach, Queensland
+ nice and always proper kitchen but also very small
+ free coffee, sugar and tea
+ free unlimited Wifi but very slow
+ very nice hammocks
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
– one key for two person
– most of the backpackers are there only for one night
– often loud in the evening (partygirls)
– tables are often sticky and grubby
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4* Backpackers by the Bay, Airlie Beach, Queensland
+ free coffee, sugar and tea
+ 500 MB free Wifi per day
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
+ with your own little front garden/terrace and two chairs
– one key for two person
– the room light is to glaring and bright (no night lights)
– location is ok but to many stairs
– tables are often sticky and grubby
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5* Reef Lodge, Townsville, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice chilling oasis in the middle of townsville
+ fridge in double room
+ free unlimited Wifi
– one key for two person
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4* Bungalow Bay YHA, Magnetic Island, Queensland
+ very friendly staff
+ bungalows are so cool!
+ best place to get in contact with animals
+ fridge in double room
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
– very slow and really bad Wifi only in the common area
– no free coffee, kitchen always messy
– one key for two person
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6* Travellers Oasis, Cairns, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ you feel like at home
+ free coffee, sugar and tea
+ free oil, salt, pepper and other ingredients you need to cook
+ very fast and unlimited Wifi (!)
+ very friendly and helpful staff
+ fridge and tresor in double room
+ very nice hammocks
+ with night light
+ with swimmingpool
– one key for two person