Cairns, Great Barrier Reef

„OMG! We swam with a turtle!“ Wow! Das war der absolute Hammer! Aber beginnen wir von vorne…

Cairns, Australien BBQ

In Cairns angekommen, steuerten wir auf unser Hostel zu und wurden herzlich empfangen obwohl das Office eigentlich schon zu war. Der erste Eindruck war so gut, dass wir am nächsten Tag schon beschlossen, hier zu bleiben. Ein wirklich tolles und symphatisches Hostel (Travellers Oasis). In Cairns selbst, haben wir fast alles angeschaut. Von der bekannten Esplanada, mit der Lagoon (wirklich toll zum darin plantschen), zum Shopping Centre (mit über 150 Läden), zum Rustys Markets (wo man Früchte und Gemüse einkaufen kann) über den Night Market. Natürlich versuchten wir eines Abends auch ins Gilligans zu kommen, vergassen aber die ID zuhause (keine ID, kein Einlass). In Cairns trafen wir auch wieder auf Alyssa, die wir auf Fraser Island kennengelernt, auf Magnetic Island wiedergesehen und jetzt in Cairns erneut getroffen haben. Ausserdem packten wir die Chance, an einem Australien BBQ teilzunehmen und assen Krokodil, Emu und Kängeruh Fleisch. An einem anderen Tag liefen wir die 3km Esplanada ab, der Weg endet bei einem schönen Mangrovenwald.

Skydive

Text folgt

Great Barrier Reef (Norman Reef, Hastings Reef)

Morgens um halb 8 ging es los. Mit dem Shuttle vom Hostel wurden wir zur Marlin Marina gebracht. Dort checkten wir als Passagiere Nummer 49 und 50 ein. Das Boot mit dem wir ans Great Barrier Reef fuhren, ist gerade mal 4 Wochen alt und hat einen Wert von sechs Millionen. Dementsprechend war alles noch ziemlich sauber und die Ausrüstung (Schnorchel, Flossen, Taucherbrille, Stingersuit) noch in einwandfreiem Zustand. Nach zwei Stunden Fahrt, waren wir am Norman Reef. Kaum angehalten, waren wir schon im Wasser. Während der Fahrt, war das Wasser sehr dunkel, mit hohen Wellen und undurchsichtig. Ich hatte aber immer ein klassisches Bild vor Augen vom Great Barrier Reef und da war das Wasser eher türkis, wellenfrei und glasklar. So war ich schon fast einwenig traurig, dass bei uns das Wetter nicht schön war. Als wir am ersten Reef ankamen, wurde ich zum Glück eines besseren belehrt. Das Wasser war wirklich türkis und glasklar!

Wir sprangen ins Wasser, was erstaunlicherweise wieder sehr warm war und mussten erstmal einwenig ans Reef schnorcheln. Und dann war es soweit… wir sahen das Reef! Und ich kann nur eines sagen: Es war das Schönste unter Wasser, das ich je gesehen habe. Kein anderer „Tauchgang“ war bis jetzt so „atemberaubend“. Wie soll man das Gefühl beschreiben? Es ist einfach so, als wärst du in einer anderen Welt. Jeden Meter entdeckst du etwas Neues. Die Fische und Korallen haben Farben, die unglaublich schön und facettenreich sind. Und während du schnorchelst, vergisst du ganz einfach die Zeit. Und auch alles andere. Als wir zum Boot zurückkehrten wollten, geschah der Traum aller Backpacker hier in Cairns, wir trafen auf eine Schildkröte. Ganz gechillt, schwamm sie nach oben, holte kurz Luft und tauchte wieder ab. Wir folgten ihr noch ein kleines Stückchen bevor wir überglücklich wieder zum Boot gingen. Das Mittagessen wurde bereits serviert. Leider konnte Clarissa keinen Bissen mehr herunterkriegen und sie warf sich lieber eine „seasick“-Tablette ein.

Jetzt ging es weiter zum zweiten Spot, dem Hasting Reef. Erneut sprangen wir ins Wasser und tauchten wieder ab in diese unglaublich schöne und vielfälige Unterwasserwelt. Wir sahen richtig grosse Fische, blaue Seesterne und wunderbare Korallen. Ab und zu regnete es, aber wir waren ja eh schon nass. Weil wir die Zeit so vergassen, kam irgendwann ein Crewmember mit einem Gummiboot daher und meinte wir sollten doch bitte zurückkommen. Als Letzte an Board (wir haben alles rausgeholt aus dem teuren Trip) zogen wir unsere warmen Kleider an und waren beide mehr als glücklich. Und nun, ab nach „Hause“. Zwei Stunden später trafen wir wieder in Cairns ein, gingen einkaufen und machten uns einen schönen Abend.

Byebye Australia, Bula Fiji

Jetzt heisst es schon bald für uns, tschüss Australien. Doch bevor wir gehen, haben wir zum Glück noch genug Zeit in Cairns, uns auf unsere nächste Destination – Fiji – vorzubereiten. Wir freuen uns auf zwei Wochen „Urlaub“ 😉

Links

Hostel: Travvelers Oasis
Tour (1 Day): Passion of Paradise

Townsville, Magnetic Island «Maggie»

Townsville

Zu Townsville gibt es nicht viel zu sagen. Wir waren Montags dort – und Montags haben alle Läden geschlossen. Unser Backpacker-Hostel „Reef Lodge“ war ausserdem so wundervoll, dass wir lieber da unsere Zeit verbrachten, als in Townsville selbst. Natürlich sahen wir uns die Highlights von Townsville „The Strand“ sowie die Flinders Street an.

Magnetic Island, Horshoe Bay, Bungalow Bay Koala Village YHA

Vier Nächte verbrachten wir auf dieser wundervollen Insel und erlebten ein noch schöneres Australien! Diese Unterkunft sowie diese Insel kann ich nur jedem ans Herz legen, der nach Australien gehen möchte! Aber beginnen wir von vorne. Mit der Fähre fuhren wir von Townsville (20 Minuten) nach Magnetic Island. In Nelly Bay hält die Fähre, von dort gehts direkt mit den Bus Richtung Horshoe Bay (ca. 15 Min.).

Am ersten Tag schauten wir uns den Horshoe Bay Strand an, gingen einkaufen und lebten uns in unserem kleinen und gemütlichen Bungalow ein. Wenn man hier ein Doppelzimmer mietet, erhält man einen kleinen Bugalow mit einem Bett und einem Kühlschrank, umsäumt von Palmen und Bananenbäumen. Richtig schön! Danach kühlten wir uns im Swimming Pool ab und lernten dabei Elias kennen, einen Toggenburger. Wir quatschten dann ziemlich lange und es machte Spass jemand aus der „Heimat“ zu sehen und kennenzulernen. Danach duschen, essen und am Abend quatschten wir bis spät nachts mit Elias und seiner Freundin. Hier im Bungalow Bay leben viele verschiedene Tiere völlig frei, das Gelände ist zwar offen, aber sie wollen wohl hier sein. Da sind Papageie (rainbow lorikeets), Kakadus, lachende Kookaburra’s, „Glubscher“-Vögel (bush stone curlew), schwarze Hühner, Wallabies und kleine supersüsse Opossums die meistens um die Küche und den Essbereich herumschleichen. Eines wollte mit mir mein Toastbrot teilen – sorry nein. 😉

Balding Bay, Radical Bay, Florence Bay, Arthur Bay, Forts Walk

Am zweiten Tag machten wir einen langen Walk. Von Horshoe Bay, über Balding Bay (übrigens ein Nackt-Badestrand) weiter nach Radical Bay vorbei an Gowie Bay nochmals weiter zur Florence Bay um schliesslich zur Arthur Bay zu gelangen. Dabei ging es mitten durchs Buschland und ab und zu war der Weg sandig oder steil und steinig. Dem nicht genug landeten wir zum Schluss beim Start vom lokal wohlbekannten Forts Walk, welchen wir eh unbedingt machen wollten. Nach einer kurzen Pause haben wir, nach hin und her denken und diskutieren (weil wir schon recht kaputt waren und schon den ganzen Tag gelaufen sind), uns dann doch fürs loslaufen entschieden (nochmals 2h Walk). Auf halber Strecke trafen wir Alyssa, die wir auf dem Whitsunday Island Segeltripp kennengelernt haben. Oben angekommen konnten wir uns tatsächlich den Sonnenuntergang ansehen und hatten ein unglaublich wundervolles 360° Panorama über die Insel bis zum Festland und Townsville. Es war wunderschön! Auf dem Rückweg sahen wir dann noch fünf freilebende Koalas und eine Stabheuschrecke. Die Sonne geht hier um ca. halb sechs unter, um sieben Uhr ist dann meistens schon stockfinster. Duschen, Essen und wieder traf man sich in der Bar und wir liessen den Abend mit Elias und Alyssa und einer Pizza ausklingen.

Geoffrey Bay, Alma Bay, Rockwallabies

Am dritten Tag trafen wir uns mit Alyssa, um zu schnorcheln. Eigentlich wollten wir dies in der Geoffrey Bay, da dort ein „Shipwreck“ und ein Flugzeugpropeller versenkt liegt. Wir kauften uns eine Tauchkarte (zur besseren Übersicht), zogen uns unsere coolen Stingersuits (Anzüge gegen Quallen) an und warfen uns ins Wasser. Leider war es Hightide (Flut) und zudem noch sehr windig. Die Wellen waren dementsprechend so hoch, dass wir unter Wasser nichts sahen. Also entschieden wir uns in der Alma Bay zu schnorcheln (ein kleinerer, geschützterer Strand). Dort war das Wasser viel ruhiger und wir sahen ca. neun verschiedene Sorten von Fischen. Danach gingen wir hungrig essen, verabschiedeten wir uns von Alyssa (da sie bereits nach Cairns reiste) und gingen danach nochmals zum Alma Bay. Das Wasser stand inzwischen ca. 2 Meter weniger hoch, dafür waren die Wellen umso stärker. Leider hab ich wieder nichts gesehen im Wasser da der Sand zu sehr aufgewirbelt wurde.

Am Schluss vom Tag, gingen wir noch zu den Rockwallabies. Da wir einwenig Futter dabei hatten, kamen viele extrem nahe, so dass wir sie von Hand füttern konnten. Bei einem sahen wir sogar noch das Baby aus dem Bäutel hangeln. Am Abend organisierten wir unsere Weiterreise und genossen den Abend wieder einmal zu zweit.

Koala Village

Am vierten Tag machten wir eine Führung im Koala Village, welches sich in unserem Hostel befindet. Um 10 Uhr gings los. Wir konnten alle Tiere halten, die wir wollten… unter anderem ein kleines Krokodil, eine Schlange, einen seltenen schwarzen Kakadu, Waterdragon und endlich: einen Koala! Yeah! Die Kerlis sind einfach so unglaublich süss und so flauschig! Die Führung dauerte 2 Stunden, danach fings leider an zu regnen und wir machten uns einen entspannten Tag in unserem schönen Bungalow (lesen, bloggen, Kaffee trinken).

Morgen gehts schon wieder weiter nach Cairns. Wir haben uns entschieden Mission Beach auszulassen. Es war ein wahnsinnig toller Ort hier, soviele Tiere, so ein cooler Bungalow… es hat uns hier richtig gut gefallen!

By the way

Wer vor hat auf der Insel ein Auto zu mieten, dem würde ich von den „Tropical Topless Cars“ abraten. Sie sehen zwar (find ich) cool aus – wie Barbie-Cars (Pink, klein und süss) aber die Strassen/Wege sind oft echt richtig kaputt (riesen Schlaglöcher) und damit unzugänglich. Ich würde zwingend einen 4×4 mieten oder die Strecken ablaufen oder den Bus nehmen.

Zur Insel selbst: Die Insel bekam ihren prägnanten Namen 1770 von Kapitän Cook, als dieser an ihr entlang fuhr und dabei der Kompass seines Schiffes verrückt spielte. Die Insel ist etwa 51km2 gross, beherbergt 2100 Einwohner und besitzt über 22 Bays und Beaches. Und hat (wird gesagt) 320 Tage im Jahr Sonnenschein und ist somit der sonnigste Ort in Queensland.

Links

Hostel Townsville: Reef Lodge
Hostel Magnetic Island: Bungalow Bay Koala Village YHA
Tour: Koala Village

Airlie Beach, Whitsunday Islands (3 day sailingtrip)

Nach einer entspannten Zeit in Rainbow Beach, ging es für uns wieder weiter Richtung Norden. Airlie Beach war unser nächster Stopp. Wir buchten wieder unseren Greyhound-Trip und fuhren um 16 Uhr in Rainbow Beach los. Um 18 Uhr trafen wir dann in Hervey Bay ein und hatten drei Stunden Aufenthalt. Wir entschieden uns Essen zu gehen und wollten, da wir von Junkfood umzingelt waren (MCDonalds, Subway, Hungry Jacks, Dominos’s usw…), unbedingt einmal KFC ausprobieren. Sagen wirs so; wir werden wohl nie mehr in einen KFC gehen. (No more words to say)

Um 21 Uhr, mit schwerer Kost im Magen, reisten wir dann wieder weiter mit dem Bus durch die Nacht nach Airlie Beach. Es war unsere dritte und letzte Nacht in einem Greyhound. Man kann nicht sagen, man gewöhnt sich dran oder dass es irgendwann gemütlicher wird, nein, irgendwie bleibt es unbequem und am nächsten Tag ist man fix und foxy. Um 11 Uhr trafen wir dann in Airlie Beach ein. Nach ca. 14h sitzend im Bus, waren wir froh frische Luft zu schnuppern und unsere eingerosteten Gelenke zu strecken. Da wir immer näher zum Äquator gelangen wird das Klima immer feuchter und wärmer. Wir zogen in unser neues Hostel ein, welches sich gegenüber der Busstation, ein wenig in den Hang gebaut befindet (Backpackers by the Bay) und legten uns erstmal einwenig in die Hängematte. Airlie Beach ist nicht wirklich gross, es erinnert uns leicht an Byron Bay. Wohin man auch schaut hier in Airlie Beach ist die Zerstörung, die der Zyklon Debby hier verursacht hat merkbar, befand sich dieser Ort doch so ziemlich genau im Zentrum des Zyklons. Viele Läden sind geschlossen und auch einige Hostels hat es erwischt, Strassenbeleuchtung, Bushaltestellen, Glasfassaden sehen havariert aus. Erst am nächsten Tag am Hafen, erfuhren wir auch, dass einige Tour-Anbieter Privatkonkurs anmelden mussten (fehlende Touristen oder/und kaputte Infrastruktur, Ausfall der einzigen Einnahmequelle in der Gegend).

Whitsunday Islands

Ein grosser Traum der in Erfüllung geht (erneut). Auf einem Segelschiff zu den Whitsunday Islands cruisen und somit auch mitten ins Great Barrier Reef. Wow. Wir entschieden uns für das Schiff Summertime (drei Tage, zwei Nächte) – was wir nicht eine Sekunde bereuen. Das Schiff komplett aus Holz wurde im Jahr 1945 erbaut und fuhr erstmal 50 Jahre zum Fischfang etwas südlicher von hier zur See. In den 90’er Jahren wurde es restauriert und umgebaut, nachdem die Nachfrage zu Segeltörns doch enorm gestiegen und die Erträge aus dem Fischverkauf im Gegenteil immer mehr schrumpften. Es wurden 16 Betten eingebaut ein „Saloon“ unter Deck und im hinteren Bereich sogar eine „hot tube“ ein Yakuzy auf dem Deck. Es hat einen Kompressor an Bord, welcher der Crew ermöglicht die Tauchflaschen beliebig oft wieder zu füllen oder auch die zum Schiffsinventar gehörenden Kayaks aufzupumpen.

Wir haben die Fahrt schon 5 Tage vorher über’s Internet gebucht und zahlten etwas um die 635 AU$. Die Kurzentschlossenen bei uns an Board, konnten vom Last-Minut Angebot profitieren und zahlten nur was mit 400 AU$. Fragt sich, ob man mit der Methode aber auch immer Platz hat oder wieviel es einem Wert ist, ob man auf dem Schiff sein kann oder nicht.

Bevor wir das Boot besteigen konnten, mussten alle ihre FlipFlops abgeben. Danach gab es eine kleine Einführung von Brad dem Capitän und dann ging es auch schon los. Die Wellen waren sehr heftig und schon die ersten klagten über „seasickness“ und nahmen die ersten Tabletten. Kaum angekommen, hiess es rein in den „wetsuit“ (Neoprenanzug) und ab ins Schlauchboot. Die Neoprenanzüge sind Pflicht, denn im Mai ist immernoch Stingerzeit d.h sehr giftige Quallen (z.B. der box jellyfish oder die european wasp (Durchmesser 1-2cm)). Dann wurden wir mit dem Schlauchboot zu einer wunderschönen Bucht gefahren (ist das jetzt das Paradies?) und mitten im Wasser dann rausgeworfen. Kaum an Land geschwommen wurden wir schon zum ersten Fotoshooting getrieben 🙂 „that’s entertaining…com’on!“ ;-). Daraufhin durften wir eine Stunde lang den paradiesischen, weissen Whiteheaven Beach und auch unsere neuen Kameraden an Board kennenlernen. Da war Alyssa (Kanada), Paul und Milena (Deutschland), Roman und Doris (Deutschland) und Chris und Richard (England). Wir waren zum Glück nur zu Neunt was wiederum für mehr Platz auf dem Schiff sorgte! Jedefalls kriegten wir eine „private cabin“ vorne am Bug (mit Türe!) – sehr cool!

Nach der Beacherkundung gings auf eine kleine Wandererung den Hügel hinauf zu einer Aussichtsplattform. Was für ein Panorama! Wahnsinn! Im Sand entdeckten wir dann auch schon die ersten Riesenrochen. Beim nächsten Fototermin angekommen, (der Trip soll ja gut dokumentiert sein) sahen wir eine ziemlich düstere Regenfront direkt auf uns zukommen. Das war ein klasse Erlebnis. Man konnte wirklich zusehen, wie sich die Regenlinie im Eiltempo auf uns zubewegte und dann „zack“ bist du pflütschnass. Im Anschluss und einer kurzen Pinkelpause gings weiter hinab zum Strand auf der anderen Seite der Insel und wieder rauf aufs Boot. Während Brad nochmals eine ganze Weile weitersegelte, gabs für uns zNacht und im Anschluss eine kleine Slideshow des Tages und allen Fotos, welche Daniel der Tauchexperte auf dem Schiff ganz lustig kommentierte. Wir haben uns annähernd Tränen gelacht. Zum Dessert auf Deck, unter dem Sternenhimmel und Scheinwerferlicht gesellte sich eine Gruppe Delfine zu uns, welche um das Schiff schwamm und widerum ihren zNacht jagten. Es war ein bezaubernder Abend! Dann gings ab ins Bett und wir wurden sanft von den Wellen in den Schlaf gewiegt. Irgendwie hat uns das an eine frühere Zeit in unserem Leben erinnert 😉

Am nächsten Tag gings schon früh los, um halb sieben krochen wir aus unseren Kajüten, tranken einen Kaffe und sahen die Sonne am Horizont aufgehen. Wir segelten direkt darauf zu. Dann gings wieder ab in den Wetsuit und rein in die little Summertime dem Beiboot, dass uns an einen mit Hartkorallen gespickten Stand absetzte. Mit Schnorchel, Taucherbrille und Flippers bepackt, tauchten wir ins Great Barrier Reef ein und waren ab der ersten Sekunde gefesselt von der Natur. Die Vielfältigkeit und Pracht der hundert, verschiededen Farben und Formen ist mehr als beeindruckend. Es war ein durchzogener Tag, manchmal wurde es heller und somit die Sicht leicht besser und manchmal regnete es und alles wurde ein wenig dunkelblauer. Hartkorallen, in der Strömung wippende Softkorallen, Anemonen in X-Variationen und auch die Fische zeigen sich in sehr vielen und schönen Varianten. Es ist ein herrliches Gefühl sich im Meer zu bewegen und von Zeit zu Zeit sich die Vielfalt von nah an zuschauen und abzutauchen. Es war wie ein riesiges Aquarium, manchmal schnorchelte man mitten in einem riesigen Fischschwarm. Wir sahen so viele verschiedene Arten (Seegurke, Moräne, Butterflyfish, Angelfish, Parrotfish,Yellow Tail, riesig grosse Muscheln (über 1 Meter gross! wirklich riesig!))

Alles in allem schnorchelten wir mind. sechs Stunden und die Haut war schon sichtlich aufgeweicht. Der Kaffe und die Kuchenhäppchen waren wohltuend und aufwärmend. Es ging uns richtig gut. Amanda die widerum andere Aufgaben wie Daniel ausführte, bekochte und verpflegte uns reichhaltig und ausgewogen. Anfangs schnorchelten nur wir und Alyssa, während die anderen tauchen gingen. Gegen Ende des Tages schnorchelten dann jedoch die Meisten, nur Chris machte an dem Tag drei Tauchgänge mit. Wir wurden an zwei verschiedene Tauchspots in der Coral Cove gefahren und ankerten danach unweit der ersten Nacht. In der bevorstehenden zweiten Nacht war das Meer eindeutig ruhiger.

Wir lernten „Chasing A’s“ von den nottinghamer Mitseglern Chris und Richard kennen und gingen später noch zu Scharade mit Fischnamen in Englisch über. Dabei darf man nur mit Gesten einen Fisch erklären, ohne etwas zu sagen. Es machte sichtlich allen sehr viel Spass und die Gruppe funktionnierte herrlich. Am Abend gab es dann wieder die schon fast traditionelle Präsentation der geschossenenen Leckerbissen in Fotoformat. Es war erstaunlich, was auch die Tauscher zu Gesicht bekamen und machte definitiv Lust auf mehr. Daniels Sprüche dazu oder auch das sagenumwobenen Video, welches eine Seegurke bei ihrem „Big Business“ und danach Atmen zeigt, durften dabei auf keinem Fall fehlen. 12 Jahre lang versuchte Brad „the shit“ zu dokumentieren bis er es dann endlich schaffte. Nach vielen Fotos und Videos von unterwasser gingen alle müde ins Bett. Leider musste Christof mit grossem Bedauern festellen, dass sein Tolino die Nacht unterm Kissen nicht überlebt hat. Schade, dieser wird sehr fehlen und muss dringend irgendwie ersetzt werden, am Besten noch vor den Fidschis ;-). Das war übrigens der dritte Tolino mit irgend einem technischen Problem, echt mühsam – wir werden jetzt die Marke wechseln.

Tag drei begann ähnlich früh wie 24 Stunden zuvor. Um sieben war Tagwache und die Crew hatte bereits die fünf aufblasbaren Kajaks ins Wasser gelassen. Unsere erste Kajaktour!! Wir freuten uns riesig. Nach Kaffee und Müesli, in unsere immerfeuchte Schale (Wetsuits) geworfen, legten wir los und padelten gemeinsam wie in einer Kette auf die Küste los. Daniel führte uns zuerst in die „Stingray Bay“ wo sich mehrere Stachelrochenarten, in etwa knietiefen, glasklarem Wasser, tummelten. Ca. 500m links daneben reihten sich Baum um Baum im Wasser zu einem kleineren Mangrovenwald zusammen durch welchen wir im Slalom hindurpaddelten inklusive einem „Limbo move“ bei Wurzeln die sich ca. einen halben Meter über Wasser bildeten. In der nächsten Bay als wir vor einem eindrücklichen sich talwärts schlängelnden Wasserfall Rast machten, sahen wir tatsächlich eine Meerschildkröte von ca. vierzig cm Durchmesser durch die Kajaks hindurch ins offene Meer schwimmen. Great Barrier Reef von der allerfeinsten Seite! Da wir gut vorankamen paddelten wir der Küste weiter und hielten dann um in den Kajaks ein Spiel zu spielen wobei sich zwei Teams einen Wasser-Rugbyball zuwerfen mussten bzw. das zweite Team dies verhindern sollte. Es wurde sehr nass im Gefecht, sodass wir am Schluss noch das Kajak kentern mussten, um das Wasser rauszuleeren. Darauf ziemlich fertig gings zur Summertime zurück um die Kajaks wieder auszuwassern. Leider verlor Daniel genau in diesem Moment seine Kamera und unsere Bilder vom Kajak-Tripp landeten für immer auf dem Grund des Meeres 🙁

Kurzentschlossen, den herrschenden Bedingungen entsprechend vermuten wir, brachen wir mitten im Lunch zur Rückreise auf, da dieser doch gut und gerne zwei Stunden auf offener See betrug! Es war wahrlich, wie von Daniel angekündigt, eine ziemliche „rockige“ Fahrt und wir waren glaube ich in unserem Leben noch nie so nass wie in diesem Moment grade eben zwischen den Whitsundays und Airlie Beach. Wir sassen friedlich da mit unseren Tellern und Würsten bis dann die erste Welle kam und das ganze Essen entweder rumflog oder danach sicher von Meerwasser salzig oder durchnässt war. Jedefall konnten wir grad noch so unsere Teller reinbringen bevor wir uns auf die Plätze an der Seite klammerten. Anfangs lachten noch alle, irgendwann wars dann nicht mehr so lustig. Alyssa meinte nur „we’re all gonna die“ und wham, wieder kam eine riesige Welle über unsere Köpfe und das Wasser strömte über meine Füsse. Die Augen versteckte ich danach nur noch unter meiner Kapuze, da das Meerwasser recht brennt in den Augen. Irgendwann waren dann alle ziemlich still und es ging hoch und runter und wieder Wasser und noch mehr Wasser. An aufstehen oder aufs Klo gehen war da überhaupt nicht zu denken. Und ich Depp hatte meine Kamera in der Tasche. Aber wie gesagt… ich konnte weder aufstehen noch sonst etwas unternehmen. Also hoffte ich einfach, dass meine Jacke wasserundurchlässig bleibt…

Zurück auf dem Festland und glücklich diesen Höllenritt wohl überstanden zu haben, machten wir uns auf zu unseren Koffern und unserem Hostel „Backpacker by the Bay“. Dort freuten wir uns beide massiv auf die bevorstehende warme Dusche, um die tonneladen Salz auf der Haut abzuspülen und die Haare zu waschen. Ah ja genau… auf der Summertime hatten wir übrigens eine Minute Duschzeit pro Tag zu Verfügung, was wir sehr schätzten, aber auch nur einmal-und ich behaupte dies in 30 Sekunden erledigt zu haben-in Anspruch nahmen, da wir eh ca. gefühlte 99% dieses Trips nass oder zumindest feucht waren. 🙂 Kaum hatte man nämlich was trockenes an, fing es zum Beispiel an von der Seite zu regnen… leider regnete es auf unserem Tripp die ganzen drei Tage immerwieder. Aber das hat der ganzen Stimmung an Board zu Glück nichts angetan. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit!

….nun am Abend, als wären die drei Tage „sun, fun and a lot things to do“ nicht genug, trafen wir uns noch mit unseren sieben Mitseglern zum z’Nacht und einpaar Bier im Beaches-Club-Restaurant mitten in Airlie Beach und beendeten den Trip feuchtfröhlich, wie er sich diese vergangenen Tage präsentiert hatte. Wir brauchen nun definitiv drei segelfreie Tage um all diese Eindrücke, Erfahrungen und das Schaukelgefühl sauber zu verarbeiten, nochmals zu geniessen und einzuordnen. Es war atemberaubend genial, ruhig und schön! Und wir sind wieder viele Erfahrungen reicher und können wieder einpaar Dinge auf unserer Bucketlist abstreichen.

Jetzt heisst es aber wieder: packen und ab nach Townsville resp. Magnetic Island.

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Hostel Airlie Beach: Backpackers by the bay
Tour: 3 days/2 nights – Summertime Whitesundays

Rainbow Beach, Fraser Island

Rainbow Beach

Bis heute weiss ich noch nicht, warum der Rainbow Beach so heisst. Eigentlich sagen sie, aufgrund des verschieden farbigen Sandes, einige Sagen wegen der Aborigines-Legende (Murrawar and the rainbow), wir sahen beim Sonnenuntergang die Regenfarben im Himmel und fanden dass er darum vielleicht so heisst und gestern als es regnete, sahen wir einen Regenbogen am Rainbow Beach. Fakt ist: Es ist ein Beach wie viele andere. Und das Dörfchen ist extrem klein. Hier kann man nichts tun als sich erholen, entspannen, planen oder lesen. Wer was erleben oder Party haben möchte, geht wohl besser nach Hervey Bay oder Noosa. Wir haben die Ruhe und Hängematten genossen.

Fraser Island

K’gari (Paradies) nannten die lange Zeit auf der Insel ansässigen Ureinwohner die Insel. Seit 1992 ist die Insel Unesco-Weltnaturerbe. Jährlich kommt eine halbe Million Besucher auf die Insel. Der Strand ist dabei die Autobahn. Wer alleine die Insel erkunden will, kann es gleich vergessen oder hat sehr viel Geld. Ein Ausflug alleine auf die Insel lohnt sich nur, wenn man mindestens zu Viert ist, da es doch sehr teuer kommt und aufwendig ist (Genehmigungen, Vehicle Service Permit, Camping Permit, 4WD Fahrzeugmiete, Sicherheitsinstruktionen etc.).

Es gibt verschiedene Tour-Anbieter ab Rainbow Beach oder Hervey Bay. Entweder kann man alleine mit dem Auto fahren in einer Gruppe von 4-5 Autos (tag along tours), mit dem kleinen Bus (ca. 16 Leute)(fraserexplorertours.com.au) oder mit dem grossen Bus (bis 50 Leute)(cooldingotour.com oder tourfraser.com). Dann kann man entweder alles an einem Tag machen oder verteilt auf zwei oder drei Tage. Die gängigsten Touren besuchen fast schon standartmässig 75 Mile Beach, Eli Creek, Maheno-Schiffswrack, Pinnacles, Lake McKenzie, Central Station und Coloured Sands. Die Insel besteht komplett aus Sand, ist die grösste Sandinsel der Welt (120 km lang und 15 km breit) und der einzige Ort and dem Regenwald auf Sand wächst. Wieso dem ist wurde uns auf unserer Tour genauestens erläutert.

Wir gingen mit Discovery Tours, zwei Tage und eine Nacht und waren eigentlich ganz zufrieden (375 AU$). Das lag aber vielleicht auch daran, weil wir eine coole Truppe waren und wir Spass hatten. Wir waren nur 16 Personen von ca. 22 Jährigen bis ca.65 Jährigen, was ich eine angenehme Grösse fand und einen guten Mix brachte. Am ersten Tag gingen wir im Lake McKenzie schwimmen. Das war so unglaublich schön da! Das Wasser ist glasklar. Der Reiseleiter meinte, dass es nur drei Lebewesen gibt (Frosch, Fische, Menschen), die in diesem Wasser leben können und dass man nach einem Bad rauskommt mit einer Baby-Haut, da das Wasser ausschliesslich aus Regenwasser bestand und ziemlich „sauer“ sei. Die Haut fühlte sich nach dem Baden wirklich sehr fein an. Der Sand besteht aus 100% purem Siliziumsand und ist schneeweiss. Weiter fuhren wir zur Central Station/Pile Valley (ein Weg mitten durch den tropischen Regenwald entlang des Wanggoolba Creek). Dann gings auch schon zu unserem ersten YHA Hostel (Happy Valley), was nebenbei bemerkt, sehr luxuriös, sauber und gross war. Nach dem Duschen versammelten wir uns zum Nachtessen, um danach zum Strand zu spazieren und uns die Sterne anzuschauen. Irgendwann kamen auch alle Anderen und Daniel spielte Lieder auf seiner Guitarre während David auf dem Dorfschild den Takt schlug. Im Himmel sah man etliche Sternschnuppen und da war so ein Moment, an dem man sich wünscht, er würde für ewig anhalten und niemals vorüber gehen.

Am nächsten Tag regnete es 🙁 Der Tourguide musste ein bisschen umdisponieren wegen der Ebbe/Flut. Zuerst wurden wir zum Maheno Schiffswrack (1935 auf Grund gelaufen) gefahren und danach weiter zum glasklaren Eli Creek. Wir überlegten noch ob wir wirklich baden wollten, liessen uns dann aber auch sehr einfach von Michael dem Tourguide dazu überreden, was sich auch lohnte. Es ist ein Fluss mit sehr klarem Wasser, in diesen liegt man einfach hinein und lässt sich ca. 400 Meter weit von der Strömung treiben. Danach gings schon zurück und wir schauten uns noch die coloured Sands in Rainbow Beach an. Dingos haben wir keine gesehen, Michael meinte es sei eine 50/50 Chance. Immer tourerfahrener 🙂 begannen wir aber auch innerlich ein wenig zu lächeln und dachten uns -Manchmal scheint es so, als locke man Touristen einfach an eine Stelle, die man irgendwie verkaufen kann. Oh ein Fluss, komm wir nennen ihn „Fluss der Weisheit“ und packen noch eine Geschichte rein – ZACK FERTICH und schon hat mein ein weiteres Highlight für eine Tour.

Pippies Beachhouse

In Rainbow Beach gibt es glaube ich nur drei Backpacker. Und alle drei sind nebeneinander. Wir waren im Pippies Beachhouse. Ich weiss noch nicht woran es liegt, aber 95% der Backpacker hier sind Frauen (16-26 jährig). Die Stimmung ist locker und entspannt, in der Küche herrscht Chaos pur. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Balkon und am ersten Abend sogar Schweizer Nachbaren. Wir quatschten bis spät in die Nacht. Auch über Essen, zB. was man so vermisst…(Hackbraten… mhmmm… Röschti… gutes Brot das nicht in Scheiben geschnitten ist…).

Links

Hostel: Pippies Beachhouse
Tour: Fraser Island Discovery

The best and worst Backpacker-Hotels in Australia (East Coast)

We’ve stayed in planty of Hostels all over the eastcoast of Australia. Some have been great, some disgusting and some weren’t really memorable. We rate from 1* (really bad) to 6* (best). Just to remember: We are both 35 years old and have other interests/requirements than 18-25 year old Backpackers… We always had double rooms, which makes a difference too.

5* United Backpackers, Melbourne, Victoria
+ bar in the ground floor for meet some other Backpackers
+ in the middle of the city
+ cool designs everywhere
+ keycard entry
+ large kitchen with cool stylish interieur and enough space for the food
– really loud from the outside at night
———-
4* Space Hotel, Melbourne, Victoria
+ comfortable beds
+ gym and movie theater
+ large kitchen – free coffee, sugar and tea
+ rooftop deck with amazing view
+ keycard entry
+ near the city
– some open food in the kitchen, smelled really bad and there have been cockroaches everywhere
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
———-
6* Eva’s Backpacker, Kings Cross, Sydney, New South Wales
+ very nice rooftop deck
+ fridge and tresor in double room
+ you feel like at home
+ nice new bathrooms
+ two keys for two person
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice location (Kings Cross)
+ with night light
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1* Astra Motel, Manly, Sydney, New South Wales
+ Marc is a cool guy
+ nice location (near the beach)
– one key for two person
– strange people there
– really bad kitchen
– little curtyard with nasty plastic chairs
– never have seen someone cleaning
– a lot of bugs everywere in the kitchen espacially at night
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4* Aquarius, Byron Bay, New South Wales (Partyhostel)
+ nice location (near the beach)
+ free dinner included in price
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
+ 500 MB free Wifi per day
– one key for two person
– most backpackers here are 18-25 years old
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5* Banana Benders, Brisbane, Queensland
+ great location (near bus station and greyhound, very queit)
+ very cool curtyard/terrace (every table has an energy …)
+ you feel like at home
+ nice tv room
+ all you need in the kitchen
+ great playlist all day long (remarkable!)
+ cleaned daily (!really good!)
– a little bit loud because of the street
– only 100 MB free Wifi per day
– one key for two person
– there exist better showers…
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4* Bunk Backpackers, Brisbane, Queensland (Partyhostel)
+ big kitchen with everything you need – free coffee, sugar and tea
+ your own bath and toilett in a double room (if you want)
+ cool location (club, bars, chinatown)
+ with swimmingpool
– only 30 min free Wifi per day
– so/to many backpackers – you’re just 1 of 200
– you cannot open the window, so it feels a little bit like a modern prison
– there is no place, where you can be alone
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5* Pippies Beachhouse, Rainbow Beach, Queensland
+ nice and always proper kitchen but also very small
+ free coffee, sugar and tea
+ free unlimited Wifi but very slow
+ very nice hammocks
+ double room with balcony
+ with swimmingpool
– one key for two person
– most of the backpackers are there only for one night
– often loud in the evening (partygirls)
– tables are often sticky and grubby
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4* Backpackers by the Bay, Airlie Beach, Queensland
+ free coffee, sugar and tea
+ 500 MB free Wifi per day
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
+ with your own little front garden/terrace and two chairs
– one key for two person
– the room light is to glaring and bright (no night lights)
– location is ok but to many stairs
– tables are often sticky and grubby
———-
5* Reef Lodge, Townsville, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ free coffee, sugar and tea
+ nice chilling oasis in the middle of townsville
+ fridge in double room
+ free unlimited Wifi
– one key for two person
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4* Bungalow Bay YHA, Magnetic Island, Queensland
+ very friendly staff
+ bungalows are so cool!
+ best place to get in contact with animals
+ fridge in double room
+ very nice hammocks
+ with swimmingpool
– very slow and really bad Wifi only in the common area
– no free coffee, kitchen always messy
– one key for two person
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6* Travellers Oasis, Cairns, Queensland
+ nice and always proper kitchen
+ you feel like at home
+ free coffee, sugar and tea
+ free oil, salt, pepper and other ingredients you need to cook
+ very fast and unlimited Wifi (!)
+ very friendly and helpful staff
+ fridge and tresor in double room
+ very nice hammocks
+ with night light
+ with swimmingpool
– one key for two person

Brisbane «Brissie»

So gings weiter für uns Richtung Brisbane, von den Locals herzlich auch „Brissie“ genannt. Für einmal kostete uns die Fahrt nicht eine Nacht sondern nur ein paar Stunden im Greyhoundbus. Brisbane gilt nach Sydney und Melbourne als nächstkommende aufstrebende Metropole Australiens. Bekannt ist die Stadt u.a für ihre vielen Grünflächen, die sich darauf befindenden public Barbequespots und den Fluss dem Brisbane River welcher sich mit mehreren Richtungswechsel und Windungen durch die Stadt schlängelt.
Im Transit Center an der Upper Roma Street in Brissie angekommen, machten wir uns auf um unser Hostel das „Banana Benders“ aufzusuchen, welches sich zu Fuss nur 10 Minuten vom Busbahnhof befindet. Rund ums Banana Benders reiht sich Backpacker an Backpacker. Sowiso schon leicht auf der Anhöhe gelegen, hat jedes Hostel seine eigene Dachterasse, welche eine herrliche Aussicht auf das CBD Brisbane’s bietet. Wie sich dann herausstellte, vermochte unser Hostel mit einer wunderschönen und offenen Terasse, aber genau auf die entgegengesetzte Richtung zu den hügeligen suburbs zeigend, zu punkten. Alles in allem machte das Banana Benders einen sehr guten und chilligen Eindruck, welcher sich dann die folgenden Tage mit etlichen Bekanntschaften festigte. Hey Chris, Jordi, Pol, Sara und Pipa… it was very nice to meet you… wish you all the best for your following plans and travels!!

CBD, City Botanical Garden, South Banks

In unserem neuen, temporären Zuhause eingerichtet, machten wir uns auf ein wenig Brisbane zu erkunden und einzukaufen. Das CBD ist klassisch mit Hochhäusern gespickt. Gleich daneben, quasi auf der anderen Seite des Flusses, liegt die Southbank. Diese gross vorangekündigte Parkanlage hinterlässt Eindruck. Sie wurde nach 1988 auf dem Gelände auf welcher die Weltaustellung stattfand, geplant und erbaut. Sie bietet auf ca. 2 km Länge ein grosses Angebot an Entspannungs- und Zeitvertreibungsmöglichkeiten. Mit schönen Wegen, teils überwachsen, teils eine Art Regenwald, einem künstlichen Beach, mit oder auch ohne Sand, verschiedenen Barbecue-Hut’s und vereinzelten Cafe’s können wir die Vorschusslohrbeeren nur bestätigen. Sehr, sehr cool und schön. Einmal durchquert, landeten wir bei der nächsten Brücke über den Fluss und direkt dahinter im sehr schön gepflegten City Botanical Garden, welcher in einem der zwei/drei Flussknie liegt, welche sich hier natürlich bildeten. Umrundet von fliessend Wasser setzten wir uns ein wenig an die Riverside und genossen die Dämmerung inmitten faszinierenden Planzen wie riesengrosser Bambus oder unzählige Arten von Agaven. Hach..wie schön ist Pa….Brisbane! Geht es uns gut…!! Was für ein Glück was für ein schönes Leben..!!

Australia Zoo, Steve Irwin

…oder auch..Ein Traum Clarissa’s geht in Erfüllung. Steve Irwin’s (Crocodile Hunter) Austrailia Zoo liegt knapp 1.5 Stunden nördlich von Brisbane in Beerwah. Nach gründlicher Recherche :-), mit dem Gedanken keine organisierte Tour buchen zu wollen, machten wir uns auf eine „go-card“, für den hiesigen öffentlichen Verkehr benötigt, zu holen und aufzuladen. Mit dem Zug gings ca. 1.5h Richtung Norden in den Zoo (Halt Beerewah, von dort wird man abgeholt vom Zoo-Bus)

Text Cläry: Und wieder ein Ort, zu dem ich immer hin wollte (wie das Opera House in Sydney). Als Steve Irwin noch im TV kam, schauten ich und meine Mutter regelmässig seine Sendung. Steve ist eine Legende! Am Zoo angekommen, ragt ein riesiger Steve Irwin übers Gebäude, mit offenem Mund und grossen Augen (Look at this). Yeah! Endlich hier! Der Eintritt kostete etwa 65 NZD. Wir sahen uns vieles an, aber der Zoo ist wirklich riesig! Natürlich wollten wir Koala’s sehen, wir durften sie sogar streicheln (als wir bei den Koala’s waren, war eine Show und alle Besucher ausser uns waren in der Show. Da kam eine Angestellte, holte einen Koala und fregte ob wir ihn streicheln wollen. Yeah! Zur rechten Zeit am rechten Ort). Dann gings weiter zu den Kanguruhs, erst war ich einwenig schüchtern, da es ja doch grosse Tiere sind und man nicht gut einschätzen kann, ob sie gestreichelt werden wollen oder nicht. Aber da es soviele Kinder hatte, waren die so zahm, dass auch wir hingingen und sie streichelten. Krass ist auch, dass jeder Besucher ein Selfie macht. Danach gins weiter zu den Krokodilen, von denen es im Australia Zoo richtig viel hat. Und dann noch die Wombats, die wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Ansonsten gleicht sich der Zoo den anderen Zoos in Europa, es hat Tiger, Schlangen, Eulen, diverse Vögel,… alles in allem ein sehr schöner Tag! Der Zoo war übrigens ab 15 Uhr regelrecht leer, da sind alle mit den Kindern verschwunden und es war richtig still. Es hat jedenfalls echt Spass gemacht. Danach gings dann auf den langen Nachhause Weg mit Bus und Bahn.

Moreton Island

Brisbane liegt, 🙂 zur Abwechslung :-), nicht direkt am Meer und um ein wenig im Meer zu Baden oder zu Schnorcheln ist eine der Möglichkeiten, die dem Festland vorgelagerte Sandinsel Moreton Island zu besuchen. Wie auch auf Fraser Island (wird folgen) ist der Aufwand selbstständig auf die Insel zu gelangen zu gross und zu teuer, sodass es naheliegt hier bei den organisierten Trips zuzugreifen. Wir buchten uns einen Delphinbeobachtungstrip mit optionalem Schnochelgang in einem, mit 15!! absichtlich versenkten und angeordneten Schiffswraks erzeugtem, künstlichen Riff. Kosten ca. 100 Euro excl. Schnorchelausrüstung (weitere 20 AUD). Surprise Surprise…am Ende des Tages ein wenig enttäuscht, da wir keine Schildkröten und nur auf dem Nachhauseweg, sehr vereinzelt, Delphine gesehen haben. Ein leicht fader Beigeschmack blieb wegen der Preis/Leistungs Frage zurück. Trotz des grad erwähnten Einwandes war das Schnorcheln in den Wracks sehr schön und aufregend und der Lunch auf dem Boot sehr schmackhaft und vielfältig. Die Fahrt mit der Fähre dauerte vom Ausgangsort zur Insel 40 Minuten auf dem Fluss und nochmals 40 Minuten auf offener See oneway.

Text Cläry: Was für ein tolles Erlebnis. An Board fragte ich mich noch ob es nicht zu kalt ist im Wasser, aber kaum vor Ort hies es einfach: Reinspringen oder keine Fische sehen. Also gar nicht überlegt. Es war super spannend, die überwachsenen Boote unterwasser zu sehen und verschiedene Fischarten zu entdecken. Christof mein Swim-Buddy tauchte ab und zu runter und war teils in riesen Schwärmen drin mit mehreren hundert Fischen. Wir sahen ausserdem Seesterne und Rochen. Ein Rochen war wirklich gigantisch gross. Es war abenteuerlich durch die Boote zu schnorcheln und hat echt riesig Spass gemacht. Danach wurde es dann einwenig langweilig auf dem Boot und man versuchte vergeblich noch Defline und Schildkröten.

Change backpacker free ferry/West-End

Da uns das Hostel und die sich darin befundenen Leute mittlerweile ans Herz gewachsen sind und obwohl wir noch versuchten unseren Aufenthalt im Banana Benders zu verlängern mussten wir am Samstagmorgen wohl oder übel unsere Location wechseln. Dafür buchten wir das, (wieder) an einem anderen Flussknie liegende, Bunk Backpacker. Dieser Backpacker ist massiv viel grösser und unpersönlicher, jünger als unser Letztes. Aber ich glaube auch hier, am Rande des Brisbaner Chinatown, können wir uns wohlfühlen. Um die Stadt noch ein wenig mehr zu erkunden, machten wir uns auf, über die nahegelegene Story-Bridge und die kostenlose City-Hopper Fähre, um einmal mehr die Fähre bei der Soutbank zu verlassen und weiter in das dahinter gelegene Viertel West-End zu gelangen. Es wird als hipperes Viertel angepriesen und ist auch so. Es reihen sich kleine Geschäfte, Bar’s und Futterkneipen aneinander. In der Archive Beer Boutique genehmigten wir uns dann einen Pint lokaler Biere, welche uns sehr gut geschmeckt haben. Somit war dieser Tag auch schon wieder beendet. Es ist Zeit für uns wieder ein wenig nach vorne zu schauen und zu googeln, zu planen, zu buchen, zu träumen, zu……

Mt. Coot-tha/Botanic Gardens

Nun…wiedermal raus aus der Stadt. Die Ostküste ist sehr städtelastig. Wir entschliessen uns mit dem Bus zum Mt. Coot-tha zu fahren, in den nächsten, grösseren Botanischen Garten Brisbane’s. Am Rande des Gartens befindet sich ein Observatorium, natürlich ist es geschlossen (wir haben es nicht so mit den Öffnungszeiten der Observatorien). Zuert liessen wir uns bis zur Endstation auf den „Gipfel“ zu einem Lookout fahren, von welchem aus man die komplette Stadt und sogar die Insel Moreton sehen kann. Es ist ein wundervoller Tag, die Sonne brennt! Wir entschliessen uns einen Walk durch die hiesigen Wälder zu machen. Genaue nennt sich der Track „Aborigenee Arts Trak“ und soll angekündigte 1.5 Stunden dauern. Es geht ausschliesslich bergab und wir sind den schattenspendenden Bäumen dankbar. Der Trak stellte sich als Farce heraus. Entweder zu wenig oder gar nicht gepflegt, sahen wir keine der indigenen Künste wirklich oder sie lagen unter gefallenen Bäumen oder zersetzten sich im Laufe der letzten 25 Jahre nach Eröffnung dieses Tracks in 1988 dem Jahr der ingigenen Völker. Egal Bewegung tut gut. Wir gingen weiter zum Botanischen Garten und besuchten dort das „Fern House“, „Japanese Garden“, durchquerten den „Australien Rainforest“ (bei Regen), Bamboo Grove,…. Wir zählten im gesammten mehr als ein dutzend Wasserechsen welche sich in der Sonne wärmten und uns jeweils argwöhnisch mit den Augen folgten, wenn wir vorbeischlenderten. Bewegt aber haben sie sich selten. Wunderschöne Tiere! Nach einem kurzen Regenschauer, welchen wir im Café des Parks abwarteten nahmen wir den Bus zurück in die Stadt. Nach dem z’Nacht nach der Dämmerung gaben wir uns noch einen Blick von der nahegelegenen Story-Bridge auf das herrlich beleuchtete CBD, um danach gut einzuschlafen und den Tag in den Träumen zu verarbeiten.

Chinatown/New FARM

Direkt neben unserem Backpacker, war Chinatown. Hier gönnten wir uns wiedereinmal ein „auswärts“ essen. Im Tisch integriert war ein „Grill“, dort konnten wir draufhauen was immer wir wollten, à discretion. Verschiedene Fleischsorten, Gemüse, Zwiebeln und nebenbei gab’s fritierte Oktopussringe, Frühlingsrollen, Dumplings, Reis, eingelegte Zwiebeln, Edamame,… es war sooooo unglaublich lecker, dass ich wieder Hunger kriege, wenn ich nur daran denke.

Am letzten Tag sahen wir uns dann noch das New Farm Viertel an. Es ist einwenig verlassen, trumpft aber auf mit vielen Hipster-Shops und Kaffee’s. Wir entdeckten dort eine klasse Bar und sumpften einen Abend lang richtig ab. Bloodhound hiess sie und liegt an der Brunswick St. Kann ich nur empfehlen. Was auch cool aussah war „Bits and Burgers“ an der James Street.

Gedanken

Genau einen Monat nun in Australien!! Zweieinhalb Monate unterwegs!! Auf der anderen Seite von unserem Zuhause!! Ca. 20000 km Luftlinie!! Südliche Hemisphähre alles irgendwie anders-Orion steht kopf-Herbst statt Frühling-die Autos fahren links-die Fussgänger laufen links-auf der Rolltreppe „links stehen rechts gehen“. Unsere Erfahrungen zu teilen gibt uns Regelmässigkeit, Struktur, festen Boden, Freude am Teilen (nicht nur unter uns). Manchmal füllt es aber auch einfach nur eine kleine Ecke tote Zeit :-). Es gefällt uns sehr. Das Andere, das Neue, das Unbekannte, die Vielfältigkeit unserer Welt!

Links

Hostel Brisbane: Banana Benders
Tour: Moreton Island mit Dolphins in Paradise
Australia Zoo
Bus/Bahn: Go Card Brisbane

Surfers Paradise

Alle, für uns in Frage kommenden, Backpackerhostels in Surfers Paradise waren ausgebucht (Ostern), so wichen wir auf ein mehr oder weniger günstiges Hotel aus. ((P.S. Wir buchen wenn möglich ein Doppelbett-Zimmer für uns beide, in einem Hostel für 70-100 AUD mit externer Toilette/Bad das man mit anderen teilt). Ein EInzelbett in einem 4er-, 6er-, 8er-Schlag, kostet meistens ca. 30 AUD für 1 Person. Also ist das Doppelzimmer eigentlich nur minim teurer. Zum Vergleich: das Hotelzimmer kostet uns 260 AUD die Nacht (beide)…

Wir kamen in das Zimmer rein und waren erstmal sprachlos. Woooooow! Wahnsinn! Was für ein Luxus! Wir haben zwei(!!) Doppelbetten, einen Stuhl, ein Sofa, einen EIGENEN Wasserkocher, einen eigenen Kühlschrank, Safe, Kleiderschrank, TV und einen Balkon und das krasseste: Ein eigenes Badezimmer. Haha. Die Härte! und noch besser: Alles ist tiptop sauber und geputzt. Und für zwei Nächte „unser alleine“ ohne dass wir teilen müssen. 🙂 Das erste Mal seit längerer Zeit, wo ich mich dreckiger fühle als das Zimmer :-). Hihi. Ich schwebe gerade in einem riesigen Glücksgefühl.

Das Leben als Backpacker stört uns in keinster Weise. Wir wissen uns schon zu helfen. Sich dann aber wiedermal etwas zu gönnen ist halt gerade deswegen umso schöner und man geniesst dies entsprechend! So nun aber zu Sufers Paradise.

Wir kamen Nachmittags an, bezogen unser Zimmer (WAHNSINN) und liefen dann erst mal zum Strand. Dann schlenderten wir durch das Zentrum vor unserer Haustür, gingen unseren „Brunch“einkaufen, assen z’Nacht (den Gegebenheiten entsprechend gabs heute „Fertignudelsuppe“). Nach einer „Verdauer-Sport-Zigarette“ 😉 gingen wir Minigolf spielen. Es war sehr spassig. Am Schluss spielten wir beide auf 55 Punkte.

Nachdem wir super geschlafen haben und uns das Sonnenlicht weckte, standen wir auf, frühstückten, lagen an den Swimmingpool vom Hotel, schlenderten durch die Shoppingmeile, gingen einkaufen, und liefen dann am Strand entlang zum Main Beach. Bei Sonnenuntergang drehten wir und liefen zurück Richtung Hotel. Hier erwartet uns nochmals eine schöne Nacht in frischen Betten bevor wir morgen dann wieder aufbrechen nach Brisbane.

Was nehmen wir mit von Surfers Paradise? Ich empfand Byron Bay viel gemütlicher, schöner und sehr viel charmanter als Surfers Paradise. Hier wächst ein Wolkenkratzer am Anderen, der Strand ist zwar riesig, die Wellen sind aber zum Schwimmen (Heisst ja auch Surfers- und nicht Bathers-Paradise) schon weniger angenehm, da sie einfach wirklich sehr hoch sind und wild. Die Sonne geht hinter den Wolkenkratzern unter, dementsprechend hat es schon sehr früh nur noch Schattenplätze am Strand. Die Innenstadt schreit nach Vergnügen/Tourismus, überall wird was „with a lot of fun“ angeboten, jeder Souvenierstand gleicht dem anderen (und es hat sehr viel). Fast schon verzweifelt versucht man im Zentrum zwischen den vielen Hochhäusern (was ja trotzdem in Kombination mit dem Strand sehr eindrücklich wirkt) mit tiefgehaltenen Shoppingmalls (auch im Renaissance-Stil) ein wenig Flair zu schaffen. Doch zu billig, zu Fake für unseren Geschmack. Viele Leute (Australier und von Überall), viele gleiche Surfer-Shirts und am Strand viele tausend Touristen. Der Strand ist aber auch der Hammer! Der Sand ist so zart wie Puderzucker. Wirklich wundervoll um darauf zu laufen!

PS: Happy Birthday Mamma…schön haben wirs trotz schlechen wifi-Bedingungen geschafft an deinem Ehrentag zu Face-Timen..!! Alles nur Beste für das kommende Jahr!!

Byron Bay, Nimbin

Die Fahrt nach Byron Bay ging sehr gut. Knapp 13h sind wir, von Sydney aus, mit dem Greyhound Bus über Nacht gefahren. Da die Plätze jeweils vom Fahrer zugeordnet werden und wir letztesmal nicht nebeneinander sassen, machten wir es diesesmal anders. Wir merkten uns die beiden Zahlen und ich setzte mich einfach neben Christof. Als dann der entpsrechende (nennen wir ihn „Russ“) sich hinsetzen wollte, fragten wir ihn, ob es ihm gleich wäre, wenn wir die Plötze tauschen würden. Natürlich kein Problem, und so konnten wir nebeneinander sitzen. „:En geile Siech!! Tiptop! „Russ“ trafen wir übrigens zufälligerweise danach nochmals 3 (!!!) Mal in Byron Bay’s Gegend. Das erstemal am Strand, Abends einmal in einer Bar zu live Music und am Schluss trafen wir ihn noch in Nimbin vor der Hemp Embassy, wo er gleichzeitig wie wir da war.

In Byron Bay angekommen, rauchten wir eine Zigarette vor dem Hostel bevor wir eincheckten. Und so kam es, dass wir Thomas kennenlernten, ein Schweizer, der gerade zum viertel Mal in Byron Bay ist. Er war sichtlich froh Schweizer zu treffen und konnte fast nicht mehr aufhören zu reden. Na gut wir haben ja auch Zeit…

In Byron Bay ist das Leben einfach schön. Man hat Zeit, alles läuft langsamer und die Menschen sind alle sehr nett und zuvorkommend zueinander. Die Jungs tragen lange blonde Haare mit Bart, die Mädchen Blümchenkleider aus den 70ern (nur kürzer) inkl. Lederstiefeln und abgefuckten braunen Lederhandtaschen. Die Geschäfte sind klein und fein, hier will niemand Grossverteiler. Es gibt viele unterschiedliche Kleiderläden, einpaar Surfshops, Eisdielen, Bars, Hotels und Hotels. Alle sind sehr modern eingerichtet und elegant, fast an jeder Strasse um die Ecke, spielen Musiker Lieder und immer hören mindestens fünf Leute zu. Warum auch nicht, man hat ja Zeit.

Killen Falls, Nimbin Rocks, Nimbin (Australia’s Hemp Capitol)

Es gibt 3 Anbieter in Byron Bay, um Nimbin mit einer Tagestour ohne Übernachtung zu besuchen. Alle bieten aber eine andere Route an, verweilen mehr oder weniger gleich lang in Nimbin. Wir entschieden uns für den „Happy Coach“ mit Prinzessin Fiona am Steuer. 10 Uhr Abfahrt, 13 Uhr Nimbin, 14 Uhr Mittagessen, 15 Uhr Rückfahrt und alles was danach kommt präsentiert sich hinter einem dunstigen Vorhang…;-)

Nimbin (Hippi Town aus der Zeit von Aquarius ’70) besteht aus zwei Strassen die man nach 5 Minuten abgelaufen hat. Dazwischen gibt es einen Souveniershop am nächsten. Traumfänger, Batik-Tshirts, Räucherstäbchen, Bob Marley Dosen, jede Menge Raucherwaren 😉 und und und. Das Kiffen und der Verkauf von Gras ist in Australien verboten. Auch in Nimbin – trotzdem wird es von der Polizei (vor Ort) geduldet. Läuft man durch die Stadt, fragt man sich, wo es denn nun was zu kaufen gibt, offensichtlich ist nichts beschildert. Man muss einfach der Strasse lang schlendern und wird dann von diversen Leuten dort angesprochen „Wanna buy some weed?!“…“Cookies, wanna get a Hemp-Cookie?!“

Der Ausflug kostete uns je 50 AUD, wir haben ihn beide sehr genossen und empfehlen es gerne jedem weiter. Manchmal ist es einfach schön, wenn die Zeit stehen bleibt und die Welt für einen Moment einfach-einfach ist: friedvoll. 🙂 Wir könnten uns sehr wohl vorstellen, dass das Flair, von dieser in den ’70 stehen geblienenen Kommune, noch sehr viel mehr hervorkommt wenn die Touristenmassen (zu welcher wir wohlwissend auch gezählt haben) wieder in alle Himmelrichtungen verschwunden sind.

Nicht nur Friede umgibt uns, nein auch das Glück. Jeden Morgen sind wir dankbar hier zu sein und das Privileg zu haben, reisen zu können/zu dürfen. Wir geniessen den Tag so, wie er daherkommt und freuen uns auf die, die noch kommen werden.

Links

Hostel: Aquarius Backpacker
Tour (1 Day Nimbin): Happy Coach

Sydney

Opera House, Royal Botanic Garden

Da sieht man das Haus über 35 Jahre lang auf Bildern und dann ist der Moment endlich da, wo man um die eine Häuserecke kommt und das Gebäude dann endlich live vor sich sieht. Wow! Wie ein Traum der gerade wahr wird. Irgendwie kann man es dann im einen Moment immernoch nicht glauben, dass man jetzt wirklich an diesem Ort ist, an dem gefühlt schon alle waren, ausser man selbst – aber dann gewöhnt man sich daran und geniesst einfach nur noch. Natürlich tranken wir ein Bier an der Opera House Bar und genossen die Sonne und die lockere Stimmung. Von nahem sahen wir dann auch, dass das Dach vom Opern Haus, eigentlich „einfach“ aus über 1 Million selbstreinigender Plättli „geplättlet“ ist. Danach kann man sich super im Royal Botanic Garden vom Trubel erholen und wieder Stunden im Park laufen oder liegen. Herrlich.

Sydney Harbour Bridge, Luna Park, Secret Garden

Ein Walk über die bekannte Brücke musste sein. Mit 134m Höhe, 1149m Länge, fast 50m Breite und einem Gewicht von über 53000 Tonnen ist die Brücke die grösste und schwerste (nicht längste) Stahl-Brücke der Welt (1932). Das Wetter war bei uns durchzogen und so wurden wir mal nass, dann wieder wind-getrocknet, dann schien die Sonne und dann regnete es kurz wieder. Am Ende der Brücke, erreichten wir dann den Luna Park, in den man auch gratis rein kann, man zahlt nur für die Bahnen, die man fahren möchte. Danach liessen wir den Luna Park hinter uns und spazierten zu einem „Secret Garden“ den Christof im Internet fand. Ein wunderschöner und wirklich sehenswerter grüner Park, der von den Anwohnern selbst gewartet und gepflegt wird.

Darling Harbour, The Rocks

Darling Harbour wird von einem Reiseführer schön beschrieben: Eine Touristenattraktion aus der möglichst viel Geld herausgepresst wird. Jeder möchte profitieren, ein Restaurant folgt auf das andere, und ein Boot reiht sich an das Nächste. Bei uns wurde der Quai gerade verlängert und das Virtel einwenig umgebaut, nichts desto trotz ein schöner Ort. Hier kann man an der Hafenpromenade entlang laufen bist zum Circular Quai. Dort kann man stundenlang Menschen beobachten oder Strassenmusikern zuhören. Bei „The Rocks“ sieht es schon einwenig anders aus, hier erlebt man das „alte“ Sydney. Ich empfehle den „Nurse Walk“, da entdeckt man kleine Shops, Restaurants und es ist nochmals ein ganz anderes Feeling von der Grossstadt plötzlich in der „Altstadt“ zu sein. Kopfsteingepflasterte Gassen und Häuser im Kolonialstil. Dort haben wir uns das Museum angesehen und einwenig über die Geschichte Sydneys gelernt.

Cockatoo Island

Sontags wird Fähre gefahren. So fuhren wir für 2.50 NZD Richtung Parramatta und machten einen Zwischenhalt auf der Cockatoo Insel. Cockatoo Island ist die größte Insel im Hafen von Sydney in New South Wales.

Von Bondi to Coogee Walk

Für diesen Walk haben wir uns einen Tag Zeit genommen, eigentlich schafft man ihn in 3h aber wir haben ja keinen Stress. Von Kings Cross zur Bondi Junction sind es nur zwei Haltestellen, ein kurzer Walk und schon ist man am berühmten Bondi Beach. Der Bondi Beach liegt nur 8 km von der Stadt Syney entfernt und ist deshalb auch oft voll mit Menschen. Von da gehts weiter über Tamarama Beach, Bronte Beach, Clovelly Beach und landet am Schluss am Cogee Beach.

Kings Cross, Woolloomooloo

Unser Hostel war das „Eva’s Backpacker“, mittem im Kings Cross Viertel und wir können es jedem von euch ans Herz legen. Wir fanden es ein wirklich tolles Hostel. Sehr sauber, gute Küche, tolle Dachterasse und die Backpacker die ebenfalls dort sind, sind meistens solche, die auch länger da sind (teils schon über 4 Monaten). Jeden Abend haben wir jemand neues kennengelernt und gemeinsam Wein getrunken. Vom Hostel zum Woolloomooloo Bay dauert es nur ca. 150 Treppenstufen runter und schon steht man bei „Harry’s Cafe de Wheels“. Hier haben wir uns einen Pie gegönnt mit Kartoffelstock und Erbsenpürée und Fotos angesehen, von den Berühmtheiten, die hier schon gegessen haben (Pamela Anderson, Tom Hanks, Hugh Jackmann, um nur einige zu nennen).

Backpacker des Grauens, Manly Beach, Shelly Beach

Nun, wie wir es ja schon in Melbourne gehalten haben und obwohl es uns in Eva’s Backpacker sehr gut gefallen hat (hier 5 Nächte), wollten wir nach einer gewissen Zeit das Hostel wechseln und entschieden uns für weitere drei Nächte in das „Astra Backpackers“ in Manly Beach weiterzuziehen. So kriegen wir noch einen anderen Eindruck aus einer anderen Ecke dieser riesigen Metropole. Manly Beach gehört mit Bondi Beach wohl zu den bekanntesten stadtnahen Stränden Sydneys. Das „Astra Backpackers“ wurde online als eines der etlabiertesten und ältesten Hostels des „Quartiers“, wie auch schon das Eva’s in Kings Cross, angepriesen. Frohen mutes sind wir angekommen, haben die Formalitäten mit Mark, dem Host, geklärt (welcher uns schon mit „Clarissa?“ erwartete – sehr symphatisch, easy, cooler Typ) und bezogen unser Zimmer. Beim Zimmer betreten, fiel uns auf anhin der sehr abgenutzte Spannteppich – ergänzt mit zwei weiteren eher älteren Badezimmerteppichen – und das schon recht verbrauchte und schlecht zusammengestellte Mobiliar ins Auge. Genau so unpassend und lustlos wie das zusammengestellte Mobiliar präsentierte sich auch das bereitgestellten Geschirr und Besteck. Ich glaube das waren alles Einzelstücke und glichen sehr klassischer „Firmen-Give-Aways“ bzw. Brockenhaus-Stücken. Seis drum, hat uns eher lustig gestummen (Stichwort Nachhaltigkeit!=GUT) als gestört.
In der orange/lachsfarben gestrichenen Wand hinter dem Bett klaffte ein Loch in der Wand mit einem Vermerk auf einem daneben „hingetagten“ Zettel worauf geschrieben war:“man solle doch bitte nicht gegen die Wand lehnen“. An der Zimmertüre hing zudem noch ein A4-Zettel voller Dinge, was man alles zu unterlassen habe um keine Extra-Gebühren zu kreiren. So dachten wir uns, dass hier wohl so ziemlich alles ins Detail geregelt zu sein scheint. „Eingerichtet“ d.H Taschenposition bestimmt und Bett bezogen, machten wir uns auf das Hostel zu erkunden Küche, Wäscherei, Chillout-Ära, usw. Die Küche liess uns stutzen, sie war klein, unordentlich und auch ein wenig dreckig. „Tja, gibt’s ja mal während des Tages wo mehrere Leute sich die Facility teilen!“ dachten wir uns und ignorierten dies gekonnt. Auch der sehr kleine Hinterhof mit einem schmutzigen Plastiktisch mit vier bis fünf ziemlich verbraucht scheinenden Plastikstühlen vermochte uns nicht zu überzeugen und zeigte sich ganz anders als in den Fotos, welche online einsehbar sind. Wen wunderts ;-)….Als wir mit unseren Einkäufen (Tomaten für Salat, eine Zwiebel, Müsli, Milch usw.) zurückkehrten und es in die zugewiesenen Küchenschränke verräumen wollten, lachte mich nach dem öffnen des Türchens doch promt die erste Schabe an. Nun auch dies ist in wärmeren Ländern keine Seltenheit und kannte ich aus äusserst sauberen Küchen in Bolivien schon, und vermochte uns nicht wirklich zu schocken. Lässt sich scheinbar einfach nicht vermeiden, da Türen zur besseren Luftzirkulation oft offen gelassen werden, macht es der Natur einfacher ins Hausinnere zu gelangen. Nun im Kühlschrank räumten wir dann erstmal ein paar alte und angefangene Irgenwas aus unserem Körbchen um Platz für unsere frischen Lebensmittel zu machen. Nun alles schien uns allmählich einfach dreckig, unkontrolliert und einfach nicht gepflegt. Abends dann als wir uns nach der Dämmerung an die Zubereitung unseres Nachtessen machten, traf uns fast der Schlag, weil halt nun alles voller Schaben, Ameisen und anderen Tieren war. Der Gang durch die Küche machte nun einfach keinen Spass. Überall lagen unabgewaschene Pfannen und Kochrückstände rum und es begann uns echt zu ekeln. Dies zog sich die ganzen weiteren Tage so weiter, was wohl den einigen jüngeren, versifften und recht strangen Hostelgästen zu verdanken war… und natürlich Mark, welcher wohl einfach keine Lust hatte zu putzen und Ordnung zu halten – sondern lieber abends vor unserem Fenster mit seinen Freunden sich betrank. Wobei wir glauben dass er wohl einfach überfordert war mit allem, was man in diesem schönen Haus alles tun könnte/müsste/sollte. Wir beschlossen dann einfach uns so wenig wie nur möglich in der Küche aufzuhalten und kochten die folgenden Tage nicht. Am letzen Tag waren übrigens diverse Oktopuss-Stücke am Boden in der Küche verteilt. Clarissa als einzige Frau im Haus, musste ausserdem den WC-Ring immer hinunterklappen – welcher übrigens eigentlich schwarz war aber durchs nicht putzen bereits gelblich/weiss, wenn er dann nicht bereits wieder nass war…

Wir assen bis auf das Müsli mit Früchten am Morgen dann hauptsächlich in Manly was entgegen dem Hostel sehr zu überzeugen vermochte. Man konnte sich an mehreren Stellen in der Fussgängerzone (leicht verchlortes) Trinkwasser in seine Flache abfüllen, welche wir für den Gang an den Strand jeweils füllten und auch brauchten bei den hiesigen Temperaturen.

Um dem Hostel zu entfliehen gings am ersten Tag zum Manly Beach dem Grössten der drei naheliegenden Strände von Manly. War gut… hohe Wellen und wie hier üblich nur in einem durch zwei Fahnen (ca. 100m) gekennzeichneten Bereich zum Baden. Der Rest ist den Surfern überlassen, da diese 1. mehr Platz brauchen, 2. zu gefährliche Unterströmungen zum Baden herrschten und 3. der Badebereich durch einen Lifegard überwacht ist. Den nächsten Tag zog es uns ein wenig weiter an den Shelly Beach, welcher sich um ein vielfaches ruhiger und dementsprechend schnorchelbarer präsentierte. Es machte uns hier mehr Spass als am Main Beach und die Unterwasserwelt präsentierte sich unerwartet artenreich in Anbetracht der vielen Badegäste. Zudem wurde am Nachmittag, an welchem wir den Tag dort verbrachten, noch auf dem Strand geheiratet. War lustig anzusehen.

Treffen mit Remo

Um weiter dem Backpacker so fern wie nur möglich zu bleiben und aus weitaus erfreulicheren Gründen verabredeten wir uns für den Samstag mit Remo (einem alten Gspänli aus Clarissa’s Kindheit aus dem Toggenburg). Für Clarissa und ihn war es ein Wiedersehen seit über 15 Jahren, für mich eine schöne neue Bekanntschaft draussen in der Welt. Remo ist wie schon erwähnt vor einiger Zeit für unbestimmte Zeit nach Australien gereist, einen Job in seinem Metier gefunden, gearbeitet, sich in Land und seine dazumals zukünftige Frau verliebt und scheint nun mit ihr und mittlerweile zwei Buben seine Zukunft hier zu planen. Können wir sehr gut verstehen. Hier nochmals ein riesiges Dankeschön an Remo, Alex(ander), Chris(topher)-ich vermisse euch auch schon- und auch Kristine (die leider Krankheitshalber zu Hause geblieben ist) für diesen wundervollen Tag!

Remo führte uns durch die Suburbs Sydneys nach Palm Beach, dem Leuchturm auf einer Anhöhung (Barrenjoey Lighthouse
Ku-ring-gai Chase National Park), nach Newport ins Arms zum Late Lunch, zum Fairfax Lookout und zurück nach Manly um noch zusammen ein superfeines Mövenpick-Glace zu verspeisen, welche halt doch weltweit die Besten sind ;-), da kommen also auch die Italiener nicht ran!

Unser letzter Tag in Syndey

Nun das wars von Manly. Am Weiterreisetag verliessen wir um 09:30 Uhr das Astra, die Türe hinter uns geschlossen, atmeten wir einmal tief ein und waren glücklich diese eher gruselige Erfahrung im Hostel hinter uns zu lassen. Wir tranken einen wunderbaren Kaffe, assen eine Scheibe Bananenbrot in der Manly Warft und bestiegen die Fähre zurück Richtung Circular Quai, um den Tag nochmals im Zentrum zu verbringen. Wir sahen uns Paddy’s Markets an, liefen durch Chinatown, pilgerten erneut zum Darling Harbour, schlenderten beim Sonnenuntergang über die Pyrmont Bridge und setzen uns bis es anfging zu regnen in den Hyde Park wo wir Strassenmusikern zuhörten. Danach gingen wir zur Central Station wo unser Bus fuhr, leider waren da soviele Obdachlose (ein 150 Kilo-oben-ohne Mann z.B. wollte eine Zigarette und dass wir sein Telefon anfassen), dass es einwenig unangenehm war. So gingen wir wieder hinaus, tranken einen Kaffee und führten ein tiefgründiges und super Gespräch über Gott und die Welt. Um 22:30 Uhr stiegen wir in den Greyhound-Bus um unsere nächste Destination anzupeilen. Schliefen mehr schlecht als recht und kamen 12h später in Byron Bay an. Tschüss Sydney du hast uns Eindruck gemacht! Hallo Byron Bay wir freuen uns auf Sonne, Sommer, Sonnenschein… es wird heiss!

Zug-, Bus-, Fähre-Ticket in Sydney

Ist alles das Gleiche – die Opal-Karte. Wenn man eine hat, lädt man einen Betrag drauf und kann damit mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Wirklich eine tolle Sache. Jeweils am Sonntag kostet ausserdem alles nicht mehr als 2.5, auch wenn du 8h Fähre fahren würdest. Natürlich haben wir das ausgenutzt. Der Preis, den du pro Fahrt zahlst, berechnet sich dann automatisch, du stempelst ein und wieder aus. In der Rush Hour – am Feierabend, sind die Preise höher.

Die Australier

Was ich unbedingt noch erwähnen will: Die Australier sind super nett und wirklich sehr aufmerksam. Sobald man mal zwei Minuten mit der Karte da steht, kommt sicher jemand auf einen zu „May i help you?“. Oder sitzt man sich auf den Boden, klopft dir sicher schon jemand auf die Schulter und sagt dir, wo noch ein Stuhl frei ist.

Telefonieren in Sydney, Lycamobile

Da Clarissa sich seit 14 Tagen immernoch mit den Rückenschmerzen durch die Stadt schleppte, war es Zeit, einen Arzt in der Schweiz zu konsultieren (durch Krankenkasse so geregelt). Aber das ganze Entwickelte sich zu einem richtigen Orientierungslauf. Clarissa’s Handy-Abo läuft zwar noch, ein Telefonat in die Schweiz kostet aber 2 Franken pro Minute, ist also keine Option. Als erstes fragten wir im Backpacker, ob sie wisse was es für Möglichkeiten gebe. „I have really no idea“. So gingen wir auf die Suche nach einem öffentlichen Telefon – schliesslich gibts das ja in der Schweiz auch. Online sind wir fündig geworden, es gibt ganz viele hier in der Nähe. Also los. An der Telefonzelle angekommen, merken wir schnell, man braucht eine Telsta-Karte. Also gingen wir in den ersten Kiosk und fragten ob sie solche verkaufen – No. Auf dem Weg trafen wir auf das Touristinfo, fragten was wir tun können, wir wollen in die Schweiz telefonieren. „What?!“ „Hmmm“ „Nonono“ „Can’t you just write an Email?“ Sie meinte dann nach langem hin und her, dass wir doch mal bei der Post nachfragen sollen. So liefen wir Richtung Post und fragten da die Dame, wie wir denn am besten zu einer Karte kommen, oder ob sie wisse, wie wir am einfachsten in die Schweiz telefonieren könnten. Auch diese Frau sah uns an als wären wir Aliens. Jaja, früher gabs das mal, dass man telefoniert habe. Wir sollen doch mal den Kiosk gleich neben der Post fragen, vielleicht wissen die was. Der Kiosk schickte uns in die Post, vielleicht wissen die ja was. Wir liefen zur „Library“. Auch da wussten sie es nicht. Wir schauten wie teuer ein Handyabo ist und ob es eines gibt, mit dem man in die Schweiz telefonieren kann. Gab es. Gingen wieder in einen Kiosk, kauften uns für 2 Dollar ein Abo, haben 10 Dollar Guthaben darauf geladen und mussten dann erstmal das Abo aktivieren. Dazu wieder zurück in die Bibliothek, dort gemerkt dass ich den Pass vergessen hatte,… (…) schlussendlich, telefon aktiviert, Guthaben draufgeladen, Telefonnummer eingegeben: „this phone number is not authorized in our network“ – AAAAHHH!! Der Krankenkasse geschrieben und um eine neue Nummer gebeten (keine 058 Nr.) und wieder gewartet…

Links

Hostel: Eva’s Backpackers
Bus/Fähre/Metro: Opal Card

Melbourne

23.

Bahm! Gegen 23 Uhr landete unser Flieger in Melbourne. Wir die wir direkt vom Land kommen, waren grad einwenig überfordert mit dieser Grossstadt. Überall Menschen auf der Strasse, eine Fritten-, Döner- oder Sushi-Bude nach dem Anderen, vor denen entweder bluffende Männer stehen oder kreischende, angetrunkene Kurz-Röcke-Trägerinnen. Dazu kommen riesige Hochhäuser, viele Lichter und viel Verkehr und Lärm. Wir liefen zu unserem Hostel und checkten um ca. 1 Uhr morgens ein. Im Zimmer suchten wir uns unser Bett (Gemeinschaftssaal mit vier Betten) und versuchten zu schlafen.

24.

Gestern sind wir bereits 17’000 Schritte gelaufen und heute werden es wieder so viele sein. Clarissa die sonst 3’000 Schritte pro Tag gelaufen ist, hält das ganz schön auf Trab und die Rückenschmerzen hören und hören einfach nicht auf. Das Budget von je 100 Franken am Tag wird in dieser Grossstadt schnell auf die Probe gestellt… da zahlt man doch ca. 70 für die Übernachtung, gibt sein Geld aber in vielen Kaffee’s aus, und da wir jetzt auch nicht mehr selber kochen, gehen wir auswärts essen, was auch teuer ist. Wir müssen erst noch in diese Backpacker Sache reinwachsen…
Den Tag durch liefen wir durch das Chinatown Precinct und sahen uns das Fitzroy Viertel an (das coolste Viertel der Stadt mit hippen Hinterhof-Kaffees). Ausserdem schliefen wir einpaar Minuten in den Carlton Gardens – ein sehr schöner Stadtpark beim Melbourne Museum.

25.

Heute zog es uns zwecks Einkauf zum Queen Victoria Market, ein Markt auf welchem Früchte, Fleisch, Gemüse und allerhand Schischi verkauft werden. Am Abend gingen wir auf das grösste Wohnhaus der Welt (300 m). Mit neun Metern pro Sekunde im Lift, ist man bereits nach 40 Sekunden im 88igsten Stockwerk. Wir gingen am Abend und uns erwartete oben ein Lichtermeer und das erste Bier in schaukelnder Höhe. Der Turm bewegt sich bis zu 40cm pro Minute von links nach rechts. Danach gingen wir ins Irish Pub wo wir uns einfach immer unglaublich wohl fühlen (Irische Live Musik, Guinness und betrunken-singende Männerrunden). Wir lieben es.

26.-30.

In einer steets wachsenden Metropole wie Melbourne ist es von Morgens bis Abends laut. Seien es die unzähligen Baustellen, die Abfallentsorgung (jeweils Nachts vor unserem Fenster) oder die vorbeirasselnden Trams, welche sich durch die Menschenmassen der Rush-Hour schlängeln. Langsam haben wir uns daran gewöhnt und bewegen uns schon sehr sicher und vorallem schneller durch das Zentrum (CBD) dieser Stadt.

Um diesem Trouble zu entkommen, haben wir uns die kommenden Tage die Vorbezirke (suburbs) vorgenommen. In St. Kilda z.B winkt der Beach und auch ältere Häuser aus dem geschichtlicheren Melbourne als das neue Zentrum. Gesagt getan. Da wir nun die Tram-Free-Zone verlassen, brauchen wir einen ÖV-Pass. Diesen fanden wir in der Touristen-Information am Federation Square zu je 15 Dollar (in Melbourne wird nach Zeit und nicht nach Stecke verrechnet) und bestiegen ein Tram Richtung St. Kilda Beach und The Esplanade. Das Quartier ist leicht heruntergekommen aber charmant. Es brauchte nicht lange als uns das „der Kiosk“ genannte Häuschen am äussersten Ende des Piers ins Auge stach und da wollten wir anschliessend hin. Wir spazierten raus und genehmigten uns ein paar Informationen auf Tafeln über Tiere die sich in den Steinen des Piers aufhalten (Pinguine und ca. 40cm grosse Wasserratten) und einen Kaffee bzw. Orangensaft im geschichtsträchtigen Häuschen. Dieser Kiosk nahm in vergangenen Tagen bis hin zu Royals, die britische High-Society, welche Melbourne oder Australien besuchten in Empfang. Zurück liefen wir ein wenig durch eine quirlige Einkaufs- bzw. Schlemmerstrasse zur Tramstation und fuhren just bevor es zu stürmen begann zurück in die Stadt und nutzten das schlechte Wetter für einen Besuch im ACMI. Das ACMI – im Federation Sqare ansässig – widmet sich der Geschichte des bewegten Bildes (engl. Motion Pictures) also Film, special effects aber auch bis hin zur digitalen Welt des Internets und der Animations-Austellung. Eine wahnsinns Erfahrung – aber nie und nimmer in 45 Minuten machbar. Wir sagten zu uns, dass wir unbedingt in den folgenden Tagen nochmals kommen müssen. Das taten wir dann auch…zwei Mal. Die Ausstellung war gratis bzw. über Spenden finanziert.

An den folgenden Tagen fanden wir uns auch immer öfters in der staatlichen Bibliothek wieder zu einer Partie Schach. Die Bibliothek befindet sich in einem riesigen, sehr alten und massiven Gebäude und verfügt ausserdem über das Beste frei zugängliche wifi, welches wir bislang entdeckt haben.

Die folgenden Tage verbrachten wir in Collingwood, Carlton und Fitzroy manchmal zu Fuss, zu Tram oder auch einmal auf dem Fahrrad. Die Fahrräder kann man für 3 Doller für eine halbe Stunde lösen. Klingt günstig und sind hauptsächlich für eine schnelle Fortbewegung in der Stadt gadacht. Wir bezahlen am Ende dann doch je 17 Dollar, da wir die Fahrräder für ca. 2 Stunden ein wenig zweckentfremdet haben. Trotzdem…es hat uns sehr gefallen und somit hat es sich auch gelohnt.

Nun war es an der Zeit uns aktiv auf das Adieu-Sagen aka Kofferpacken einzustellen. Es stand uns ein langer Tag (30.3.) bevor. Um 10.00 Uhr stand wie immer der Checkout an und der bereits gebuchte Greyhoundbus fuhr erst um 22.00 Uhr ab Southern Station über Canberra nach Sydney wo wir unseren nächsten „längeren“ Aufenthalt angedacht haben.
Melbourne ist aus unserer Sicht eine absolut lohnende Destination in Australien und mit ihrer sehr charmanten, einladenden Art ein genialer Start für eine Reise entlang der austrlischen Ostküste hinauf nach Cairns.

Links

Hostel: United Backpackers /
Space Hostel
Bus/Tram: Myki Card